Autor Thema: Motor springt gut an, geht bei Einlegen der Fahrstufe im kalten Zustand aber aus  (Gelesen 234 mal)

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Offline Blessington

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Hallo zusammen!

Gestern habe ich zum ersten Mal wieder die Gelegenheit gefunden, nach der Überholung der Vergaser mit meiner Abby durch die Dörfer zu ziehen. Dabei kam es in der Kaltlaufphase zu Problemen, die ich so noch nie an dem Wagen hatte.

Bevor ich den Motor starte, trete ich das Gaspedal langsam einmal bis auf den Boden durch, dann schalte ich die Zündung ein und warte, bis das feine Tickern aufhört, dann starte ich den Motor. Wenn sie länger gestanden hat,  dauert es ein bisschen, bis sie anspringt, läuft dann aber gewöhnlicherweise stabil mit erhöhter Leerlaufdrehzahl.

Gestern hatte ich das Problem, dass der Motor nach dem Starten im Kaltlaufbetrieb ausgegangen ist, nachdem ich die Fahrsufe für den Rückwärtsgang eingelegt habe. Also wieder nach "P" geschaltet und neu gestartet. Er sprang sofort an und lief im Leerlauf stabil. Dann dasselbe Spiel: Fahrstufe eingelegt - und aus war er.

Irgendwie habe ich Abby dann aus der Garage bekommen und erstmal im Leerlauf drehen lassen. Um aus dem Hof zu fahren hat sich dass das Spiel mit dem Ausgehen beim Fahrstufeneinlegen noch zweimal wiederholt.  >:(

Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass der Motor nach dem Ausgehen immer sofort auf Schlüsseldreh angesprungen ist, ich musste nicht "orgeln" oder so.
Nach längerer Rummacherei hätte ich den Eindruck, sie läuft etwas stabiler, also habe ich "D" eingelegt - es hat knapp zum Weiterlaufen gereicht. Also bin ich frech einfach losgefahren. Während der ersten Kilometer hätte ich den Eindruck, das die Schaltvorgänge etwas ruppig sind, das mag ich mir aber auch eingebildet haben.

Im warmen Zustand gab es gar keine Probleme, sie lief sehr gut im stop-and-go, auf der Landstraße und schließlich eine längere Strecke auf der Autobahn. Alles war wie immer. ???

Könnt ihr mir einen Rat geben, wohin ich anhand dieser "Symptome" meine Aufmerksamkeit zuerst richten sollte?

Wie gesagt, die Vergaser sind gerade frisch überholt, Weakener funktioniert, Vergaserdämpfer haben Öl (das kontrolliere ich aber extra nochmal und mache nochmal einen Tropfen rein). In meiner Vorstellung kann es doch eigentlich nur daran liegen, dass die Leerlaufdrehzahl im Kaltlauf zu niedrig ist/ die Startautomatik nicht richtig funktioniert hat....

Ich bin für Eure Rückmeldungen dankbar. :)

Viele Grüße aus der Südpfalz

Andreas

Edit: kann ich eventuell aus Versehen die durch Gaspedaldruck eingeschaltete Startautomatik durch Gasstöße wieder ausgeschaltet haben? Ich meine, mich zu erinnern, dass ich beim allerersten Starten doch das Pedal halb getreten habe, um sie schneller anspringen zu lassen (also nachdem ich eigentlich die Startautomatik ganz normal wie immer aktiviert hatte)....
Kann das schon des Pudels Kern sein - die Startautomatik war gar nicht aktiv?

Andreas
« Letzte Änderung: Do.01.Nov 2018/ 11:12:54 von Blessington »
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Offline wellenkieker

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Hallo Andreas,

sehe ich auch so (Drehzahl runter, da Startautomatik deaktiviert),

kann man natürlich prüfen, wenn man einen Helfer und eine Stroboskoplampe mit Drehzahlmesser hat.
Oder erfühlen  ::).
Erklärte sich jedoch, in meinen Augen stringent, aus Deiner Beschreibung.

Da Du allerdings auch irgendwann mal losfahren möchtest, bevor die Nachbarn/Garagendame beginnen
auf Ihre durch Dein Handeln gefährdete Gesundheit zu achten, bedarf es einer Änderung. :-[

-> Wie es mit den Viskositäten des Motoröls und des Getriebeöls liegt kannst Du am besten beurteilen.

Womit allerdings das gefühlt ruppigere Schalten noch nicht geklärt ist.

