Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Cloud, Bentley S-Modelle => Thema gestartet von: LKL am Sa.05.Nov 2016/ 20:24:36
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Guten Abend!
Nach einer längeren Autobahnfahrt ist mir ein Getriebeölverlust im vorderen Bereich aufgefallen. Das Öl kommt aus der kleinen Öffnung des Blechteils unter dem Wandler raus. Also dort wo das Getriebe an die Schwungscheibe des Motors geschraubt ist. Dort ist ja auch die Ablassschraube für den Wandler. Hat jmd. so ein Problem schon mal gehabt bzw. gibt es eine Stelle die man als erstes verdächtigen sollte??
Danke und schönes Wochenende,
Lukas
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Genau diese Stelle ist der Standard. Wieviel kommt den raus? Wie sieht es mit dem Getriebeölstand aus? Verlierst Du merklich Öl?
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Hhmm schwer zu sagen wieviel das ist... Ich hab nachdem ich es bemerkt habe (nach einer vierstündigen Autobahnfahrt) ein Gefäß druntergestellt weil es anfangs stärker getropft hat. Es sind jedoch nur etwa 100ml geworden....
Aha das ist die Standardstelle? Und was ist meist die Ursache? Wird es meist zwischen Schwungscheibe und Wandler rausgedrückt, ist es eher die Ablassschraube oder ist weiter hinten oft etwas undicht?
Danke für die rasche Antwort!
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Es gibt hierzu im Forum verschiedene Antworten, gerade CFE hat einiges darüber geschrieben, wenn ich mich recht erinnere. Erst einmal muss bestimmt werden, ob das wirklich rötliches Getriebeöl ist. Oftmals läuft Motoröl auch vom Motorblock nach hinten und tropft genau dort runter.
Vielleicht würde ich einmal schauen, was bei laufendem Motor geschieht. Tropft es dann richtig raus (welche Farbe?) oder hört es auf?
Die Ablassschraube ist es in der Regel nicht.
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Die üblichen Verdächtigen: Simmerring am Wandler und Ölpumpendichtung.
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Die Shadow Is haben keinen Simmering, sondern nur eine Rückwurfspirale. Die Ölpumpendichtung sitzt doch vorne, oder?
Um welches Fz. handelt es sich?
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Es ist ein Bentley S1..... Nein es ist schon eindeutig rotes Getriebeöl.... Direkt nach der Fahrt hat es richtig rausgetropft...
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Okay, also dann ganz andere Baustelle (weil RR-Vierganggetriebe auf Hydramatic-Basis) und akuter Handlungsbedarf.
Das mögen bitte die Kollegen aus der Cloud-Fraktion übernehmen. Vielleicht weiß Chucky auch etwas zu sagen, denn die frühen Shadows haben dieses Getriebe ja noch.
Könnte das vielleicht helfen (Seite 49): http://rrtechnical.info/autotransmissions/tsd2042/tsd_2042_hydramatic_chapter_2-1_servicing-4900.pdf (http://rrtechnical.info/autotransmissions/tsd2042/tsd_2042_hydramatic_chapter_2-1_servicing-4900.pdf)
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Hat jmd. so ein Problem schon mal gehabt bzw. gibt es eine Stelle die man als erstes verdächtigen sollte??
Na ja,
die Ablassschraube wird ja nicht einfach so undicht, die kann man also höchstwahrscheinlich ausschließen.
Bei auf den ersten Blick nicht identifizierbaren Ölverlusten ist die Vorgehensweise immer die gleiche:
1. Gründliche Säuberung von Motor und Getriebe (erst oben, dann unten)
2. Wagen auf die Bühne oder Grube
3. Motor laufen lassen (bei vermuteten Getriebundichtigkeiten muss sich natürlich auch das Getriebe bewegen) ;)
4. Von unten beobachten, woher die Flüssigkeit kommt
Alles andere ist eh Kaffeesatzleserei!
Gruß
Michael
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Die Shadow Is haben keinen Simmering, sondern nur eine Rückwurfspirale. Die Ölpumpendichtung sitzt doch vorne, oder?
Um welches Fz. handelt es sich?
Ich meine das Getriebe mit Simmerring am Wandler und Ölpumpendichtung
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Ja Michael du hast natürlich recht.....
Danke für die Antworten....
