Die Instrumente sind sehr filigran und arbeiten mit zarten, asbest-ummantelten Konstantan-Drähten, durch die Strom fließt und die sich dadurch erhitzen. Die Drähte sind um Bimetall-Plättchen gewickelt, die sich durch Erwärmung biegen, und daran hängt der Zeiger. Spätere Instrumente arbeiten mit zwei Magnetspulen, in deren Mitte ein drehbarer Anker sitzt, an dem der Zeiger hängt – ich meine, dass die Serie 1 noch die ältere Ausführung hat, die wegen des Erwärmungsprozesses recht träge ist.
Wenn der Zeiger hängt und auf Klopfen reagiert, ist das bei der älteren Ausführung sehr fummelig zu beheben, denn die Lagerung des Zeigers ist Blech in Blech, und die Lagerstellen zu glätten, ist Uhrmacherarbeit (mit Öl habe ich es noch nicht versucht – könnte aber etwas bringen). Die Mechanik ist selbsterklärend; es empfiehlt sich, beim Zerlegen vor jedem Schritt ein gutes Foto zu machen.
Falls ein Zeigerinstrument am Nullpunkt hängt, ist meistens der Zeiger magnetisch geworden; man kann ihn mit einer Entmagnetierspule neutralisieren.
Da das Instrument auf Klopfen reagiert, wird es nicht am Geber liegen.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
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