Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Cloud, Bentley S-Modelle => Thema gestartet von: pfl am So.12.Apr 2026/ 14:14:33
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Liebes Forum,
ich kämpfe gerade mit meinen Haupbremszylindern.
Die haben ja am hinteren Ende eine massive, große Stahlverschraubung/Kappe die im Alugehäuse eingeschraubt ist.
Die muss geöffnet werden sonst kommt man nicht an das Innenleben.
Leider sind die bei mir beide (1'' und 3/4'' Zylinder) bombenfest. Ich bekomme die nicht aufgeschraubt.
Hat das Problem schon mal jemand gelöst? Gibt es einen Trick?
Grüße
Peter
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Liebes Forum,
ich kämpfe gerade mit meinen Haupbremszylindern.
Die haben ja am hinteren Ende eine massive, große Stahlverschraubung/Kappe die im Alugehäuse eingeschraubt ist.
Die muss geöffnet werden sonst kommt man nicht an das Innenleben.
Leider sind die bei mir beide (1'' und 3/4'' Zylinder) bombenfest. Ich bekomme die nicht aufgeschraubt.
Hat das Problem schon mal jemand gelöst? Gibt es einen Trick?
Grüße
Peter
Hallo Peter,
bei mir gingen die auch sehr schwer auf.
Ich ging wie folgt vor:
1. Mechanisch entrosten/reinigen
2. Einsprühen mit Deblock Oil (ist immer mein Mittel der ersten Wahl)
3. Lange einwirken lassen (mindestens über Nacht)
4. Bremszylinder vorsichtig (ist ja ein Gußteil) in Schraubstock einspannen
5. Mit entsprechender Nuss/Schlüssel und ordentlicher Verlängerung Verschluss lösen
Die Reparatur hat bei mir bei einem Zylinder dann mit dem Überholsatz geklappt, der andere war so innerlich zerfressen, dass er nicht mehr dichtgehalten hat - da war dann Komplettersatz fällig. Die Undichtigkeit habe ich natürlich erst nach dem Einbau bemerkt. :(
Gruß
Michael
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Der beschriebene Weg (gut passendes Werkzeug, ein stabiler Schraubstock und Kraft) ist zielführend, aber:
Die Undichtigkeit habe ich natürlich erst nach dem Einbau bemerkt.
Wenn man den Zylinder gut gereinigt hat und dann kleine Lunker/Rostnarben sichtbar sind, lohnt die Überholung nicht – es ist zwar nur ein geringer Einsatz für neue Dichtungen, aber viel Arbeit für Aus- und Einbau, die man lieber nur einmal macht. Alles zum Thema gibt es hier (https://shop.heavensgategarage.de/1956-1965/Bremsen-Hydraulik/Hauptbremszylinder/).
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
https://shop.heavensgategarage.de
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Wenn man den Zylinder gut gereinigt hat und dann kleine Lunker/Rostnarben sichtbar sind, lohnt die Überholung nicht – es ist zwar nur ein geringer Einsatz für neue Dichtungen, aber viel Arbeit für Aus- und Einbau, die man lieber nur einmal macht.
Weise Worte, Claus,
hätte ich das bloß damals schon gewußt. :(
Das "Lustige" war, das ich mir dann einen neuen Zylinder bei FS bestellt habe, um nach dem Einbau festzustellen, dass der auch undicht war. Also durfte ich den auch wieder ausbauen, retournieren und nach Lieferung des Ersatzzylinders wieder den Einbau bewältigen. Unnötig zu sagen, dass es sich dabei natürlich um den kleineren Zylinder handelte, an den man nur herankommt, wenn man vorher auch den größeren ausbaut. :o
Heute kann ich darüber lachen (damals nicht).
Leidgeplagt
Michael
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Danke für die Hinweise.
Macht es Sinn was mit Wärme zu versuchen? Großer Schlüssel und Schläge drauf in Öffnungsrichtung mit einen 1kg Hammer haben kein Resultat gebracht.