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Wenn du nicht viel fährst kannst du auch ein Auffangblech drunterschrauben, alle 3 bis 4 Monate das Flies gewechselt und gut iss !
http://www.bentley-forum.de/board/index.php?PHPSESSID=6766dc0952cea27b61e4b1ce582df287&topic=4528.0
Gruß
Harald
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Wenn du nicht viel fährst kannst du auch ein Auffangblech drunterschrauben, alle 3 bis 4 Monate das Flies gewechselt und gut iss !
Hm, Harald,
ich denke, mit so einem Auffangblech wie bei Dir kommt Lukas nicht hin, wenn er schon allein nach der Fahrt 100 ml Getriebeöl verloren hat. Da empfiehlt sich dann eher eine Auffangwanne. 8)
Realstisch
Michael
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Ich fürchte, da muss das Getriebe raus und ein neuer Wellendichtring rein - ist nicht ganz unaufwändig... 39 Wandlerschrauben, ein paar am Motor - die oberen beiden sind durch Gummipfropfen im Bodenblech zugänglich. Man braucht einen guten Getriebeheber und zwei Leute - das Getriebe wiegt komplett fast 90kg, also Vorsicht!
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
www.bentleyteile.de
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Ich fürchte, da muss das Getriebe raus und ein neuer Wellendichtring rein - ist nicht ganz unaufwändig... 39 Wandlerschrauben, ein paar am Motor - die oberen beiden sind durch Gummipfropfen im Bodenblech zugänglich. Man braucht einen guten Getriebeheber und zwei Leute - das Getriebe wiegt komplett fast 90kg, also Vorsicht!
Oh je,
klingt ja nicht so verlockend. :-\ Ich würde erst einmal in Ruhe nach der tatsächlichen Quelle des Übels suchen.
Optimistisch
Michael
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Hier habe ich letztens eine Auffangwanne bei meinem MB- Leichenwagen unter der kritischen Stelle am Kurbelwellenausgang zur Schwungscheibe installiert:
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..das Innenleben:
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So etwas hatte ich vor Jahren bei meinen Porsche-Traktor gemacht.
Das funktioniert so lange gut, bis Regen ins Spiel kommt.
Dann wird Öl ausgeschwemmt und gut sichtbar im Regenwasser.
Mit der Wanne darfst du nur bei trockenen Wetter fahren.
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Oh,
ist heute schon wieder der 1. April? :-\
Haralds Lösung mit der Zigarillo-Dose fand ich zwar befremdlich, aber noch akzeptabel. Aber so eine Riesenkiste montieren? Wie groß ist denn da der Ölverlust und was sagt der TÜV dazu? Wahrscheinlich wird die Kiste vor der HU klammheimlich demontiert, oder? 8)
Kopfschüttelnd
Michael
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Michael,
ich denke, wir sollten das Wort Leiche etwas elastischer auslegen.
Immerhin traute ich mich garnicht mehr so ein Monster, nur auf
Böcken stehend, zu unterkrabbeln.
Das ist doch sehr sportlich.
Also Leichensport.
Stefan
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Oh,
ist heute schon wieder der 1. April? :-\
Haralds Lösung mit der Zigarillo-Dose fand ich zwar befremdlich, aber noch akzeptabel. Aber so eine Riesenkiste montieren? Wie groß ist denn da der Ölverlust und was sagt der TÜV dazu? Wahrscheinlich wird die Kiste vor der HU klammheimlich demontiert, oder? 8)
Wieso, je Größer das Flies, um so mehr nimmt es auf. Habe sie sogar HU abgenommen bekommen.
Kopfschüttelnd
Michael
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Moin,
Du bist nicht zufällig selbst der Prüf-ende?
stefan
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Wieso, je Größer das Flies, um so mehr nimmt es auf. Habe sie sogar HU abgenommen bekommen.
Nee - so was nimmt kein TÜV ab.
Skeptisch
Michael
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Du bist nicht zufällig selbst der Prüf-ende?
Oder so. ;D
Zustimmend
Michael
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Nee - so was nimmt kein TÜV ab.
So was nimmt der TÜV sehr wohl ab, auch die TÜV Prüfer wissen, das ältere englische Fahrzeuge immer irgendwo etwas Öl verlieren.
Meine Idee mit dem Wechselflies hat dem Prüfer gut gefallen.
Aber natürlich stand im Prüfbericht " leichter Ölverlust "
Gruß
Harald
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Nee - so was nimmt kein TÜV ab.
Skeptisch
Michael
Ihr könnt mich mal....!
