Ich habe keine Ahnung, wie ich auf das "Stuttgart" komme...

Irgendwas gab es da mal in dem Zusammenhang. Völlig egal.
Lederzentrum ist auf jeden Fall richtig. Die haben eine äußerst kompetente Telefonberatung. Alle Fragen werden dort wirklich ausführlichst beantwortet. Man kann zudem Infos zur Verarbeitung schon vorab postalisch anfordern. Mit den Produkten kommen zudem genaueste Anweisungen zur Anwendung.
Immer ganz wichtig bei Nachtönungen ist in jedem Fall: Ausreichend entfetten! Heißt: Wer sein Leder regelmäßig mit irgendwelchen Ölen und Fetten pflegte und nun nach Reinigung (die übrigens auch noch rückfettend ist) tönen will, muss erstmal ausgiebig mit viel Reinigungsbenzin entfetten.
Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist das Muster, welches man einschickt. Man sollte immer bedenken, wo man es abschneidet/hernimmt und in welchem Zustand es ist. Dieses Stückchen wird dann nämlich vom Lederzentrum gereinigt, und die Farbe wird entsprechend angemischt. Kam das Stückchen von unterm Sitz und ist wie neu, wird der neue Lederton im Zweifelsfall deutlich dunkler, da ja nie UV-Licht auf dieses Lederstück auftraf. Nimmt man zB. die Kopfstütze der Rücksitze sieht die Sache wieder anders aus usw...
Zudem: Es reicht oft mengenmäßig nicht das normale Kit. Es macht Sinn, gleich zwei kleine Tönungsfarben-Flaschen zu erwerben. Oder man nimmt gleich einen Liter (Preislich dann egal - habe ich immer gemacht) und hat auf Vorrat, falls irgend was Dummes passiert. Grund: Entgegen deren Behauptung kriegt das Lederzentrum bei Nachorder selbst bei dort vorliegendem, gleichen Muster die Farbe nicht exakt hin. Ich habe jetzt drei Autos damit gemacht und gehe immer auf Nummer sicher: Lieber mehr anfertigen lassen und dann immer den gleichen Ton vorrätig haben.
Ein weitere Punkt, in welchem man selbst auch mitdenken muss, weil das Lederzentrum darauf eher nicht hinweist, ist die Situation bei extrem stark ramponiertem Leder. Das war bei einem Freund der Fall: Er erwarb für seine sehr abgenutzten Sitze (also Farbe weggescheuert/ Leder ist nämlich nicht durchgefärbt) auch die Tönung und musste folglich unzählige Schichten der semitransparenten Tönung auftragen, um endlich Deckung zu erhalten.
Hier empfiehlt sich stattdessen ein regelrechter Farbauftrag mit Lederfarbe/Lack, die man dort auch bestellen kann. Sie wird wie beim Lackieren eines Autos direkt auf das Leder gesprüht. Das kann man allerdings nicht mehr zu Hause machen. Dies ist Arbeit für einen Kenner/Profi. Ergebnis kann bei guter Arbeit erstklassig sein.
PS; Lederzentrum ist identisch mit Colourlock. (Falls Ihnen/Euch mal dieser Name genannt wird). Zudem gibt es unter "Suche" hier auf dem Forum schon einige Beiträge dazu. Da hatte ich auch schon mal Lederzentrum Stuttgart notiert... Damals war Jimmie aber noch nicht so ausgeschlafen wie heut' *g
LG