Autor Thema: Bremszylinderproblem  (Gelesen 856 mal)

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Offline wellenkieker

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Re: Bremszylinderproblem
« Antwort #30 am: Di.06.Nov 2018/ 08:36:02 »
Hallo Udo,

diesmal schreibst Du jedoch der Leerweg auf das Pedal sei viel kürzer.
Eingangs (Seite 1) fiel das Pedal, zunächst, eher durch.

Das ist schon sehr verschieden.

Mir keimt der Gedanke, es können nun vielmehr, vielleicht zusätzlich, ein nicht ordentlich rücklaufender
Nehmerkolben (hinterer Bremssattel) sein  (Test lt. Markus).
Es baut sich ein ordentlicher Druck auf, ... bis zur Blockade.
Nach dem Abkühlen alles wieder schick, das gibt´s auch hinten.

Ich hatte das auch schon, Gert hat es auch beschrieben.
Ich hatte so was auch schon intermittierend, was mich die Sache zunächst verschleppen ließ.

Stefan

p.s.

Deine Gedanken bezüglich der Bremszylinderproblematik oder deren themat. Verbundsituation
interessierten mich schon.
Mag sein, es ist in Deinem aktuellen Fall nicht zutreffend,
und doch wird es geistreich sein.

Offline SRH4422

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Re: Bremszylinderproblem
« Antwort #31 am: Di.06.Nov 2018/ 10:05:38 »
Hallo Udo!

Das von dir beschriebene Problem mit dem immer kürzer werdenen Pedalweg hatte ich auch schon mal.
Ich hatte das in zwei Stufen und hoffe, dass mich bei meiner Beschreibung nun mein Gedächtnis nicht verlässt.

Folgendes war passiert:

- Arbeiten an der Bremse standen an. Es musst komplett entlüftet werden. Beim Entlüften des HBZ Kreises habe ich mit dem Bremspedal die Flüssigkeit durch die Leitungen gepumpt... mit guten kräftigen Pedaltritten. Als Ergebnis hatte ich ein total weiches Bremspedal. Im HBZ hatte ich durch das kräftige Pumpen die Dichtung am Kolben ruiniert.
- Es kam ein neuer HBZ, den ich eingebaut habe. Dabei habe ich mich mit dem Rattenkäfig und der richtigen Einstellung der Hebellage und des Spiels zwar auseinander gesetzt, aber wohl dann doch das Spiel zu gering eingestellt. Die Folge war eine warmgelaufene Bremse hinten und ein sehr kurzer Pedalweg. Das Problem trat zum Glück recht schnell auf, so dass ich nicht sehr viel mit dieser Konstellation fuhr.
- Ich habe daraufhin das Spiel im Rattenkäfig noch mal kontrolliert und großzügiger eingestellt. Dies führte zwar dazu, dass es nun ein wenig "Totweg" im System gab, aber ich wollte nicht noch mal das Problem haben und wissen, ob es daran lag.
- Das Problem blieb aber leider noch teilweise. Der Pedalweg war zwar ok, aber die Bremse hinten wurde immer noch warm. Wie bei dir war ich mir jetzt sicher, dass es der HBZ und seine Einstellung nicht mehr sein konnten. Also kamen die Bremskolben hinten dran. Aber auch diese waren nicht irgendwie auffällig. Sie ließen sich zurückdrücken. Wieder alles zusammen... das Problem war ne Weile weg, kam aber wieder.
Also noch mal Bremsbeläge raus. Ich habe die Beläge nie wirklich angesehen, sah aber dann, dass die Beläge schräg abgefahren waren! Da, wo die Kolben vom HBZ-Kreis ansetzen, war der Belag dünner, als da, wo der Hochdruckkreis angreift. Diese Schräge war sehr deutlich zu erkennen, aber wurde von mir übersehen.
Ich habe dann die Beläge wieder eingebaut und durch drehen des Rades getestet, ob die Kolben ordentlich zurückgedrückt werden. Das passierte nicht. Das Rad blieb "blockiert".
Abschleifen der Beläge zu Testzwecken brachte dann den Erfolg. Ein bis zwei Radumdrehungen nach einer "Bremsung" und alles war wieder frei.

Ich habe dann neue Beläge gekauft und ab dann hatte ich kein Problem mehr.
Es reizt mich zwar irgendwie, dass Spiel im Bremspedal wieder zu reduzieren, aber die Sorge davor, dass der HBZ dann doch schon wieder unbemerkt "aktiv" ist und den Rückfluss zum Reservoir verschließt, ist größer.