Stefan

Offline Gert

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1: Gaspedal durchtreten und nachschauen ob die Chokeklappe im Gestänge mit der Leerlaufdrehzahlanhebung ganz einrastet.
2: prüfen ob der Magnet, der die Chokeeinrichtung zusätzlich halten soll, arbeitet.
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Offline Wraith39

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Langbeschreibung zu Gerts Antwort (die ich erst nach Schreiben dieses Beitrages gesehen habe):

Eine Sache, lieber Andreas, kannst Du ganz leicht machen: Teste bitte einmal die Kulisse, die die Kaltstartautomatik steuert. Da gibt es ja bekanntlich die drei Stufen.
Also: Wagen ist kalt und ausgeschaltet. Dann müsste eine Person im Auto einmal das Gaspedal (Zündung aus!) voll durchtreten und Du schaust, was passiert. Die Kulisse muss auf die oberste Stufe "fallen". Das geht auch, indem Du allein an der "Klokette" ziehst, bzw. dort, wo diese Kette befestigt ist (Gasgestänge). Udo hat das mal irgendwo wunderschön erklärt. Manchmal nämlich, da hängt dieses Treppchen fest, weil nicht genug Öl das Herunterfallen ermöglicht. Da hilft dann eine gute Dosis WD 40. Danach: Kulisse wieder in Ausgangsposition setzen und erneut testen, ob sie runterfällt. Wenn man einmal weiß, wie's geht, kann man sich ziemlich viel Ärger ersparen.
Natürlich gibt es noch andere Ursachen, z.B. der Magnet und die Starterklappe. Hier arbeitest Du Dich mal durch die Forenbeiträge unter "Starterklappe" durch. Auch dafür gibt es Tests.
Es ist gut möglich, dass Du nach dem Gelesenen nicht weiß, was ich meine. Bitte melde Dich in diesem Fall. ich werde dann versuchen, noch genauer zu sein und es zu beschreiben. Vorher aber kannst Du Dir diese Mechanik einfach mal am Objekt anschauen und testen, wie sie funktioniert (Zündung aus, Wagen kalt). Da kann nichts kaputt gehen.
Viel Glück und liebe Grüße,
Rudolf

p.s. die ruppigen Schaltvorgänge kommen von einem "falschen" Vakuum, wenn der Wagen zu untertourig/mager zu Beginn läuft
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Offline Blessington

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Vielen herzlichen Dank für Eure Antworten, die mich in meiner Vermutung bestätigt haben, dass der Fehler im Bereich der Startautomatik liegt.
Ich bin mir leider jetzt nicht ganz sicher, was mit "Kulisse" gemeint ist. Die "Klokette" hat bei mir auf Anhieb ein Bild im Kopf erzeugt.  :)
Hat jemand diese "Kulisse" als Foto für mich, damit ich auch auf die richtige Stelle schaue? ;)

Viele Grüße aus der Südpfalz

Andreas
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hier sieht man die "Klokette" bei meiner Corniche

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Offline Blessington

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Hallo zusammen - und vielen herzlichen Dank an Euch alle für Eure Rückmeldungen!

Ich habe gestern morgen also zusammen mit meiner Frau und einer kleinen Taschenlampe im Mantel den Weg zur Garage angetreten, um die Mechanik der Startautomatik zu testen. Ergebnis: alles funktionierte einwandfrei und wie es soll.

Also bleibt hier zunächst nur, die (wie ich es mir zusammenreime) peinliche Wahrheit zu beichten: ich muss vor einigen Tagen die Startautomatik, die ich durch den Gaspedaldruck eingeschaltet hatte, durch einen Gasstoß unbeabsichtigt wieder ausgeschaltet haben. Diesen Gasstoß hatte ich blödsinnigerweise wohl unterbewusst vorgenommen, um ein schnelleres Anspringen des Motors nach längerer Standzeit (gut vier Wochen) zu "erzwingen".  ::) :o
Der Motor lief in der Folge dann ohne erhöhte Kaltlaufdrehzahl - mit den hier beschriebenen Folgen. ::)

Also:
Abby: unschuldig.
Andreas: schuldig.

Aber:

Eine Sache trat dann unerwartet auf der Ausfahrt gestern doch noch auf: Als ich mit Abby etwa 400 Meter nach dem Beginn der Fahrt (also noch mit kaltem Motor) durch einen Kreisverkehr gefahren bin, ist sie mitten in der Kurve plötzlich ausgegangen. Ich habe sie an den Straßenrand gelenkt und dort völlig ohne Probleme wieder gestartet. Bei der weiteren Ausfahrt gabe es nicht die geringsten Probleme, auch bei weiteren Kreisverkehren oder Ampelstops nicht.... ???

