Autor Thema: Fragen zum reparieren des Tachometers  (Gelesen 3287 mal)

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Offline RR-HB

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Fragen zum reparieren des Tachometers
« am: So.28.Mär 2010/ 12:22:23 »
Guten Morgen und schönen Start in die diesjährige Sommerzeit!

Mein Tachometer hatte ein gewisses Zittern, eher ein pendeln der Nadel, daß das schätzen der tatsächlichen Geschwindigkeit sehr erschwert hat. Die Amplitude beträgt gute 30m/hr.

Nun habe ich gestern das gute Stück ausgebaut und geöffnet. Jetzt liegen das Gehäuse, der Gehäusering mit Glas und natürlich die Mechanik en Block vor mir.
Erstens sind die Gummihutzen, die über den Blinklicht- und Fernlichtbirnchen gestülpt werden total versprödet und zerbröselt.

Was mir an der Mechanik auffällt ist, daß sie einen sehr sauberen, aber trockenen Eindruck macht und daß sie mir schwergängig erscheint. Werden die "Getriebe" nicht gefettet?

Hat jemand einen Tipp was die Ursache für die schwingende Nadel sein und wie ich das behebe kann und ob ich die Mechanik mit z.B. Nähmaschinenöl schmieren soll?

Viele Grüße,

Henning
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Offline cferbrecht

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #1 am: Mo.29.Mär 2010/ 11:13:52 »
Schwingende Tachonadeln rühren meistens von defekten Tachowellen her: Wenn die Seele der Welle sich auflöst, bleibt sie am Außenrohr hängen, wodurch der Zeiger nach unten geht; wenn nach einem kurzen Moment genügend Drehmoment vom Getriebe "angestaut" ist, dreht die Welle den Tacho mit Schwung weiter, so dass der Zeiger nach oben schnellt. Und so weiter – der Zeiger pendelt also um den Sollwert herum.

Eine Schwergängigkeit im Tacho selbst kann einen ähnlichen Effekt haben – was macht der Zeiger, wenn Sie den Tacho über eine Bohrmaschine direkt antreiben?

Die Zählwerke sollten leicht drehbar sein – ob ursprünglich Fett oder Öl drin ist, weiß ich nicht. Meistens genügt eine gute Reinigung; leichtes Uhrenöl wird aber vermutlich nicht schaden, solange man es sehr sparsam anwendet (es darf nicht auf Kunststoffteile und nicht in den magnetischen Zeigerantrieb gelangen).

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Quidvis recte factum, quamvis humile, praeclarum

Offline RR-HB

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #2 am: Mo.29.Mär 2010/ 13:01:45 »
Hallo Herr Erbrecht,

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Die Tachowellen laufen problemlos.
Ich hatte den Tacho vor dem Öffnen an den Akkuschrauber angeschlossen und da pendelte die Nadel munter vor sich hin.
Dann habe ich den Tacho geöffnet und eigentlich alles nur angesehen. Beim manuellen drehen des Antriebs viel mir eben diese Schwergängigkeit des Antriebes auf. Es fühlte sich an, als ob der Widerstand nicht konstant, sondern regelmäßig wiederkehrend und nur beim Drehen in eine Richtung auftreten würde. Das wiederum ließ mich darauf schließen, daß es an den "Schubmechanismus" für die Zähler liegen könnte. Aber bevor ich diese auseinander nehme habe ich sie einfach mal mit der Hand vorsichtig auf ihre Beweglichkeit geprüft. Naja, mir ist nichts weiter aufgefallen, aber es muss geholfen haben. Beim anschließenden Probelauf mit dem Akkuschrauber war das Pendeln verschwunden!!
Tacho wieder in die Dame eingebaut, eine Probefahrt gemacht, und was soll ich sagen, der Tacho zeigt korrekt gleichmäßig an.
Eventuell ist das Zählwerk für die Gesamtstrecke in der Vergangenheit unprofessionell manipuliert worden und klemmt nun nach einigen gefahrenen Meilen. Ich werde es beobachten.
Der Widerstand muss so groß gewesen sein, daß er sogar den "Tempomat" beeinflusst hat! :o Der hat in der Vergangenheit sehr ungleichmäßig eine ca. Geschwindigkeit gehalten. Aber nun regelt er ohne zu ruckeln konstant die Geschwindigkeit - sehr angenehm!

Kaum hat mein ein Problemchen gelöst, taucht gleich ein Neues auf: Jetzt ist der linke Scheinwerfer komplett ausgefallen – stromlos! Ich vermute einen Wackelkontakt am Sicherungskasten… ;)

Gruß,

Henning
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Offline SRH4422

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #3 am: Mo.29.Mär 2010/ 13:22:20 »
Kaum hat mein ein Problemchen gelöst, taucht gleich ein Neues auf: Jetzt ist der linke Scheinwerfer komplett ausgefallen – stromlos! Ich vermute einen Wackelkontakt am Sicherungskasten… ;)


Tja, da drücke ich dir mal die Daumen, dass es bei deiner Dame auch so simpel ist :) Die Wahrscheinlichkeit ist aber gegeben, da du ja räumlich in der Ecke gewerkelt hast.....
SRH4422 von 10/1968

Offline RR-HB

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #4 am: Mo.29.Mär 2010/ 13:28:49 »
Ich muß gestehen, daß ich sehr lachen musste als die Lampe dunkel blieb, denn ich hatte gerade den Beitrag "Lampe aus!" diesbezüglich im Forum gelesen....

Gruß,

Henning
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Offline SRH4422

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #5 am: Mo.29.Mär 2010/ 14:31:05 »
Dachte mir, dass du mit deinem zwinkernden Auge auf mein "Erlebnis" angespielt hast.

Lass uns wissen, was es war... wär ja nur zu komisch, wenn es bei dir auch der Sicherungskasten war.
SRH4422 von 10/1968

Offline RR-HB

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Re: Fragen zum reparieren des Tachometers
« Antwort #6 am: Sa.03.Apr 2010/ 20:48:50 »
Sieh da es waren die Stecker hinter der Platine!

Alle Stecker mal abgezogen und mit Kontaktspray getränkt und seit dem habe ich wieder zwei volle Lampen leuchten.
Tja, so wiederholen sich die Fälle und ein Forum hilft, schnell eine Lösung zu finden!

Gruß,

Henning
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