Autor Thema: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?  (Gelesen 8052 mal)

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Offline M a x

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US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« am: Di.30.Apr 2013/ 20:03:53 »
Hallo zusammen,

ich prüfe einen US Import. Es handelt sich um einen makellosen 98er Bentley.

37.000 Kaufpreis (Preis ist für diese spezielle Auto OK)
  2.000 Transport incl. NK (geschätzt)
  3.900 Einfuhrzoll (10% )
--------------------
42.900 Zwischensumme
  8.151 Umsatzsteuer (19%)
--------------------
51.051 Gesamtsumme

Soweit habe ich das verstanden.
Was kommt an Anpassung für die deutsche Zulassung noch dazu?

... Scheinwerfer?
... Reifen?
... Papiere?
... Abnahme/Test

In Summe geschätzte 2.500,--?

Gibt es Tipps um Zoll/Steuern zu sparen?
Einfuhr via Frankreich oder Niederlande?

Wenn ich das jetzt so schwarz/weiß vor mir sehe, dann wird es doch ganz schon "aufwendig"

Als Firmenwagen zulassen und die MWSt. ziehen, das könnte sich rechnen, besondere Aufmerksamkeit des Finanzamtes inclusive.

Sind die 98er Turbomotoren für den US Markt anders als für uns?
Sind US Importe später mal weniger gut verkäuflich?

hmmmmm, alles sehr spannend.

Gruß - Max

Offline Udinho

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #1 am: Di.30.Apr 2013/ 22:05:10 »
Zu den Einzelheiten Deiner Frage kann und will ich mich nicht äußern. Mir geht nur einfach die Frage durch den Kopf, ob Du ernsthaft glaubst, für tendenziell 55.000 Euro (!!) - den Betrag muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - in Europa keinen ordentlichen, Dir gefallenden TurboR finden zu können. Und hinfliegen müßtest Du ja auch noch - oder willst Du die Katze im Sack kaufen?

Gruß - Udo
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Offline M a x

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #2 am: Di.30.Apr 2013/ 22:32:49 »
Udo, eine Turbo R für 55 wäre natürlich Wahnsinn!

Ich hatte es nicht ausdrücklich geschrieben, da es nichts mit meiner eigentliche Frage zu tun hat, aber es geht um ein markant schönes Coupé.

Aber selbst so geht die Rechnung nicht wirklich auf . . .

Gru - Max


Offline Ex-DRB15051

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #3 am: Mi.01.Mai 2013/ 08:55:51 »


Als Firmenwagen zulassen und die MWSt. ziehen, das könnte sich rechnen, besondere Aufmerksamkeit des Finanzamtes inclusive.

Welche Mehrwertsteuer? Da ist doch beim Import aus USA keine drauf. Auch die State tax entfällt bei Export, das muss der Verkäufer regeln. Also bleibt da nur das bisschen Vorsteuer, was hier beim Umrüsten etc. anfällt.
Bentley Continental GLC Azure Bj. 2023

Offline Ex-DRB15051

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #4 am: Mi.01.Mai 2013/ 08:59:12 »
Udo, eine Turbo R für 55 wäre natürlich Wahnsinn!

Ich hatte es nicht ausdrücklich geschrieben, da es nichts mit meiner eigentliche Frage zu tun hat, aber es geht um ein markant schönes Coupé.

Aber selbst so geht die Rechnung nicht wirklich auf . . .

Gru - Max

Naja, wenn es Dir das wert ist und Du es Dir leisten kannst, ohne Dich dafür krumm zu legen, dann mach es doch einfach. Rechnen lässt sich weder unser Hobby insgesamt, noch das, was Du an Lebensfreude gewinnst, wenn Du Dein Traumauto fährst. Also kann das " just do it" durchaus die richtige Devise sein!
Bentley Continental GLC Azure Bj. 2023

Offline WHirsch

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #5 am: Mi.01.Mai 2013/ 09:53:31 »
Zum Firmenwagen: Vorsteuerabzug ist bei wartungsintensiven bzw. stark reparaturbedürftigen Fahrzeugen, also hohen Betriebskosten  interessant. Dagegen muss aber die 1% Versteuerung bezogen auf den Bruttoneuwagenpreis gerechnet werden, bei einem 98er Bentley vielleicht nicht ganz so wenig.

Offline M a x

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #6 am: Mi.01.Mai 2013/ 09:59:32 »
Welche Mehrwertsteuer? Da ist doch beim Import aus USA keine drauf. Auch die State tax entfällt bei Export, das muss der Verkäufer regeln. Also bleibt da nur das bisschen Vorsteuer, was hier beim Umrüsten etc. anfällt.