Habt Ihr bei Euren Fahrzeugen schon einmal einen ähnlichen Vorgang erlebt?

Viele Grüße aus der herbstlichen Südpfalz

Andreas
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Offline Udinho

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Ja, schon erlebt. Kann nämlich sein, daß die Federspannung für die Starterklappe zu gering ist und die Klappe dadurch für kältere Witterungsverhältnisse zu schnell wieder offen ist. Erhöhung der Federspannung sorgt für längere Phase des langsamen Öffnens der Klappe. Oder die kleine Feder an der Stufenscheibe ist verschmutzt oder defekt.

Im übrigen verwende ich einen Trick, der - bei mir jedenfalls - den Motor auch nach drei Wochen Pause tadellos sofort anspringen läßt: Nach dem Abstellen des Motors nach einer Fahrt gebe ich im Motorraum von Hand Gas, drücke die Starterklappe gegen den Federdruck ganz runter und lasse das Gaspedel wieder los, erst dann lasse ich die Starterklappe auch wieder los. Die geht dann zwar gleich auf, klar, aber wenn der Motor erkaltet und die Federkraft nachläßt, geht die Klappe langsam zu und ist dann geschlossen, sobald der Motor mehr oder weniger abgekühlt ist. Der Fußtritt aufs Gaspedel beim nächsten Start erübrigt sich dann, die Klappe ist ja bereits zu. Aber das ist nicht der Punkt, sondern auf den Effekt kommt es an: Im Ansaugtrakt bleibt ein Benzin-Luft-Gemisch zurück, das beim Starten des Motors viel schneller ein zündfähiges Gemisch bereitstellt, der Motor springt sofort und auf Anticken mit dem Schlüssel an - auch nach drei Wochen noch.

Mußt Du mal ausprobieren. Aufs Gaspedal kannst Du ruhig trotzdem treten, nur sollte nichts mehr passieren, weil die Klappe ja bereits geschlossen sein sollte, wenn alles richtig funktioniert. Problem könnte evtl. die Stufenscheibe sein, auf der das Gaspedal aufliegt und über die die höhere Leerlaufdrehzahl gesteuert wird. Die wird über eine eigene kleine Feder bewegt, die aber ziemlich schwach ist. Wenn der Mechanismus verschmutzt ist oder die kleine Feder defekt/ausgeleiert/gebrochen, dann funktioniert die Erhöhung der Leerlaufdrehzahl nicht mehr richtig, manchmal ja, manchmal ein bißchen, manchmal gar nicht, halt zufällig so oder anders, aber nicht so, wie sie sollte. Übrigens kann man die Höhe der Leerlaufdrehzahl mittels der Schraube, die auf der Stufenscheiben aufliegt, einregulieren - immer vorausgesetzt, das ist alles bei Dir noch vorhanden und funktionstüchtig ... weiß man ja aus der Ferne nicht ...

Gruß - Udo
« Letzte Änderung: Sa.03.Nov 2018/ 16:47:26 von Udinho »
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Eine Sache trat dann unerwartet auf der Ausfahrt gestern doch noch auf: Als ich mit Abby etwa 400 Meter nach dem Beginn der Fahrt (also noch mit kaltem Motor) durch einen Kreisverkehr gefahren bin, ist sie mitten in der Kurve plötzlich ausgegangen. Ich habe sie an den Straßenrand gelenkt und dort völlig ohne Probleme wieder gestartet. Bei der weiteren Ausfahrt gabe es nicht die geringsten Probleme, auch bei weiteren Kreisverkehren oder Ampelstops nicht.... ???

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Hatte ich auch schon zwei mal, ausgegangen und sofort wieder angesprungen. Ursache war (nehme ich an, weil es danach nie wieder passierte) der Poltrenner an Batterie Minus, der hatte den Kontakt verloren, hab jetzt nen neuen eingebaut
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Offline Gert

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Hatte ich auch schon zwei mal, ausgegangen und sofort wieder angesprungen. Ursache war (nehme ich an, weil es danach nie wieder passierte) der Poltrenner an Batterie Minus, der hatte den Kontakt verloren, hab jetzt nen neuen eingebaut
Und die Lima hat gerade nicht geliefert?
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war halt so ;D klar geht die LiMa, vielleicht wg. der elektronischen Zündung
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