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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Kühlflüssigkeit
« Letzter Beitrag von YorkshireShadow am So.11.Jan 2026/ 14:11:11 »
Guten Tag Herr Erbrecht und liebe Mitforisten,

zum Zeitpunkt der letzten Antwort von Herrn Erbrecht war ich nur stiller Mitleser im Forum und hatte mich noch nicht detailliert mit dem Thema Kühlflüssigkeit befasst. Ich bin damals schlicht davon ausgegangen, dass man halt das "Originalkonzentrat" UE70963L5(-A) Bentley Coolant Concentrate Green bzw. das im Handbuch und Werkstatthandbuch empfohlene Prestone I (blau) oder II (grün) verwenden muss. Mir wurde seitdem bei mindestens 2 Gelegenheiten von privaten Verkäufern erzählt, dass ich beim Rolls-Royce Silver Shadow auf jeden Fall bei der Kühlflüssigkeit aufpassen müsse, da der Kühler und der Motor "speziell sei"/"aus einem speziellen Material sei".

Nach meinem Kenntnisstand sind Motorblock, Zylinderköpfe und Kühler aus einer Aluminium(guss)legierung ((cast) aluminium alloy). Hinsichtlich der im Silver Shadow zu verwendeten Kühlflüssigkeit gilt: die Dichtungen im Kühlkreislauf des Silver Shadow werden durch neuere Kühlmittel mit organischen Bestandteilen (OAT oder HOAT, z.B. G12 , G12+, G13, G13+) angegriffen. Zu verwenden ist daher ausschließlich ein silikatbasiertes anorganisches IAT Frostschutzmittel, d.h. bspw. (A)G11 bzw. G48. Ist meine Zusammenfassung korrekt?
Quelle ist das folgende Thema:
https://www.bentley-forum.de/index.php?topic=5559.msg69440#msg69440

Im Juli 2025 habe ich meinen Silver Shadow (SRH23618) gekauft. Nach einem Monat leuchtete zum ersten Mal die Coolant-Leuchte auf und ich musste Kühlflüssigkeit besorgen.

@Herr Erbrecht: tHGG bot damals wie heute 2 Kühlmittel jeweils im 5L Gebinde an:

  • UE70936L5 - Bentley Concentrate Green
  • UE70936L5H - mit folgendem Zusatz: "Bild wird geändert". Ich vermutete dahinter eine günstigere Alternative zum Bentley Concentrate Green

Ich wollte ursprünglich das UE70936L5 Bentley Concentrate Green kaufen, jedoch war dieses aufgrund von Zollschwierigkeiten gerade nicht lieferbar. Nach telefonischer Rücksprache wurde mir stattdessen UE70936L5H empfohlen und geliefert. Dabei handelte es sich um das Produkt "Granville Rapid Cool Blue Antifreeze" (Herstellerangabe: "does not contain nitrates, amines or phosphates"). Seitdem habe ich dieses Konzentrat im Mischungsverhältnis 50/50 zum Nachfüllen verwendet. Das Wasser ist normales Leitungswasser (zentrale Entkalkungsanlage im Haus), gemäß der Empfehlungen, u.a. von Benutzer Udinho, in folgendem Beitrag: https://www.bentley-forum.de/index.php?topic=4669.msg49494#msg49494. Welches Kühlmittel vom Vorbesitzer verwendet wurde, weiß ich nicht. Ich vermute Bentley Coolant Green. Evtl. wurde zusätzlich auch ein Kühlerdichtmittel hinzugegeben. Nach meinem damaligen Kenntnisstand dürfen diese beiden Konzentrate (Bentley Green und Granville Blue) gemischt werden. Meine Kühlflüssigkeit ist aktuell leicht Türkis.

Meine Frage ist, ob die Information korrekt ist, d.h. ein Mischen der beiden zuvor genannten Konzentrate ist zulässig? Ist bei Wechsel des Konzentrats grundsätzlich ein Kompletttausch ratsam? Lt. Handbuch wären das immerhin 16L Kühlflüssigkeit (vgl. Handbuch T.S.D. 4125, ch. "Specification and General Information", p.14).

