Hallo, ich mache so.
Den Lack oben mit einem Skalpell abtragen, hierbei eine
Schutzbrille aufsetzen, da oft kleine scharfe Splitter davonschießen.
An der Schnittstelle, vom oberen Holz zum Funier an der Seite habe ich
ein altes englisches Streichmaß benutzt um eine gerade Linie anzureißen.
Jedoch ist die Funiergrenze nicht linear. Somit bin ich dazu übergegangen
auch hier mit dem Skalpell eine Linie zu ziehen, die der Situation am Objekt
gerecht wird.
Dauer vier Tage. Etwa sechs Klingen. Nur für die Türhölzer.
An der Schnittstelle muss man etwas Lack zum Verschluss der
Naht auftragen, da sonst die Gefahr besteht, dass die später
aufgetragene Beize den noch bestehenden Lack am Funier
unterwandert.
Das Holz oben habe ich angeschliffen und mit Holzbeize "nussbaum mittel"
auf Wasserbasis zwei mal gestrichen. Dann vorsichtig angeschliffen,
um die nach dem Auftrag der Wasserbeize vereinzelt, jedoch nicht unbedingt
sichtbar abstehenden Holzfasern abzutragen. Das ist notwendig, da man sonst
später beim Streichen oder Lackieren keine sauberen Ergebnisse erzielen kann.
Dann mit Bootslack lackiert. Angeschliffen lackiert etc. Dauer vier bis fünf
Monate. Ob man sich das geben muss, bleibt offen.
Schwierig ist ein sauberer Übergang an der Schnittstelle der beiden
"Lackierungen". Hier kann man sehr viel Zeit lassen.
Oder man hat eine praktikable Polierlösung.
Material:
Clou für Holz Kratzfeste Beize nussbaum mittel.
Sandpapiere bis 600.
Verschiedene Künstler- und Malerpinsel.
Bootslack, Universalverdünner zum Pinsel-
reinigen.
Terpentin zum Lackverdünnen.
Diverse Skalpelle, Schutzbrille, Einmal-Handschuhe.
Sicher geht es auch anders.
Ich musste es mir aber so geben.