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So was nimmt der TÜV sehr wohl ab, auch die TÜV Prüfer wissen, das ältere englische Fahrzeuge immer irgendwo etwas Öl verlieren.
Wow,
das hätte ich nie und nimmer gedacht. Danke für die Info.
Erstaunt
Michael
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Ihr könnt mich mal....!
Ja, diese Aussage passt in das Bild, dass ich von Dir gewonnen habe.
Nicht überrascht
Michael
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Ihr könnt mich mal....!
Mein Vater sagte immer:
" Das ist eine höfliche Aufforderung, der man nicht unbedingt folge leisten muß !" ;D
Gruß
Harald
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Mein Vater sagte immer:
" Das ist eine höfliche Aufforderung, der man nicht unbedingt folge leisten muß !" ;D
Ein weiser Rat! ;D
Schmunzelnd
Michael
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wer oder was ist hier nicht dicht ? ;D
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Michael,
ich denke, wir sollten das Wort Leiche etwas elastischer auslegen.
Immerhin traute ich mich garnicht mehr so ein Monster, nur auf
Böcken stehend, zu unterkrabbeln.
Das ist doch sehr sportlich.
Also Leichensport.
..Ich habe es überlebt:-) ;)
Stefan
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wer oder was ist hier nicht dicht ? ;D
;D
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Mein Shadow verliert auch Öl und ein wenig Kühlwasser (aus den Kontrollbohrungen, sonst ist der Motor erstaunlich sauber und dicht). In der Garage habe ich mir daher auf den Boden unter die tropfenden Stellen Auffangbleche mit Vlies gelegt, damit nicht alles vollgesifft wird. Den Motor selbst reinige ich regelmäßig von Hand, wenn der Wagen über einer Grube oder auf einer Hebebühne steht. Dadurch bemühe ich mich, die während der Fahrt abtropfenden Mengen so gering wie möglich zu halten (natürlich wird dennoch etwas abtropfen, klare Sache). Sobald ich die Kohle für eine Motorrevision beiseite habe und sie durchgeführt worden ist, hört auch die Tropferei auf...
Ich glaube auch eher nicht, dass der TÜV-Prüfer (oder Baurat, wie man früher so schön förmlich sagte) zu einer solchen Konstruktion seinen Segen geben wird.
Viele Grüße aus der Südpfalz
Andreas
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Guten Abend,
so zur Tasse Tee.
Ich erfreue mich zuweilen auch am außen trockenen Motor.
Jedoch, ich erinnere, früher habe ich meinen Vater fragend einen
ersten Einstieg gefunden.
Damals war auf dem Garagenboden nämlich auch rote, gelbe, klare,
grüne, schwarze usw. Flüsigkeit an verschiedenen Orten.
Er konnte mir genau erklären, was Hydraulikflüssigkeit, was Getriebe-
öl, Bremsflüssigkeit usw. ist, und wo vom Auto sie den Weg ins Freie findet.
So konnte ich früh sehend, schmeckend, riechend eine Einstieg finden.
Ich konnte auch, wenn er nach dem "Garagieren" wieder in die gute Stube kam
in etwa abschätzen was gerade seine Aufmerksamkeit erweckte.
Das fehlt heutzutage doch ziemlich, es ist alles viel zu aseptisch geworden.
Irgendwie war das damals auch alles garnicht soo giftig und gesellschaftsunfähig
wie heute (wobei das auch stilistisch sehr interessant ist, mal sieht man keinen Auspuff,
dann etwas später müssen es zwei sein, rechts und links, dann wieder richtig dick usw.,
na gut, ölen und markieren ist eben von zeitloser Eleganz).
Noch heute sehe ich ein wenig wehmütig, an besonderer Stelle in der Garage die alten
Kleckse eines längst von uns gegangenen (meinem Liebling) Oldtimers.
Immerhin das hat er zurückgelassen.
Ansonsten ist in meiner Ansammlung nur ein einziges Fahrzeug trocken.
Ein Volvo, ungeöffnet, nur gewartet, 412tkm.
Einfach irre.
Der Rest ist nicht ganz dicht, so wie man in Süddeutschland sagen würde;
Wie der Herr so des Gscherr.
Stefan
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Stefan, ich muss schon zugeben, dass ich die Inkontinenz meines alten (und heißgeliebten!) Opel Rekord immer mit einem Augenzwinkern betrachtet habe. Etwas anderes ist mir einfach nicht übrig geblieben, da mir schlicht die Kohle gefehlt hat, um den eingelaufenen Getriebsimmerring ersetzen und die Welle feinabdrehen zu lassen...
