Beim Treten des Bremspedals wird ein (ganz leicht konisch geformter) Kolben vorgeschoben, der zwischen zwei etwa S-förmig gebogene Kupferblechprofile gedrückt wird und dort beim Berühren den Kontakt herstellt. Diese Blechstreifen sind zwar elastisch und behalten im wesentlichen ihre Form, aber über die Jahrzehnte verlieren sie doch an Elastizität, so daß die Öffnung, in die der Kolben geschoben wird, sich weitet und schließlich zu groß ist, um noch eine Berührung zwischen Kolben und Blechstreifen zu ermöglichen. Zum anderen nutzen die Blechstreifen sich ab, auch dadurch vergrößert sich der Abstand, so daß der Kolben keinen Kontakt mehr herstellt. Der ganze primitive Mechanismus ist unter der Plastikkappe verborgen, die mit einem Drahtbügel über dem Schalter festgehalten wird.
Abhilfe bringt nur, den Schalter auszubauen, die Kontaktstreifen etwas zusammenzudrücken und den Schalter mit dem Kolben wieder einzusetzen. Der Kolben berührt dann wieder die Blechstreifen, wenn er vorgeschoben wird. Bei mir allerdings war die Elastizität der Blechstreifen schon derart verloren, daß nach kurzer Zeit wieder kein Kontakt mehr entstand. Daraufhin habe ich mir selbst aus Kupferblech (? Vielleicht ist es ja auch Stahl?) das elastisch-formstabil ist, solche Streifen nachgeschnitten und eingesetzt. Diese Streifen, richtig gebogen, sind einfach verschraubt. Das war vor mehr als 10 Jahren, es ist perfekt. Genommen habe ich diese manchem vielleicht bekannten kupferfarbenen Heftstreifen, die für Aktenordner verwendet werden. Die sind formstabil-eslatisch, trotz dauernden Hin- und Herbiegens verlieren sie nicht ihre Elsatizität. Wenn der Kolben also zwischen die beiden Streifen/Zungen gedrückt wird, weichen die Streifen nach außen aus, bleiben aber in Berührung mit dem Kolben und stellen den Kontakt her. Die Elastizität behalten diese Streifen offenbar über zig-tausende von Kilometern oder weit mehr als 10 Jahre. Ich habe den Schalter nie wieder bearbeiten müssen.
Ich weiß, die Beschreibung ist, ohne den Schalter oder ein Bild davon vor Augen zu haben, schwer nachzuvollziehen. Aber wenn Du den Schalter in den Fingern hast, verstehst Du sofort, was ich hier erkläre.
Diese Heftstreifen sind übrigens nicht die von diesen billigen Plastikheftern. Vielmehr habe ich Hefter verwendet, die man im Bürobedarf für Firmen wie Anwaltskanzleien verwendet, wo immer wieder dieselben Aktendeckel benutzt werden, die aber mit jedem Fall neue "Inlets" bekommen. Die dabei verwendeten Heftstreifen sind perfekt, lassen sich tausend Mal biegen und bleiben doch in genau der Form, die man ihnen gibt.
Ob's auch mit den einfacheren Heftstreifen geht, weiß ich nicht, käme halt auf einen Versuch an. Es ging mir dabei gar nicht mal darum, die 80 Euro für einen Austauschschalter zu sparen, sondern einfach um den Spaß, das Teil mit einfachen Mitteln selbst am Leben erhalten zu haben.
Gruß - Udinho