Ich denke auch, daß nichts passiert, wenn die Niveauregulierung den Hintern des Autos in der Höhe hält. Bei den SZ-Fahrzeugen ist das ja sogar prinzipiell so. Mein TurboR federt ja nicht wirklich auf den Spiralfedern, dafür sind die einfach zu mickrig, die taugen nur für den Notfall, daß die Niveauregulierung ausfällt. Eigentlich passiert das Federn auf einer Ölsäule, die gegen eine Membram mit Stickstoffgegendruck arbeitet, und wenn dieser "Federdruck" mangels Stickstoff weg ist, dann bleiben eben nur noch die mickrigen Spiralfedern als Notfederung.
Aber genau da wird es dann beim Shadow ärgerlich: Die Federn beim Shadow sind so weich, daß sie in ausgeleiertem Zustand oft schon im unbeladenen Fahrzeugzustand knapp über den "bumpstops" stehen und das Auto schon bei normalem Fahrbetrieb auf Bodenwellen mit Aufsetzen auf den Gummistoppern reagiert, ganz zu schweigen von einem Auto, in dem vier Personen fahren. Und weil bei einem 40 Jahre alten Auto tendenziell immer mit einem neuen Fehler zu rechnen ist, bleibt die Niveauregulierung bestimmt nicht verschont, und nach Murphy's Gesetz passiert das Übel mit Sicherheit, wenn das Auto schön beladen ist und gerade am Flughafen vorfahren soll - oder ähnlich. Ich finde es bei Rollietreffen schon ziemlich peinlich, wenn rund ein Viertel aller Shadows mit viel zu tief hängendem Heck rumfährt. So ein hängendes Heck sieht für mich vernachlässigt aus - aber das ist ja man nur mein ganz persönliches Empfinden.
Angesichts der Kosten für neue Federn, die nicht mehr ernsthaft der Rede wert sind, würde ich nicht mit so einem hängenden Heck rumfahren, das von der Niveauregulierung in der Schwebe gehalten wird. Wenn die Niveauregulierung versagt, bleibt einem Shadow mit guten Federn auch bei Besetzung mit vier Personen noch genug Federweg, um unbeschadet nach Hause zu kommen.
Und wenn die Federn nicht allzu ausgelutscht sind und der Trick noch nicht angewendet ist: Man kann oben wie unten die Höhe durch Einfügen von Scheiben/Ringen regulieren. 1 cm unten und 2 cm oben sind meines Wissens problemlos drin. Bevor ich vor Jahren die Federn erneuert habe, hatte ich mir passende Ringe drehen lassen, die unter und über der Feder eingefügt waren. Aber die Federn waren letztlich derart schlapp, daß 3 oder 4 cm Ausgleich auch nicht mehr gereicht haben.
Der richtige Stickstoffdruck in den Druckspeichern beträgt etwa 72 bar.
Gruß - Udo