Natürlich habe ich den Rolls nach dem Kauf erstmals im Monat Mai 2015 in der heutigen Garage untergestellt und ihm ausführlich Zeit dafür gelassen, sein Revier umfangreich zu markieren. Dann irgenwann kam ich auf den Gedanken, dass die Garage ja gar nicht mir gehört... :o
Die Besitzerin der Garage hat dann aus ihrerm Kellerversteck einen schneeweißen (!), Hochflorteppich (!) gezerrt - den haben wir dann gemeinsam in der Garage ausgebreitet und Abby hat die Generalerlaubnis bekommen, ihn einzusiffen (siehe Bild)!
Da ich (als alter Hypo- und Cyberchonder und "Fürchtebutz" (pfälzisch für ängstliche Personen an der Grenze zum Wahnsinn)) immer Angst davor hatte, dass Abby mit ihrem heißen Motor ebendiesen Teppich in Flammen aufgehen lassen würde, habe ich die Variante mit den Blechen gewählt - und Stillosigkeit hat Einzug gehalten... ::)
Viele Grüße
Andreas
-
Ein großer, flacher Kasten mit Katzenstreu (oder Sägespäne für die Hobbytischler) wäre doch sinnvoller :)
-
Hallo Andreas,
die Variante mit dem "Katzenstreu" halte ich auch für besser,
denn der Betonboden muss atmen, der Teppich hält ihn und sich
und die Umgebung allerdings feucht.
Die ganze klamme Jahreszeit einen solchen Untergrund wird Dich
und Abbey nicht glücklich machen.
Stefan
-
Ein großer, flacher Kasten mit Katzenstreu (oder Sägespäne für die Hobbytischler) wäre doch sinnvoller :)
Hallo Andreas,
die Variante mit dem "Katzenstreu" halte ich auch für besser,
denn der Betonboden muss atmen, der Teppich hält ihn und sich
und die Umgebung allerdings feucht.
Die ganze klamme Jahreszeit einen solchen Untergrund wird Dich
und Abbey nicht glücklich machen.
Stefan
Da habt ihr beiden natürlich vollkommen recht. Ich glaube, dass der Teppich auch aus diesem Grund nicht ganz zwei Wochen gelegen hat.
Aber sehr schick war er! Das hatte Wohnzimmerqualität! :) ;)
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Guten Abend,
so zur Tasse Tee.
Ich erfreue mich zuweilen auch am außen trockenen Motor.
Jedoch, ich erinnere, früher habe ich meinen Vater fragend einen
ersten Einstieg gefunden.
Damals war auf dem Garagenboden nämlich auch rote, gelbe, klare,
grüne, schwarze usw. Flüsigkeit an verschiedenen Orten.
Er konnte mir genau erklären, was Hydraulikflüssigkeit, was Getriebe-
öl, Bremsflüssigkeit usw. ist, und wo vom Auto sie den Weg ins Freie findet.
So konnte ich früh sehend, schmeckend, riechend eine Einstieg finden.
Ich konnte auch, wenn er nach dem "Garagieren" wieder in die gute Stube kam
in etwa abschätzen was gerade seine Aufmerksamkeit erweckte.
Das fehlt heutzutage doch ziemlich, es ist alles viel zu aseptisch geworden.
Irgendwie war das damals auch alles garnicht soo giftig und gesellschaftsunfähig
wie heute (wobei das auch stilistisch sehr interessant ist, mal sieht man keinen Auspuff,
dann etwas später müssen es zwei sein, rechts und links, dann wieder richtig dick usw.,
na gut, ölen und markieren ist eben von zeitloser Eleganz).
Noch heute sehe ich ein wenig wehmütig, an besonderer Stelle in der Garage die alten
Kleckse eines längst von uns gegangenen (meinem Liebling) Oldtimers.
Immerhin das hat er zurückgelassen.
Ansonsten ist in meiner Ansammlung nur ein einziges Fahrzeug trocken.
Ein Volvo, ungeöffnet, nur gewartet, 412tkm.
Einfach irre.
Der Rest ist nicht ganz dicht, so wie man in Süddeutschland sagen würde;
Wie der Herr so des Gscherr.