Das Werkstatthandbuch legt einem einen jährlichen Wechsel ans Herz (Workshop Manual chapter L, p. L1): "The mixture shall be renewed annually". In meinem Fall wurde die Kühlflüssigkeit in den letzten 25 Jahren vermutlich noch nie komplett getauscht. Zumindest gibt es in meinen Unterlagen keine entsprechenden Werkstattrechnungen oder sonstige Aufzeichnungen. Nach meinem Kenntnisstand verlieren silikatbasierte Kühlmittel nach 3-4 Jahren ihre korrosionshemmende Wirkung und sollten daher komplett getauscht werden. Ich möchte dieser Empfehlung folgen und im Frühling den Kühlkreislauf komplett spülen und neu befüllen lassen. Hier stellt sich dann erneut die Frage nach dem passenden Kühlmittel. Meine Tendenz geht in Richtung UE70936L5H, d.h. das Granville Produkt, wobei man aus Lokalpatriotismus heraus auch das passende Kühlmittel (G48?) der hier ansässigen Chemiefabrik nehmen könnte.
Quelle ist das folgende Thema:
https://www.bentley-forum.de/index.php?topic=2102.msg17711#msg17711

Vielen Dank und viele Grüße aus der Vorderpfalz
Georg
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Fragen zur Corniche I (Bj. 1983)
« Letzter Beitrag von Woolfi am Sa.10.Jan 2026/ 14:36:05 »
Manchmal werden Märchen auch wahr  :D

Glückwunscht sagt  Wolfgang Gatza
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Startautomatik Shadow II
« Letzter Beitrag von Woolfi am Sa.10.Jan 2026/ 14:34:18 »
Danke für die Aufklärung. Forums-Teilnehmer 'damichi' hatte mir das in einer whats app Nachricht auch schon erklärt und mir Auszüge aus dem WHB und ein Bild dieses Wäremetauschers geschickt.
Ich finde es faszinierend, mit wie viel Aufwand RR ein gut funktionierendes 'Kaltlaufsystem' gebaut hat. Normalerweise läuft der Motor nach dem Kaltstart so gleichmäßig, als hätte er eine Einspritzanlage.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Fragen zur Corniche I (Bj. 1983)
« Letzter Beitrag von StephanG2312 am Fr.09.Jan 2026/ 19:47:29 »
Ich vermute, dass der Vorbesitzer das schon bestellt hatte, denn Auslieferungsunterlagen, Shipping Documents, Laufzettel der Fertigung etc. sind bereits vorhanden.

Ich bin inzwischen schlauer, was den Erstbesitz angeht. Ich hatte heute ein sehr angenehmes und längeres Telefonat mit der Witwe des Vor-Vorbesitzers, der das Fahrzeug aus Saudi-Arabien geholt hat und sie bestätigt, dass ihr verstorbener Mann sehr gute Beziehungen zum Königshaus hatte und das Auto auch von dort erhalten hat. Ich habe dazu einige private Bilder bekommen, die das belegen. Es wurde auch der Name eines Prinzen genannt und ob nun dieser oder die Prinzessin das Auto letztendlich bestellt hat, weiß sie auch nicht mehr, aber das es an das saudische Königshaus ging, erscheint mir anhand der Erzählung und der Bilder nun glaubwürdig. Zwar fehlt somit weiterhin ein finaler schriftlicher Beleg, aber das was ich wissen wollte, weiß ich nun und somit kann ich einen Haken daran machen.
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Literatur / Automobila / Re: 100 Years of the Phantom
« Letzter Beitrag von cferbrecht am Fr.09.Jan 2026/ 15:16:58 »
Ich fand die eigentlichen Informationen zwischen der ganzen – auf mich höchst abschreckenden – Werbung für teils obszönen Luxus auch eher spärlich und den Platz nicht wert, den die Klötze im Regal einnehmen. Aufbewahrt habe ich die Bücher trotzdem – vielleicht kann man sie ja mal verkaufen, wenn sie irgendwann in den Bereich der Nostalgie gelangt sind...

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Fragen zur Corniche I (Bj. 1983)
« Letzter Beitrag von cferbrecht am Fr.09.Jan 2026/ 15:08:29 »
Die ersten Seiten der Dokumentation sind eigentlich auch die für diese Fragen interessantesten, denn dort steht, wer das Auto wann bestellt hat und an wen es dann ausgeliefert wurde. Bei Autos, die von Händlern für ihren Ausstellungsraum bestellt wurden, steht leider manchmal nicht, wer das Fahrzeug dann bekommen hat. Falls diese ersten Seiten nicht vorhanden sind, würde ich die ganze Dokumentation noch einmal bestellen – entweder direkt beim Hunt House oder auch über meine alte Firma Link.

