Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Ich habe zwischenzeitlich ein wenig in den Tiefen des Internets bzgl. des im Rolls verbauten "Hydramtic TH400" Getriebes gesucht und bin dabei auch auf die Position des Entlüftungsrohres (vent tube) gestoßen


Ich las auch in einigen Beiträgen, dass ein zugesetzter Getriebe-Ölfilter die Ursache sein könnte oder der Schnorchel, der in den Filter gesteckt ist, Luft ziehen kann.
Und da ja schon einiges an Öl durch das Einfüllrohr verloren gegangen ist, bot es sich an, direkt einen Getriebe Ölwechsel durchzuführen.

Zudem kommt man auch erst gut an das Entlüftungsröhrchen dran, wenn der "Modulator" (die blaue runde Unterdruckdose seitlich am Getriebe im Bereich des Einfüllrohrs) ausgebaut ist, hierfür muss das Getriebeöl eh abgelassen werden.

Also Überwurfmutter des Öl-Messstabs abschrauben, das ist quasi die "Ablassschraube", dann die Ölwannenschrauben lösen und die Ölwanne nach hinten runterklappen - Vorsicht! Es schwappt immer noch was Öl raus.

Folgende Dinge wurden kontrolliert:

- Durchlass der Entlüftung: Dorn ins Rohr geführt, fühlte sich frei an, anschliessend Druckluft durchgeblasen, man vernimmt einen Luftzug ins Getriebe-Innere, also ist die Entlüftung in Ordnung.

- Modulator: Unterdruck Prüfung der Membrane, zieht den Stößel ein und hält den Unterdruck. Stößelbewegt sich frei und leichtgängig.
Beim Modulator ist darauf zu achten, dass in dem kurzen Gummi-Verbindungsstück, das den Modulator und das Unterdruck-Rohr hoch zur Ansaugbrücke, verbindet und dicht hält, ein kleines Metall-Röhrchen mit Durchfluss Reduzierung sitzt. Diese Durchfluss Reduzierung hat nur den Durchmesser einer Nadel. Diese Öffnung war etwas verschmoddert. Wichtig ist auch, dass das Gummistück noch gut abdichtet.
Man kann das kleine Metallröhrchen aus dem Schlauch drücken. Ich habe ein neues Stück Schlauch verwendet - Bitte darauf achten, dass der neue Schlauch genügend Druck aushält und sich nicht zusammenziehen kann durch den Unterdruck!

- neuer Filter mit neuem O-Ring für den Plastik Öl-Schnorchel, der in den Filter gesteckt wird.
Ungewöhnlich ist dabei, dass die Schraube, die den Filter sichert, ein ziemliches Höhen-Spiel von ca. einem Zentimeter zulässt. Dies scheint laut vieler Beiträgen in US-Foren normal zu sein, weil dadurch der Filter etwas schräg hängt und tiefer in der Ölwanne Öl ansaugen kann. Ein Unterfüttern mit Unterlegscheiben, um den Filter gerade zu halten, ist daher nicht sinnvoll. Ich habe es also original "hängend" belassen.

- wie im Handbuch beschrieben 4,5 Liter Getriebeöl (Dexron II) über das Einfüllrohr einfüllen, Auto starten, Bremse treten, alle Gänge mit kurzer Verweildauer einmal durchschalten, zurück in P und anschließend den Ölstand per Messstab prüfen, dieser sollte sich im kalten Zustand einen cm unter "Min" befinden, dann den Wagen warm Fahren (20 km), im Stand und bei laufendem Motor nochmal alle Gänge durchschalten und Ölstand kontrollieren und entsprechend der Markierungen auffüllen. Insgesamt gingen bei mir 7 Liter ATF rein.

Nun fährt der Rolls wieder wunderbar ohne Öl auszuspucken  :)

Danke an Gert und Herrn Erbrecht für die Unterstützung!


2
Silver Dawn, Bentley MK VI, R-Type / Re: Bremsen- / Kupplungs-Problem
« Letzter Beitrag von Odin am Heute um 11:24:29 »
... er unterstützt bei getretenem Bremspedal dann die mechanische Bremse für die Hinterräder und betätigt den Hauptbremszylinder, der aber nur für die Vorderräder zuständig ist.

Danke für die Info, Claus.

In dem Fall ist die Diagnose und Überholung des Bremssystems ja nochmal deutlich einfacher. Das kann zwar aufgrund der Teilepreise teuer werden, lässt sich aber, sofern man keine zwei linken Hände hat, arbeitstechnisch selbst erledigen, sofern man sich an die Bremsen traut.

Nach den Schilderungen von Peter vermute ich aber einfach mal, dass sein Wagen zusätzlich auch noch ein Getriebeproblem hat.

