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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: DOT 3 oder DOT 4 - Bremsflüssigkeit
« Letzter Beitrag von Sara Benedict am Mi.10.Jun 2026/ 12:23:05 »
Hallo,

meines Wissens wirkt RR363 auch als Korrosionsinhibitor und es ist mit vermehrtem Rostfraß innerhalb des Bremssystems zu rechnen, wenn man auf Alternativen ausweicht.

Warnend

Michael
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Es wird nicht mehr lange dauern und die ausgebildeten Mechatroniker finden die Zylinder bei einem Motor nur noch bei angestecktem Diagnosegerät... ;)

Sicher richtig,

aber ich gehe davon aus, dass es auch weiterhin Spezialisten für alte Autos geben wird, da dieses Angebot weiterhin nachgefragt wird. Man muss sich als Besitzer alter Autos nur vor denen hüten, die gerne reparieren würden, es aber nicht können.

Optimistisch

Michael
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Allgemeine technische Themen / Re: SU-Doppelvergaser: Welcher versorgt welchen Zylinder?
« Letzter Beitrag von PY158 am Mi.10.Jun 2026/ 11:41:51 »
Es wird nicht mehr lange dauern und die ausgebildeten Mechatroniker finden die Zylinder bei einem Motor nur noch bei angestecktem Diagnosegerät... ;)
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: DOT 3 oder DOT 4 - Bremsflüssigkeit
« Letzter Beitrag von PY158 am Mi.10.Jun 2026/ 11:38:40 »
cool, nach nur 22 Jahren geht die Diskussion weiter! ;)

DOT3 und DOT4 sind ähnliche Bremsflüssigkeiten, beide auf Glykolbasis, aber mit unterschiedlichem Siedepunkt (DOT4 liegt natürlich um 25°C höher). Ohne wirklich Ahnung zu haben, kann ich mir kaum vorstellen, dass es zu Schäden kommt, wenn man statt DOT4 nur DOT3 Flüssigkeit verwendet. Außer, dass letztere früher siedet, sind sie chemisch gesehen halbwegs vergleichbar. Schäden, sofern bemerkbar, dürften VIEL eher durch den Einsatz von Flüssigkeiten auf Mineralölbasis verursacht worden sein. Egal, durch was die Schäden verursacht wurden, ist deren Beseitigung bei einem so unwichtigen Teil wie der Bremsanlage nicht wirklich nötig, man kann ruhig noch 3 Jahre weiterfahren (okay, das war ein Scherz!).
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Silver Spirit/Spur, Turbo R, Brooklands... / Re: Thermoplastische Lacke???
« Letzter Beitrag von Amphiranger am Di.09.Jun 2026/ 19:14:06 »
Hatte gerade das Problem, dass ich dem Schadensgutachter (ja, mir hat einer auf dem Parkplatz seine Tür in meine geballert   :-X ) beweisen sollte, dass der Lack auf meinem Spur II ein Thermoplastlack wäre. Weil einfach Smartrepair ist somit nicht!
Er wollte das vom Lackierer getestet sehen. Dieser meinte, er würde einen Lappen mit Verdünnung auf den Lack auflegen und dann schauen, wann der Lack darunter sich zu kräuseln anfängt. Ja geht´s noch ???
Nun gut, hab ich nun lange recherchiert dazu. Tatsächlich wurde in der Zeit wohl auch schon anderer Lack verwendet und die Bestimmung ist wirklich nicht einfach. Allein anhand des Prefix 951 des Farbcodes lässt sich keine verifizierbare Aussage treffen.
Daher mag es für den Einen oder Anderen vielleicht interessant zu wissen sein, dass in der TSD6000 (IETIS) eine Farbcode Tabelle existiert, in der alle tatsächlichen Thermoplast-Lacke mit einem * gekennzeichnet sind.
Einfach den eigenen Farbcode in die IETIS Suche eingeben .  ;)
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: DOT 3 oder DOT 4 - Bremsflüssigkeit
« Letzter Beitrag von Sammy am Di.09.Jun 2026/ 17:59:33 »
Hallo, zum Thema Bremsflüssigkeit wie lange dauert es bis sich so ein Schaden durch falsche Bremsflüssigkeit zeigt DOT 3- RR363.
Grüße
Sammy
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... und die Mechaniker, die teilweise und nach eigener Angabe schon an Rolls-Royce V8 gearbeitet haben, eine falsche Vorstellung davon hatten welcher Vergaser welche Zylinder versorgt.

Mal ganz ehrlich, Georg,

um Mechaniker, die sich schon hierbei nicht sicher sind, würde ich einen Bogen machen.

Warnend

Michael
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Hallo zusammen,

es kam zuletzt mehrmals vor, dass ich, zwecks Kostenvoranschlägen, in einer Werkstatt war und die Mechaniker, die teilweise und nach eigener Angabe schon an Rolls-Royce V8 gearbeitet haben, eine falsche Vorstellung davon hatten welcher Vergaser welche Zylinder versorgt. Ich habe dann immer auf diesen Thread verwiesen und auf die Abbildung des induction manifolds, die die Aussage von Herrn Erbrecht bestätigt. Im australischen RR-Forum gibt es dazu ebenfalls eine Diskussion, in der zunächst die falsche Antwort und direkt im Anschluss die richtige Antwort gegeben wird:
http://au.rrforums.net/forum/messages/17001/37032.html?1566051436

Für alle, die ergänzend zu diesem Thread auf der Suche nach einer offiziellen offline-Quelle sind, nachfolgend zwei Stellen aus dem Fahrerhandbuch "The handbook for the Rolls-Royce Silver Shadow and Bentley T Series:
  • [1] TSD 2394 2nd Edition Reprint 1975; Chapter 5 - Fuel System and Carburetters, page 73:
    Zitat
    Twin S.U. HD.8 carburetters are mounted on an induction manifold which is common to both cylinder banks. Each carburetter supplies four cylinders, two in each bank.
  • [2] TSD 4125 aus 1975; Chapter 8 - Fuel System - Carburetters, page 100:
    Zitat
    Twin SU HD 8 carburetters are mounted on an induction manifold which is common to both cylinder banks. Each carburetter supplies fuel/air mixture to four cylinders, two in each bank.