Grüße aus dem Norden
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Startautomatik Shadow II
« Letzter Beitrag von cferbrecht am Fr.09.Jan 2026/ 15:00:41 »
De Choke-Heizung funktioniert nicht so einfach, wie Sie sich das gedacht haben – im Abgaskrümmer sitzt ein kleiner Wärmetauscher, gebildet von einer Windung des Rohres. Kalte Luft wird durch den Rohrstutzen im großen Ansaugrohr angesaugt, durch die Metallleitung in den Krümmer geführt, dort erwärmt und über die Bimetallfeder zu den Vergasern geleitet. Das Ansaugen geschieht also durch den Unterdruck des Motors, weshalb es im Stand auch sehr lange dauert.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Startautomatik Shadow II
« Letzter Beitrag von Woolfi am Fr.09.Jan 2026/ 14:33:32 »
Ich habe die Vorspannung der Bimetallfeder in zwei Stufen verringert, so dass die Starterklappe eigentlich früher auf gehen müsste. Ein einfaches montiertes Lambda-Messgerät mit einer Schmalbandsonde im Endrohr zeigt an, dass vorher und auch nach Verstellung der Bimetallfeder in Richtung mager (laut Pfeil im Gehäuse der Feder), das Gemisch erst nach ca 6 km Fahrt ab Start bei 7 Grad Außentemperatrur mager wird.
Ich habe dann auf die Zuleitung von heißen Abgasen ab Auspuffkrümmer einen Gummischlach gesteckt und konnte Luft durch diese Zuleitung blasen. Eigentlich müßte diese Luft dann in den Auspuffkrümmer gehen. Seltsamerweise kamen aber oben an dem Schlauch keine heißen Abgase heraus, als ich den Motor laufen ließ. Nach meinem Verständnis müssten aber Abgase durch die metallische Zuleitung vom Auspuffkrümmer in das Gehäuse der Bimetallfeder geblasen werden, da diese Abgase die Bimetallfeder erwärmen sollen und damit die Chokeklappe öffnet.
Die Chokeklappe öffnet bei meinem Motor und das Gehäuse der Bimetallfeder ist nach kurzer Fahrtstrecke auch warm. Es könnte aber sein, dass das aufgrund der Erwärmung des Motorraums geschieht und nicht auf grund der Einblasung heißer Abgase.
Kann es sein, dass in dem 'Entnahmeterminal' für heiße Abgase im Krümmer eine Vorrichtung ist, die Abgase nur bei höherer Motordrehzahl durchläßt ? Etwas Speichel am Ende des Gummischlauches zeigte keine Blasenbildung.
Ich hatte sogar den Eindruck, dass der Speichel bei Standgas langsam tiefer in den Schlauch in Richtung Auspuffkrümmer gesaugt wurde.  Es könnte sein, dass die Entnahme von heißen Abgasen senkrecht zur Strömung der Abgase geschieht und an dieser Stelle ein Sogeffekt auftritt. Eventuell nur bei Standgas. Steigt die Drehzahl, könnte es durch steigenden Abgasgegendruck im Krümmer zu einer Umkehr der Flußrichtung in der Abgasleitung zur Bimetallfeder kommen
Ich erinnere mich dunkel an eine Unterdruckpumpe im Chemieunterricht. Ein Schlauch wurde senkrecht an ein von Wasser durchflossenes Rohr angeschlossen. Entgegen der Intuition spritze kein Wasser aus diesem Schlauch, sondern es wurde Luft in das fließende Wasser gesaugt.
Ziel bleibt, die Chokeklappe schneller zu öffnen, damit das Gemisch schneller leicht mager wird.
Ich werde demnächst eine Breitband-Lambdamessanlage montieren, damit ich genaue Werte zur Gemischzusammensetzung angezeigt bekomme und werde weiter berichten 
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza 
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Silver Shadow, Bentley T-Modelle / Re: Fragen zur Corniche I (Bj. 1983)
« Letzter Beitrag von PY158 am Fr.09.Jan 2026/ 08:50:38 »
Gemeint ist damit wohl, dass man vom RREC bzw. Hunthouse die vollständige Fahrzeugdokumentation bekommt, diese umfasst nicht nur die Chassiskarte, sondern auch Protokolle der Testläufe, alle möglichen Infos zu Ausrüstung und allfällige sonstige Infos, die während der Fahrzeugfertigung relevant waren. Die Kopien, die sonst meistens kursieren, zeigen oft nur das Deckblatt oder die ersten 2-4 Seiten.
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Literatur / Automobila / Re: 100 Years of the Phantom
« Letzter Beitrag von Amphiranger am Do.08.Jan 2026/ 23:25:01 »
Als Nichtmitglied ist mir dennoch ein solches beispielhaftes Exemplar eines RREC Yearbooks in die Hände gefallen. Es hat auf mich einen gar abschreckenden Eindruck hinterlassen!
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