Korrekt muß es natürlich heißen: Einfuhrumsatzsteuer (19%)

So jedenfalls habe ich es so verstanden, Quelle u.a.: http://www.carsfromusa.de/importkalkulator/
« Letzte Änderung: Mi.01.Mai 2013/ 10:13:46 von M a x »

Offline M a x

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #7 am: Mi.01.Mai 2013/ 10:12:40 »
Zum Firmenwagen: Vorsteuerabzug ist bei wartungsintensiven bzw. stark reparaturbedürftigen Fahrzeugen, also hohen Betriebskosten  interessant. Dagegen muss aber die 1% Versteuerung bezogen auf den Bruttoneuwagenpreis gerechnet werden, bei einem 98er Bentley vielleicht nicht ganz so wenig.

1% puhh, das macht keinen Sinn, eher die Fahrtenbuchregelung.
Ich habe 2 Fahrzeuge so laufen und komme immer auf ca. 8-12% private Nutzung.
Das bedeutet: alle Kosten werden betrieblich geltend gemacht, abzüglich der 8-12%
Daher stört es mich nicht wirklich wenn ich Wartungsstau beseitige, sofern der Kaufpreis stimmt ;-)
Natürlich muß jede Fahrt nachprüfbar festgehalten werden.

Die Youngtimer nutze ich tatsächlich beruflich, wenn Wetter und Tour passen :-)
Daneben habe ich auch noch "private" Fahrzeuge, das untermauert die Glaubwürdigkeit :-0
Wenn die Privaten beruflich genutzt werden, stelle ich der Firma die Fahrkilometer in Rechnung.

So weit ein kleiner Ausflug in die betriebswirtschaftliche Betrachtung.

Gruß Max
Trotzdem interessiert mich noch das angenommene Zahlenwerk.

Offline M a x

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #8 am: Mi.01.Mai 2013/ 10:12:57 »
doppelpost :-(

Offline WHirsch

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #9 am: Mi.01.Mai 2013/ 21:54:51 »
1% puhh, das macht keinen Sinn, eher die Fahrtenbuchregelung.

...

So weit ein kleiner Ausflug in die betriebswirtschaftliche Betrachtung.


Mal ein Auslug in die Realitäten die einen so einholen können:

In der Regel kann Dir jeder gute Betriebsprüfer Dein Fahrtenbuch auf den Gegenwert von Toilettenpapier eindampfen. Die Differenz zu 1% des Bruttolistenpreises versteuerst Du dann ggf. über Jahre nach.
Möglicherweise stellt sich dann auch noch die Frage nach dem wirtschaftlichen/betrieblichen Interesse für Deine Fahrbereitschaft gleich mehrere Dienstwagen bereitzustellen.

Aber wie wir ja inzwischen lernen müssen ist die steuerliche Überprüfung hierzulande zumindest nicht so erfolgreich wie sie sein könnte und dann gibt es wohl auch noch je nach Bundesland Unterschiede.

Offline cferbrecht

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #10 am: Do.02.Mai 2013/ 09:50:16 »
Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Ich nehme an, es handelt sich um einen Continental R (das sollte bei einer solchen Anfrage auch kein Geheimnis bleiben) - da muss man wahrscheinlich die Scheinwerfer umrüsten (Sealed Beam-Einsätze haben i.a. kein Prüfzeichen, sind lichttechnisch schlechter und es gibt bei Ausfall nur schwer Ersatz), was ca. 200€ kostet; man braucht ein Datenblatt - dafür sind die Kosten unterscheidlich, je nachdem, ob Sie im DEKRA-Bereich wohnen (35€ von uns), der TÜV Süd eines hat (ca. 90€) oder Sie eines aus Crewe brauchen (ca. 400€).

Die eigentliche Abnahme nach §21 kostet etwa 250€; hinzu kommen die Kosten für den Zeitaufwand der Werkstatt, falls Sie nicht selbst zur Abnahme fahren.

Alle Preise zuzügl. MWSt., soweit anfallend.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Offline Alexander

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Re: US Import / Kosten, Folgen, Tipps?
« Antwort #11 am: Fr.19.Jul 2013/ 21:25:17 »
Eine Einfuhr über F/NL wird vermutlich keine Ersparnis bringen. Dort wird zwar bei Fahrzeugen, die älter als 30 Jahre sind, häufig die Warennummer für Sammlungsstücke anerkannt (folglich fällt nur Einfuhrumsatzsteuer zum ermäßigten Satz -wären in D 7%- an, aber kein Zoll), doch das Objekt Deiner Begierde ist dazu zu jung. Insbesondere bei einem betrieblich genutzten Fahrzeug kann ich aber von dieser "Einfuhrvariante" auch bei älteren Fahrzeugen nur abraten, einer Betriebsprüfung wird sie vermutlich nicht stanhalten.
Eine Verzollung privat zum regulären Satz kommt in F/NL teurer, da die Umsatzsteuersätze dort höher sind.
Gruß Alex
RR Silver Spur 1987
Bentley Turbo RT 1998
RR Phantom VII 2006