Stefan
das ist es eben: Mich ärgert eine belehrende überhebliche und obrigkeitshöriege Art mancher Zeitgenossen, gerade in solchen Foren. Ich weiß nicht, ist es Neid, oder Schiß, für sein eigenes Fahrzeug und sein Handeln Verantwortung zu übernehmen, indem man manches bauartbedingtes nicht 100%entig lösbares Problem, wie etwa die Ölinkontinenz an klassischen Fahrzeugen durch Improvisation löst. Ich befasse mich seit jetzt über dreißig Jahren mit alten Autos, mit dem Rolls-Royce Silver Shadow seit fast 25 Jahren. Hatte davor nie gedacht, das Autos der Nobelmarken Rolls-Royce, Mercedes oder Jaguar undichter sind, als die damals als billig verschriehenen japanischen Autos. Mir fällt allmählich auf, das Oldtimer heutzutage als herzeige, Spekulationsobjekte, Selbstbewustseinskrücken, sehr beliebt sind, aber als Alltagsfahrzeuge immer mehr aus unserem Straßenbild verschwinden und dies auch politisch gewollt ist. Daran haben als Lobbyistengruppen wie die Autoindustrie, die neu verkaufen will, TÜV, Dekra und Co. die unter scheinbaren Sicherheits und Umweltaspekten auch Kasse machen wollen ein großes Interesse und einen guten Draht zur Politik.
Es ist nicht generell möglich, den Stand der Technik vor 40 Jahren auf das heutige Nivou anzugleichen.
Auch fällt mir auf, das manche Tüv Prüfer jünger sind, als unsere Oldies und sich mit den speziellen Probemen nicht befassen können oder wollen.
Um auf meinen Leichenwagen zurrück zu kommen ist die Sache mit dem Ölverust am Kurbelwellenende eben so, das ich den Motor, ein OM 621, 200D mal habe überholen lassen und auch ein neuer Dichtring an der Stelle verbaut worden ist, aber eben die Kurbelwelle an der Stelle eingelaufen ist. Diese ist trotz dem guten MB Classic Center Service, nicht mehr neu zu bekommen. Reperatur wäre sehr aufwendig mit zweifelhafetem Ausgang, da wäre mit auf Übermaß schleifen, wie bei den KW Lagern nichts zu machen.
Wozu schreibe ich das jetzt hier? Bin durchaus kritikfähig, lasse mich aber nicht auf so ne blöde Art angehen. Es sind meine Autos und nicht Eure, egal ob Leichendaimler oder RR.
Mit besten Grüßen.
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Moinsen,
ich meinte es verhält sich in etwa so:
Der Richtende, also hier der Urteilende (das kann auch der Betroffene, in Respons, sein),
richtet zunächst und vor allem sich selbst und seine Weltanschauung.
Der Richtende ist naturgemäß versucht, sein Weltbild zu erhalten.
Ob der Gerichtete ein ähnliches Weltbild hat, ist im Allgemeinen nicht zu erwarten.
So ist es doch wünschenswert, den einen und den jeweils anderen Betroffenen so zu verstehen
wie er sich selbst, den jeweils anderen richtend, richtet.
Das macht dann den Unterschied, und gerade der Unterschied unterscheidet uns vom Totsein.
Dann sind wir nämlich alle gleich.
Nämlich tot.
Solange wir aber am Leben sind, sollten wir akzeptieren lernen, daß es viele Wahrheiten und
Seinsberechtigungen gleichberechtigt nebeneinander geben sollte.
Stefan
Stefan
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Wozu schreibe ich das jetzt hier?
Ja, das frage ich mich gerade ...
Bin durchaus kritikfähig, lasse mich aber nicht auf so ne blöde Art angehen.
Ich konnte hier nicht entdecken, wo das jemand getan haben soll. Ich lese da nur was von Dir, was sich nicht so freundlich anhörte ("Ihr könnt mich mal"). Aber der freundlichen (?) Aufforderung wollte ja keiner nachkommen ;)
Es sind meine Autos und nicht Eure, egal ob Leichendaimler oder RR.
Mit besten Grüßen.
Hat das jemand bestritten, dass es Deine Kisten sind? Aber wenn Du hier dazu postest, musst Du irgendwie ja auch damit leben, dass sich andere dazu äußern. Ist ja wohl auch der Sinn von Foren.