Böses ahnend

Michael
3
Oben auf dem Getriebe, direkt hinter der Glocke, sitzt ein Plastikschlauch, der der Entlüftung dient - prüfen Sie, ob der durchgängig ist.

Eine andere mögliche Ursache: Das Getriebeöl schäumt, wenn zu viel oder wenig Öl drin ist. Das äußert sich dann wie ein 'Überkochen', und Öl tritt aus dem Einfüllrohr aus.

Wenn es nicht an Überfüllung liegt, muss man das Öl in kleinen Mengen einfüllen und dabei den Motor laufen lassen. Das mehrmalige Einlegen der Stufen D, R und P im Wechsel unterstützt das innere Entlüften; fahren sollte man mit zu wenig Öl aber nicht.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
GmbH & Co. KG
www.bentleyteile.de
4
bei der 123 ignition brauchts keinen Vorwiderstand, so war es bei meinem Mercedes W111 auf jeden Fall.
Bei meiner Corniche ist (war schon bei Kauf) eine Lumenition drin, da ist auch keiner, die Zündspule muss halt hochohmig sein   
5
Silver Dawn, Bentley MK VI, R-Type / Re: Bremsen- / Kupplungs-Problem
« Letzter Beitrag von cferbrecht am Gestern um 21:32:55 »
Nein, die Kupplung hat mit der Bremse wirklich nichts zu tun (außer, dass man sie bei festsitzendem Motor und ausgebauter Bremse beim Abschleppen als Bremse nutzen kann - aber das ist eine andere Geschichte, und sie ist lange her).

Wie schon geschrieben, muss als erstes die Hinterradbremse gut eingestellt sein, damit der Bremsservo funktionieren kann. Der Servo arbeitet nur, wenn sich die Hinterräder noch drehen; er unterstützt bei getretenem Bremspedal dann die mechanische Bremse für die Hinterräder und betätigt den Hauptbremszylinder, der aber nur für die Vorderräder zuständig ist.

Häufigste Fehlerursache - besonders nach langer Standzeit - ist ein defekter Hauptbremszylinder. Wegen der üblicherweise tiefen Rostnarben kommt eine Überholung meistens nicht in Frage - neue gibt es inzwischen als Nachbau.

Ein falsch eingestellter oder defekter Servo (Belag verölt oder verglast), leckende Radbremszylinder und zugesetzte Bremsschläuche sind auch häufig.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
GmbH & Co. KG
www.bentleyteile.de
6
Auch mit elektronischer Zündung braucht man einen Vorwiderstand - den braucht die Zündspule bzw. die Spannungsanhebung für den Startmoment.

Udo hat insofern recht, als man den Vorwiderstand nicht braucht, wenn man ihn überbrückt - wenn er oder Leitungen dorthin aber eine Unterbrechung haben, pssiert genau das, was die Fehlererscheinung bei Seans Auto ist: er springt beim Starten an und geht aus, sobald man den Schlüssel loslässt.

Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
GmbH & Co. KG
www.bentleyteile.de
8
Dank dir Stefan!

Morgen bin ich auf Hochzeit (kann nun leider nicht mit dem Shad) aber werde die Tage nochmal drüber schauen und das blöde Ding suchen. Für heute reicht's...

Wenn ich's gefunden habe, dann abstecken, ausbauen, ersetzen?  ???

Grüße!

Sean

Du kannst ihn zum Testen auch einfach überbrücken, da kann man schon ein paar Stunden ohne fahren.
Mein Tip - schmeiss das ganze Geraffel raus und bau Dir ne elektronische Zündung (123 oder Lumenition z.B.) ein dann hast Du Ruhe
9
Hallo Sean,

ausbauen und wahrscheinlich ersetzen.
Wenn das Ding über 40ig Jahre alt ist, was ich annehme, weg damit.

Wenn Du dann den neuen anbaust, achte auf saubere Anschlüsse.

Die Zündungseinstellung findet sich im Handbuch.
rrtechnicalinfo.com
Chapter M Diagrams Part 1   page 13      -> ignition timing.
Achte auf die richtige  Zündreihenfolge, also wie die Verteilerkappe sitzt und welche Zündkabel
wohin gehören (Zündreihenfolge), sonst wird's nichts.

Stefan
10
Dank dir Stefan!

Morgen bin ich auf Hochzeit (kann nun leider nicht mit dem Shad) aber werde die Tage nochmal drüber schauen und das blöde Ding suchen. Für heute reicht's...

Wenn ich's gefunden habe, dann abstecken, ausbauen, ersetzen?  ???

Grüße!

Sean
Seiten: [1] 2 3 ... 10