Ich denke auch, daß ein undichter Weakener allein die beschriebenen Symptome nicht erzeugen kann, habe ich jedenfalls noch nicht erlebt oder gehört.
Eher tippe ich darauf, daß die Vergaserfuzzis nicht wissen, was der Weakener ist, wozu er gut ist und wie er funktioniert. Und dann wissen sie natürlich auch nicht, daß und wie er nach einer Vergaserüberholung einzustellen ist. Stattdessen werden sie die Weakenerschraube viel zu weit reingedreht haben, womöglich ohne zu wissen, woran sie da überhaupt drehen. Der Effekt paßt dann zur Beschreibung: Der im Weakener erzeugte Unterdruck ist zu hoch, und je stärker man Gas gibt, desto stärker wird natürlich auch der Unterdruck im Weakener mit dem Ergebnis, daß der Motor sich in den Schwimmerkammern durch den über dem Sprit erzeugten Unterdruck sozusagen selbst den Sprit wegsaugt. Der Benzinspiegel steigt dadurch in den Schwimmerkammern so stark an und sinkt somit in den Düsen so stark ab - kommunizierende Röhren, falls man sich an den Physikunterricht für Anfänger erinnern sollte -, daß einfach nicht genug Benzin über die Vergaserbrücke angesaugt werden kann. Für Leerlauf und ein bißchen Fahren reicht es, aber Leistung ist nicht mehr möglich. Denn, nicht vergessen: Wenn der Spritspiegel steigt, steigt der Schwimmer, und der schließt dann das Ventil in der Schwimmerkammer, und dann kommt eben nur noch wenig Sprit nachgeflossen - oder eben gar keiner mehr.
Der Unterdruck im Weakener muß für richtige Funktionsweise auf 600 - 800 mm Wassersäule eingestellt werden - das ist sehr sehr wenig und ohne Messung nicht möglich. Der Vorgang wird im Handbuch beschrieben. die Lektüre wäre den Vergaserfuzzis anzuraten.
Ich bin ziemlich sicher, daß der falsch eingstellte Unterdruck des Weakeners die Ursache ist. Ich würde ihn gerne messen, aller Wahrscheinlichkeit nach ist er viel zu hoch.
Gruß - Udo