Wenn Wärme:
Alugehäuse erwärmen oder nur die Stahlkappe?
Ich würde mir gerne mal die Laufbahnen anschauen bevor ich dann doch ein Nachfertigungsteil kaufe.
grüße
Peter
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Zusatzfrage:
die Schrauben für die Befestigung der Zylinder waren bei mir von aussen nach innen gesteckt, also Schraubenkopf an der abnehmbaren Platte - Mutter hinten.
Ich könnte mir vorstellen dass es einfacher ist beim Wiederzusammenbau die Schrauben von hinten einzustecken und Zylinder etc. dann dort aufzufädeln und dann die Platte aufsetzen und Mutter festziehen.
Spricht was gegen diese Vorgehnsweise - mal abgesehen davon dass ich bisher nicht geprüft habe ob genügend Raum ist die Schrauben von hinten her einzusetzen.
Danke für Eure Einschätzung
Peter
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Macht es Sinn was mit Wärme zu versuchen?
Wärme macht immer Sinn bei festsitzenden Verbindungen, vor allem in Kombination mit einem Kältespray. Ob es das Gußteil aushält, weiß ich nicht. Habe ich nicht versucht.
Wenn Wärme:
Alugehäuse erwärmen oder nur die Stahlkappe?
Ich würde alles zusammen vorsichtig erwärmen und dann nur die Stahlkappe mit Eis behandeln.
Vorsichtig
Michael
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Ich könnte mir vorstellen dass es einfacher ist beim Wiederzusammenbau die Schrauben von hinten einzustecken und Zylinder etc. dann dort aufzufädeln und dann die Platte aufsetzen und Mutter festziehen.
Spricht was gegen diese Vorgehnsweise - mal abgesehen davon dass ich bisher nicht geprüft habe ob genügend Raum ist die Schrauben von hinten her einzusetzen.
Keine Ahnung! :-[
Ich habe es so zusammengebaut, wie ich es vorgefunden habe. Vielleicht haben sie sich ja ausnahmsweise was dabei gedacht bei RR.
Gruß
Michael
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Ich glaube, die meisten Hersteller von irgendwelchen Dingen machen sich Gedanken über alle möglichen Einzelheiten – die RR ist es so, dass ich im Laufe meiner doch schon längeren Beschäftigung mit den Produkten dieser Firma immer wieder überrascht war, wie viel Gedankenarbeit (und wahrscheinlich auch Erfahrung) in Lösungen investiert worden ist, die auf den ersten Blick undurchschaubar oder sogar widersinnig erscheinen. Allerdings ist kaum etwas so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte, falls sich neue Erkenntnisse, Materialien oder Nutzungsbedingungen ergeben – also: Nur zu! Aber (amerikanisches) Gusseisen in den Motorraum eines RR zu transplantieren, ist für mich degoutant; ein Auto aus Crewe zu elektrifizieren, finde ich in jeder Hinsicht sinnvoll (um mal über die Frage hinauszudenken, wie herum die Befestigungsschrauben der HBZ sitzen sollten).
Zur Vorgehensweise beim Öffnen: Ich würde das Alu-Gehäuse erwärmen, denn es dehnt sich schneller/stärker aus, als die Verschlussschraube.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
https://shop.heavensgategarage.de
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... die RR ist es so, dass ich im Laufe meiner doch schon längeren Beschäftigung mit den Produkten dieser Firma immer wieder überrascht war, wie viel Gedankenarbeit (und wahrscheinlich auch Erfahrung) in Lösungen investiert worden ist, die auf den ersten Blick undurchschaubar oder sogar widersinnig erscheinen
Genau, Claus,
und darum haben sie auch den Schalter für die Heckscheibenheizung auf der Hutablage platziert. Da hat jemand viel Gedankenarbeit geleistet - der Sinn muss sich mir ja nicht erschließen. Und das ist nur eins von vielen lustigen Beispielen. :)
Ein bisschen skeptisch
Michael
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...und darum haben sie auch den Schalter für die Heckscheibenheizung auf der Hutablage platziert. Da hat jemand viel Gedankenarbeit geleistet - der Sinn muss sich mir ja nicht erschließen.