Da das Handbuch bei uns immer griffbereit unter dem Handschuhfach liegt, lässt sich somit im Bedarfsfall sehr schnell und ohne Internet eine falsche Aussage widerlegen. Leider fehlt nach meinem Kenntnisstand im Werkstatthandbuch TSD2476 die explizite Nennung der Zylinder je Vergaser. Das muss man dann halt hier nachlesen. Ebenso ist mir keine technische Zeichnung vom induction manifold bekannt.

Viele Grüße aus der Vorderpfalz
Georg
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Pre War / Re: Leben mit einem nachhaltigen Gebrauchtwagen
« Letzter Beitrag von cferbrecht am Di.09.Jun 2026/ 13:26:21 »
Na, ich denke, ganz so schlimm kann es mit dem V12 und seinen Allüren nicht sein, denn der Originalmotor in meinem PIII (3CP190) wurde 1968 nach einer Laufleistung von immerhin rund 300.000 Meilen durch einen (ebenfalls wunderbar laufruhigen) Achtzylinder-Reihenmotor ersetzt – für einen Vorkriegsmotor ist das doch eine respektable Strecke, vor allem, wenn man bedenkt, dass ab 1959 meistens eine große, schwere Holzkiste im Auto war und vier oder sechs Männer zum Tragen mitfuhren.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
https://shop.heavensgategarage.de
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Pre War / Re: Leben mit einem nachhaltigen Gebrauchtwagen
« Letzter Beitrag von PY158 am Mo.08.Jun 2026/ 09:43:53 »
Der Traum von einem PIII kann relativ schnell zu einem Albtraum werden. Es gibt einen Grund dafür, wieso bei vielen PIII der Motor getauscht wurde. Da ist von B80/81 Motoren (wie in Herrn Erbrechts Studentenkutsche) bis zum Austin- oder Perkins-Dieselmotor alles dabei. Als ich beim letzten Garagentreffen in Melle am 24.5.26 den dort ausgestellten und wunderschönen PIII mit der Chassis-Nr. 3DL88 etwas zu lange bewunderte, nahm mich mein Freund Klaus-Josef zur Seite um mir zu erklären, dass der Werbespruch aus den 1960ern "Das lauteste Geräusch in einem Rolls-Royce bei 60 Meilen ist das Ticken der elektrischen Uhr" eigentlich falsch sei, denn der Spruch müsse korrekt lauten: "Das lauteste Geräusch in einem Phantom III bei 60 Meilen ist das Herzrasen Ihres Bankberaters". Alleine schon die Überlegung, dass man Zündkabel besser im Großhandel bestellen sollte, weil in einem einzigen PIII etwa 50m (in Worten: fünfzig Meter!) davon verbaut sind, sollte einem zu denken geben. Jede Motorarbeit, die etwas ausführlicher ist, wird zuverlässig im 5-stelligen Bereich landen. Dann gibt es zwei Sorten Ventiltrieb: den zu Anfang verbauten hydraulischen, superfortschrittlichen, welcher allerdings ein klinisch reines Motoröl verlangt und Ölwechselinterwalle von maximal 345km (okay, das war ein Scherz, alle 1.500-2.500km genügen völlig), weshalb schon die neuen Phantömer in den 1930er Jahren Rolls-Royce ausgiebiges Kopfzerbrechen bereiteten und der Ventiltrieb ab etwa 1937/38 wieder auf solid tap, umgestellt wurde, Details kennen die Experten. Müsste die C-Serie gewesen sein, wie auch immer.

Aber es gibt furchtlose Mechaniker und Doktoren der Technik, die sich immer wieder an diesen Wahnsinn von einem Motor herantrauen, einer davon ist auch in diesem Forum zugegen (rolls1981), aber man sollte sich darüber im klaren sein, dass es zwar einige (wenige) Youtube-Filmchen über den Phantom III gibt, nebst Geschichten von deren Restaurierung, aber man sich sämtliche Überlegungen zu preiswerten Ersatzteilen ersparen kann. Eine Austausch-Wasserpumpe, mit der die lästigen Temperaturprobleme dieser Baureihe allerdings nicht behoben sind, ist unter Freunden für etwa dreieinhalb große Steine zu haben, während eine elektrische, mit der obendrein auch die Temperaturprobleme viel leichter abgestellt werden können, gerade mal einige Hunderter kostet. Ist dann halt nicht mehr original. Wäre mir persönlich wurscht, ich denke schließlich auch über die Nachrüstung von Servolenkung und Overdrive für meinen kleinen Huibuh nach. Wird aber, wie so vieles, letztlich eine philosophische Frage werden...

Wenn du genügend liquide Mittel hast, die sich allerdings mindestens in einem gut 6-stelligen Bereich bewegen sollten, kannst und wirst du mit einem PIII sicher viel Freude haben, aber es ist halt in keinem Fall, und ich meine in wirklich keinem Fall (!), ein billiges Auto.
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