Ja, die Druckspeicher werden mit Stickstoff gefüllt.
Man kann die Speicher in eingebautem Zustand neu befüllen, der Druck sollte gut 70 bar betragen. Stickstoff ist preiswert, ein Nachfüllversuch kann sich daher lohnen. Dabei kann es aber passieren, daß die Kugel im Ventil unten im Druckspeicher anschließend nicht mehr gut dichtet. Die Schraubkappe auf dem Ventil muß mit einem neuen O-Ring aufgeschraubt werden.
Die Druckspeicher zu öffnen, ist kein Problem, wenn man genügend Kraft aufwenden kann, um den Ring, der die beiden Hälften zusammenhält, abzugedrehen. Dann kann man den Überholsatz (Membran, Kugeln, pp) verwenden. Anschließend wird mit Stickstoff befüllt.
Daß die Ventile zu tauschen seien, verstehe ich nicht. Auch dafür gibt es einen Überholsatz, dessen Anwendung sich aus dem Handbuch ergibt - auch keine große Sache. Ich habe aber bei meinem Shadow die Ventile noch nicht angerührt mit einer Ausnahme: In einem Ventil klapperte es mal, da war der Plastikkopf dieses kleinen Kolbens, der da drin läuft (non return valve), abgenutzt. Das Teilchen gibt es einzeln und wurde getauscht. - Will sagen: Ich würde die Ventile nicht anrühren, solange es dafür keinen offensichtlichen Grund gibt. An die Ventile kommt man leicht ran, wenn man einen Druckspeicher abschraubt. Einziges kleines Problem ist beim Shadow I, daß man an den hinteren Speicher nur rankommt, wenn man den vorderen zuvor abschraubt. Einzige zusätzliche Arbeit, wenn die Ventile also später mal Aufmerksamkeit verlangen, ist das Abschrauben der Druckspreicher und deren Entlüften - aber das ist eigentlich nicht der Rede wert.
Am einfachsten fährst Du natürlich, wenn Du das selbst machen willst, indem Du fertige Druckspeicher erwirbst und tauschst.
Der blutige Laie freilich fährt am besten, indem er Ventil und Druckspeicher tauschen läßt. Das kostet dann aber für beide Einheiten gleich an die 1.000 Euro. Dafür hat er dann für etliche Jahre Ruhe.
Gruß - Udo