Ich kann mir einen kürzer werdender Pedalweg eigentlich nur dadurch erklären, dass sich im Bremssystem ein ungewollter Druck aufbaut. Bei nicht betätigter Bremse darf es diesen Zustand aber nicht geben, da der HBZ "offen" ist und einen freien Weg zwischen Reservoir und Bremskolben bietet. Erst beim Tritt auf die Bremse verschließt er den Weg Richtung Reservoir und erlaubt einen nun gewollten Druckaufbau.

Für mich kann es also in deinem Fall nur bedeuten, dass die Ursache beim HBZ selber bzw. dessen Einstellung zu suchen ist.....

Viele Grüße

Michael
SRH4422 von 10/1968

Offline Udinho

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Re: Bremszylinderproblem
« Antwort #32 am: Di.06.Nov 2018/ 11:04:06 »
Alles ähnlich wie bei mir, egal ob Gerd oder Michael.

Aber der Unterschied ist, daß es bei mir 500 km oder mehr gutging, und auf einmal geht es wieder los. Lasse ich den Druck durch Öffnen der Rücklaufleitung am Bremszylinder ab, ist die Blockade sofort weg (bei der Sache vorgestern habe ich das allerdings nicht gemacht, nach einer Stunde Standzeit in der Garage war des Pedal wieder normal).

Ich tippe auf den Bremszylinder selbst. Die Stange im Kolben kann so verrutschen, daß er sich selbst blockiert, wenn die Nase, mit der die Stange im Kolben gehalten wird, nicht ausreichend gebogen wird. Aber darauf habe ich eigentlich beim letzten Zerlegen und Zusammenbauen genau geachtet. Deshalb bleibt mir nur noch die Dichtung im Zylinder selbst als Übeltäter, auch wenn ich alles zerlegt und nichts Verdächtiges gefunden hatte.

Die Einstellung der Stange schließe ich eigentlich aus. Erstens habe ich das schon bald 100 Mal eingestellt, nicht nur bei unserem Shadow, es gab nie solche Probleme, und zweitens leuchtet mir nicht ein, daß die Einstellung auf einmal nach 500 km oder mehr nicht mehr stimmen soll. Das macht keinen Sinn.

Die Bremsbeläge sind gleichmäßig abgenutzt und ziemlich neu. Die Kolben gingen leicht, aber die werde ich nochmal prüfen, habe da aber keine Hoffnung.

Noch habe ich andere Dinge zu erledigen, dann wird der neue Bremszylinder eingebaut. Dann sage ich Bescheid.

Gruß - Udo
SSI SRH17687
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Offline Udinho

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Re: Bremszylinderproblem
« Antwort #33 am: Gestern um 09:23:57 »
Mittlerweile ist der Landrover-Bremszylinder eingebaut, und das Auto fährt und bremst schön damit. Beim Einbau ist zu berücksichtigen, daß die Gewindestange, über die das Bremspedal und der ganze Mechanimsus auf den Bremszylinder wirkt, zu lang ist, sie muß um ca. 15 mm gekürzt werden, damit man sie weit genug in die Aufnahme im Pedalmechanismus reinschrauben kann.

Ansonsten stelle ich keinen Unterschied zum originalen Bremszylinder fest. Ich merke nicht, daß der größere Innendurchmesser sich irgendwie auf das Bremsverhalten oder das Pedalgefühl auswirkt. Vielleicht bin ich nur nicht sensibel genug. Für den Geldbeutel ist der Unterschied allerdings beträchtlich. Statt 190 € in Deutschland oder 95 € in England (je inkl. Steuern) kostet das Teil weniger als ein Zehntel bis ein Viertel davon, je nachdem von wem man es erwirbt und je nach Vergleichspreis D oder GB.

Wer's ausprobieren will, die Landrover-Teilenummer lautet 90569126. Man muß aufpassen, es gibt bei Landrover mit ganz ähnlicher Nummer Bremszylinder, bei denen die beiden Schraubanschlüsse gleich sind. Wir müssen aber 7/16 bei der Zulaufleitung und 3/8 bei der zu den Bremssätteln rausgehenden Leitung haben. Also nicht nach der Optik (Foto) kaufen, sondern nach Teile- bzw. Modellnummer (Landrover IIa/III bis 88).

Ob der Umstand, daß der Preis für das gleiche Teil zwischen 15 und 75 Euro schwankt, etwas mit dessen Qualität zu tun haben könnte, hat sich mir bislang nicht erschlossen. Ich habe ein preiswertes Teil verwendet.

Gruß - Udo
SSI SRH17687
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Offline Gert

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Re: Bremszylinderproblem
« Antwort #34 am: Gestern um 17:34:40 »
Und?
Den Alten Seziert? ;)
LRE23184 16 Jahre rumgestanden und ich muß es ausbaden