Autor Thema: Motoroelueberfuellung  (Gelesen 288 mal)

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Offline fixel7

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Motoroelueberfuellung
« am: Mi.25.Dez 2019/ 06:40:15 »
Hallo freunde,

frohes Fest und nen guten Rutsch allerseits.
folgende Frage:
wenn wir mal ca. 2 l zuviel des guten Motoroels in unseren 6,75l V8 fuellen - aus welchen gruenden
auch immer -
1. welche Wirkung wird diese Uebernormoelmenge entfalten
2. wo lang wird das ueberschuessige oel wieder austreten bzw zum vorschein kommen ?

Kontrollbohrungen ? Teilverbrennung im Motor mit Restausstoss via Kollektor _
Maltraitage der Dichtungen der Oelkreislaufpumpen des Motors
or just ignore it, the british way - fragezeichen, meine tastatur spinnt mal wieder und
macht statt sonderzeichen kyrillisch.

Ich bin sehr gespannt auf Eure Erklaerungen
Weihnachstgruesse vom Lemberger Markt
von
fixel

Offline Udinho

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Re: Motoroelueberfuellung
« Antwort #1 am: Mi.25.Dez 2019/ 13:57:09 »
Keine Ahnung, wie unsere Motoren darauf reagieren. Manche sollen empfindlicher sein, andere weniger. Wer tut denn so was auch? Wer kommt denn überhaupt auf die Idee, mit 2 Liter zuviel an Motoröl zu fahren? Warum nicht abpumpen oder ablaufen lassen? Dann ist das Problem gelöst.

Wenn 20 % zuviel an Öl drin sind, denke ich, wird das Öl von der Kurbelwelle geschäumt wie Milch in der Espressomaschine oder so. Dann wird nicht mehr nur Öl mehr rumgepumpt, sondern auch jede Menge Schaum. Statt ausreichend Öl kommt Luft zwischen Kolben und Zylinderwände, so daß der Schmierfilm abreißt und ruckzuck ein kapitaler Motorschaden entsteht. Mit 20 % zuviel Öl im Motor würde ich nicht mehr fahren. Das läuft ja fast am Loch des Ölpeilstabs raus :-).

Alle andere Gefahren wie zu hoher Öldruck, Öl in der Motorentlüftung, das dann in den Verbrennungskreislauf kommt, so daß auch der Kat schaden nehmen dürfte, kannst Du wohl vergessen. Bevor es dazu kommt, ist in so einem Extremfall der Motor schon hinüber.

Möglicherweise gehören unsere Motoren zu den empfindlicheren gegenüber zuviel Öl, weil sie z.B. nach Ansicht der Australier eh schon mit sehr, wenn nicht zu viel Öl fahren. Dort geistern Empfehlungen herum, nach denen der Schaft für das Peilstabloch um 1 cm gekürzt werden soll, damit die Anzeige auf dem Peilstab dann immer schon zu hoch ist und entsprechend weniger Öl eingefüllt wird. Ob das wirklich empfehlenswert ist, weiß ich nicht. Ich fülle aber sozusagen als Mittelweg bloß bis maximal etwa zur Hälfte zwischen Max und Min auf. Der TurboRL braucht kaum 0,2 l auf 1000 km, da kommt oftmals zwischen den jährlichen Ölwechseln kein Nachfüllen vor. Der Conti braucht noch weniger, auf 10.000 km geht etwa 1 Liter drauf. Bei den ruhigen Langstreckenfahrten mit dem Auto kommt ein Ölwechsel auch mal erst nach 12.000 km zustande, auch dafür reicht das Öl ohne nachfüllen. Nur der Shadow gönnt sich mehr, ist halt ein Schluckspecht.

Schönen Feiertag, Gruß - Udo
SSI SRH17687
TURBORL MCX35566
ContinentalR TCH53032

Offline fixel7

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Re: Motoroelueberfuellung
« Antwort #2 am: Mi.25.Dez 2019/ 14:04:20 »
Hallo Udo,

der Chauffeur hatte einen zuviel in der Krone und wir hatten beim Nachfuellen kaum Licht
im Dunkeln, ausserdem regnete es :cats and dogs", kurzum zuviel des guten, allerdings
gleich gemerkt und nur 5 km gefahren.
Jetzt dampft das Oel und ich habe die Oelpumpendichtungen im Verdacht, die Kosakentortur
nicht ueberstanden zu haben - der Motor hat ganze 40,000 km.
Nach Neujahr schauen wir mal nach, dann weiss ich mehr.
Frohe Feiertage vom unverzagten
Fixel