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das ist es eben: Mich ärgert eine belehrende überhebliche und obrigkeitshöriege Art mancher Zeitgenossen, gerade in solchen Foren. Ich weiß nicht, ist es Neid, oder Schiß, für sein eigenes Fahrzeug und sein Handeln Verantwortung zu übernehmen, indem man manches bauartbedingtes nicht 100%entig lösbares Problem, wie etwa die Ölinkontinenz an klassischen Fahrzeugen durch Improvisation löst. Ich befasse mich seit jetzt über dreißig Jahren mit alten Autos, mit dem Rolls-Royce Silver Shadow seit fast 25 Jahren. Hatte davor nie gedacht, das Autos der Nobelmarken Rolls-Royce, Mercedes oder Jaguar undichter sind, als die damals als billig verschriehenen japanischen Autos. Mir fällt allmählich auf, das Oldtimer heutzutage als herzeige, Spekulationsobjekte, Selbstbewustseinskrücken, sehr beliebt sind, aber als Alltagsfahrzeuge immer mehr aus unserem Straßenbild verschwinden und dies auch politisch gewollt ist. Daran haben als Lobbyistengruppen wie die Autoindustrie, die neu verkaufen will, TÜV, Dekra und Co. die unter scheinbaren Sicherheits und Umweltaspekten auch Kasse machen wollen ein großes Interesse und einen guten Draht zur Politik.
Es ist nicht generell möglich, den Stand der Technik vor 40 Jahren auf das heutige Nivou anzugleichen.
Auch fällt mir auf, das manche Tüv Prüfer jünger sind, als unsere Oldies und sich mit den speziellen Probemen nicht befassen können oder wollen.
Hm,
das klingt für mich, als wäre die Welt verdammt ungerecht. :'( Ein beherzter Ausruf wie "Ihr könnt mich mal" hat da sicherlich befreiende Wirkung. ;)
Bin durchaus kritikfähig, lasse mich aber nicht auf so ne blöde Art angehen.
Deine Kritikfähigkeit konnte ich hier, wie auch schon in anderen Threads, bisher leider nicht feststellen. Aber vielleicht liegt es ja auch einfach an unserer "blöden Art". ;)
Stirnrunzelnd
Michael
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Erinnert mich an die Meldung von einem Geisterfahrer - dieser meinte dann - nein hunderte ;-)
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Hm,
das klingt für mich, als wäre die Welt verdammt ungerecht. :'( Ein beherzter Ausruf wie "Ihr könnt mich mal" hat da sicherlich befreiende Wirkung. ;)
..Ja, die Welt ist verdammt ungerecht, vorallem das eure Autos so unzuverlässig sind... >:D
-
Moin,
versteh ich nicht.
Letztes Wochenende habe ich auf einer Marathonfahrt knapp 400 l
Sprit durchgeblasen.
Ausser tanken und pinkeln gehen fiel nichts an, da seh ich jetzt
keine Unzuverlässigkeit.
Stefan
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..Ja, die Welt ist verdammt ungerecht, vorallem das eure Autos so unzuverlässig sind... >:D
Das habe ich leider auch nicht verstanden. ???
Ich bin erst im Oktober mit einem meiner Oldies kreuz und quer durch Italien bis Palermo und zurück gefahren. Die einzige Panne hatte ich, als ich die Kiste in Kalabrien am Strand festgefahren habe und von freundlichen Fischern heraus geschleppt werden musste:
(http://www.bentley-forum.de/board/index.php?action=dlattach;topic=5141.0;attach=16133;image)
Das laste ich aber weniger der Unzuverlässigkeit des Autos als meiner eigenen Dusseligkeit an. :o
Rätselnd
Michael
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Letztes Wochenende habe ich auf einer Marathonfahrt knapp 400 l Sprit durchgeblasen.
Eintausend Kilometer weit ist doch keine Marathonfahrt ? ;D
Gruß
Harald
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Hallo Harald,
es war etwa 58,75 mal die Marathonstrecke,
ich wollte das Licht nicht gleich so hoch hängen. ;)
Stefan
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(http://www.bentley-forum.de/board/index.php?action=dlattach;topic=5141.0;attach=16133;image)
Wer hat denn die hintere linke Tür so schlecht lackiert ? ???
Gruß
Harald
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Hallo Harald,
ansonsten hätte ich gegen 40 l / 100 km auch nichts einzuwenden,
wenn das Fahrvergnügen stimmte.
