Liebe rege (be)ratende Mitglieder unseres Lieblingsforums,
nun darf ich von meinem ersten Totalausfall aus heiterem Himmel berichten:
An einem relativ trüben, aber trockenen Freitag habe ich die Lady (SS I, Bj. 75) aus der Garage geholt, habe den Wagen nachgetankt - und bekam vom Tankwart die Nachricht, daß Sprit aus dem Überlauf austreten würde. Zu diesem Zeitpunkt (unverständlicherweise!) nichts Böses ahnend, habe ich die Fahrt fortgesetzt. Als ich zwei Bekannte in den (zunächst stehenden und daher nicht tropgfenden) Wagen verfrachtet habe, fiel mir af, daß er nicht richtig anspringt. Immer noch arglos habe ich mich auf die Autobahn begeben und wollte diese nach ca. 20km wieder verlassen. In der Ausfahrt (die glücklicherweise nicht viel befahren war) ist es dann geschehen: Der Wagen ging aus, sobald ich das Gas wegnahm und langsamer wurde. Ich bekam fast einen Herzklabaster, als ich merkte, wie schwergängig auf einmal die Lenkung wurde.
Der Wagen sprang nach einigen Versuchen mühsam wieder an, um dann schließlich an der nächsten Ampel auszugehen. Dieses Spiel wiederholte sich drei Mal (ich danke den Düsseldorfern für ihre wunderbaren Rot-Wellen!), bis ich an einer Ampel kurz vor der Tankstelle, die ich erreichen wollte, vollständig zum Stehen kam. Nichts ging mehr. Er ließ Benzin aus dem Überlauf strömen, so lange die Zündung an war. Diese mußte ja auch zum Schieben eingeschaltet bleiben (oder geht es auch anders?), so daß wir den tropfenden Wagen mit vereinten Kräften auf einen Parkplatz schoben. Der Tankwart von gegenüber gebot mir, die Feuerwehr zu benachrichtigen, die auch kam (im Schlepptau: Die Polizei) und abstreute. Dann folgte der ADAC Tieflader etc etc. also das volle Programm! Von den neuigierig blickenden, hämisch grinsenden Düsseldorfer Sindelfingen-Jüngern einmal abgesehen hatten sich alle Beteiligten freundlich und kompetent verhalten.
Nach zwei Arbeitstagen hatte ich den Wagen zurück - die Schwimmerkammern (Düsen?) saßen mit einem cellophanartigen Zeugs zu. Ich hatte auf die beiden kleinen Vorfilter getippt, anchdem ich mich im Forum schlau gemacht hatte.
Jetzt läuft der Wagen tiptop - Weakener geht (Rörchentest gemacht, Wagen geht aus), Warmstart geht, Kaltstart geht, kein Stottern beim Anlassen, kein Schütteln des Motors - wie aus dem Bilderbuch (finde ich) Wagen zieht und beschleunigt perfekt etc etc.
Nur eines ist geblieben - ein leichtes Wummern (nicht als Geräusch, als Bewegung) im Leerlauf in Stellung 'D'. Das kann aber am Leerlauf liegen, der zu niedrig eingestellt ist.
Meine bange Frage nun: Wie kann ich sicher gehen, daß sich dieses Trauma nicht wiederholt?
Ist das 'normal' im Winter? Muß man diese Kammern jedes Jahr nachschauen?
Könnte etwas im Tank sein (Schmutz, Schlamm, Rost), was sich abgelagert hat, weil der Wagen sicher lange nicht voll betankt wurde? Ich habe ihn im August voll betankt und überführt, dann wieder im November, danach stand er für drei Wochen. Liegt es am Benzin (ich habe meist Super 95 getankt, aich schon mal SuperPlus, nie aber E10)? Der Wagen stand in einer Halle aus jeden Fall bei über Null Grad (auch in den kalten Tagen)?
Der Hauptbenzinfilter ist im März 2012 getauscht worden.
Ich habe die beiden Vorfilter bestellt (der Werkstattmensch sagte, es seien keine drin gewesen, das habe ich aber noch nicht selbst überprüft) und werde sie auf jeden Fall wechseln bzw. einbauen.