Ich wusste gar nicht, dass die Shadow Vorgänger so durstig sind. ;D
Stefan
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Eintausend Kilometer weit ist doch keine Marathonfahrt ? ;D
Cool, Harald,
exakt diese Frage lag mir auch auf den Lippen. >:D
Lachend
Michael
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Wer hat denn die hintere linke Tür so schlecht lackiert ? ???
Keine Ahnung, Harald.
Die habe ich mir so gebraucht gekauft, nachdem die Originaltür im unteren Bereich durchgerostet war. Wenn Du genau hinschaust, dann wirst Du erkennen, dass der vordere Kotflügel farblich auch nicht ganz passt. Auf dieser Seite sind nur Fahrertür und hinterer Kotflügel original. Die andere Fahrzeugseite sieht übrigens nicht besser aus. ::)
Die Kiste wird halt nur im Winter und auf den wirklich langen Touren genutzt. Was soll ich da groß in eine Lackierung investieren?
Und wenn Ihr da jetzt weiter bohrt, dann sage ich Euch: Ihr könnt mich mal! ;)
Augenzwinkernd
Michael
-
Und wenn Ihr da jetzt weiter bohrt, dann sage ich Euch: Ihr könnt mich mal! ;)
...gernhaben, Michael? Aber gern! ;D ;D
Amüsierte Grüße aus der Südpfalz
Andreas
P.S. Steckenbleiben ist doch weder ein Problem noch eine Schande! Das kommt in den besten Häusern vor (Verlinkung funzt nicht, Bild stammt von www.rrab.de und kann dort unter der Sektion den RR Camargue betreffend gefunden werden):
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Und wenn Ihr da jetzt weiter bohrt, dann sage ich Euch: Ihr könnt mich mal! ;)
Naja, ich bin schon ein bisschen enttäuscht über den Zustand Deiner Oldtimer ...
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Na Andreas,
schon mal ein bischen Camargue kieken?
Soll das mal Dein Zweitwagen werden?
Stefan
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Naja, ich bin schon ein bisschen enttäuscht über den Zustand Deiner Oldtimer ...
Ja, das finde ich auch, echt. Man könnte fast meinen, das Auto kann Dich mal.... ;D
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Naja, ich bin schon ein bisschen enttäuscht über den Zustand Deiner Oldtimer ...
Ich auch ...
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Ja, das finde ich auch, echt. Man könnte fast meinen, das Auto kann Dich mal.... ;D
Und genau so ist es, Andreas. ;D
Der Mercedes W123 ist nach meiner persönlichen Erfahrung der beste Oldtimer, den man sich wünschen kann, was Einfachheit der Konstruktion, Belastbarkeit, Reparaturaufwand und Unterhaltskosten angeht. Aber er ist und bleibt meines Erachtens eine hässliche Kiste mit dem Charme eines Mähdreschers. Ich finde, große Investitionen in die Optik lohnen da einfach nicht. Solange die Technik in Schuss ist und keine Teile rostbedingt abfallen, ist alles im grünen Bereich.
Pragmatisch
Michael
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Moin,
versteh ich nicht.
Letztes Wochenende habe ich auf einer Marathonfahrt knapp 400 l
Sprit durchgeblasen.
Ausser tanken und pinkeln gehen fiel nichts an, da seh ich jetzt
keine Unzuverlässigkeit.
..also ca. 2000km
Stefan
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Und genau so ist es, Andreas. ;D
Der Mercedes W123 ist nach meiner persönlichen Erfahrung der beste Oldtimer, den man sich wünschen kann, was Einfachheit der Konstruktion, Belastbarkeit, Reparaturaufwand und Unterhaltskosten angeht. Aber er ist und bleibt meines Erachtens eine hässliche Kiste mit dem Charme eines Mähdreschers. Ich finde, große Investitionen in die Optik lohnen da einfach nicht. Solange die Technik in Schuss ist und keine Teile rostbedingt abfallen, ist alles im grünen Bereich.
Ist es ein Diesel oder Benziner? Ich habe den Vorgänger den /8 und den VorVorgänger, eben jene Heckflosse als Bestatter.
Pragmatisch
Michael
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Moin,
so etwa 2350 km, 27h.
Von Start bis Ziel 5 h geschlafen + Katzewäsche, ein paar Kaffee, ein paar Tee, ein bischen Wasserlassen
im Grünen, beim Beine vertreten (Venenschwäche) ein paar mal um die Kiste rum ob irgendwo Auffälligkeiten
sind.
Ansonsten Landschaften genießen.
Stefan