Bei den letzten Mk.VI, wo die heizbare Heckscheibe eingeführt wurde (übrigens das erste Auto weltweit, das diese Einrichtung serienmäßig hatte) und auch beim R Type/Silver Dawn (spät) saß der Schalter am Armaturenbrett. Ich nahm zuerst an, man habe ihn nach hinten verlegt, weil dann der Stromweg kürzer wäre, aber da die Versorgung über die Switchbox läuft, sollte es dem Strom egal sein, ob er sich vor oder hinter dem Schalter auf den langen Weg zum Verbraucher macht. Heute denke ich, dass der Grund vielleicht das bewusstere Einschalten sein sollte, denn die Scheibe verbraucht recht viel Strom.
Bei der Serie drei sitzt der Schalter übrigens wieder im Armaturenbrett – die Gedankenarbeit ist im Werk also immer weiter gegangen...
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
https://shop.heavensgategarage.de
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Heute denke ich, dass der Grund vielleicht das bewusstere Einschalten sein sollte, denn die Scheibe verbraucht recht viel Strom.
Natürlich vergisst man dann das Ausschalten auch nicht, wenn der Schalter auf der Hutablage sitzt. ;)
Schmunzelnd
Michael
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Noch ne Frage:
Beim Dichtungsset für den Masterzylinder finden sich 4 Teile.
3 sind klar: Die Dichtung selbst, die kleine Dichtung vorne am Kolben und der große O-Ring der auf der hinteren Verschraubung sitzt. Das 4. Gummiteil (im Bild ganz links) kann ichnicht ganz zuordnen. Ist es richtig dass es auch in das Verschraubungsteile innen gehört und somit die Feder am feien Ende hält?
ferner:
Gibt es eine sinnvolle Möglichkeit die Funktion des Hautbremszylinders vor Einbau zu prüfen?
Grüße
Peter
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Ist es richtig dass es auch in das Verschraubungsteile innen gehört und somit die Feder am feien Ende hält?
Ich glaube, das Gummiteil gehört an die Feder, bin mir aber nicht ganz sicher, da die Arbeiten schon ein paar Jahre zurückliegen. Du siehst doch bei der Demontage, was wohin gehört. So habe ich es gemacht. Wenn ich unsicher bin, mache ich bei der Demontage immer ein paar Fotos.
Gibt es eine sinnvolle Möglichkeit die Funktion des Hautbremszylinders vor Einbau zu prüfen?
Gibt es wohl. Hier ein Video dazu (ab Minute 2.10):
https://www.youtube.com/watch?v=GoiVuGKscSE (https://www.youtube.com/watch?v=GoiVuGKscSE)
Habe ich aber selber noch nicht gemacht, sondern einfach mein Glück beim Einbau versucht - Ergebnis siehe weiter oben im Thread. :(
Gruß
Michael
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Hallo Michael,
genau Deine Erfahrungen haben mich nach einer Testmöglichkeit suchen lassen. Das Video kannte ich schon, aber der Aufbau war mir etwas zu aufwändig - aber vielleicht mache ich es doch.
Das fragliche Teil fehlte bei meinen Reservezylindern die ich vor Jahren mal gebraucht gekauft hatte - und meine bekomme ich ja nicht auf >:(
Bei den gebrauchten habe ich die Alulaufbahnen gehohnt und die Kolben habe ich auspoliert. Ist nur noch ganz minimal was im Glanz zu sehen - zu spüren ist nichts mehr. Ich denke das sollte funktionieren
lb Grüße
Peter
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... aber der Aufbau war mir etwas zu aufwändig - aber vielleicht mache ich es doch.
Das ist ein Job für Leute, die keine anderen Hobbys haben - viel zu aufwendig. Da versuche ich den Einbau lieber auf gut Glück.
... und meine bekomme ich ja nicht auf >:(
Du bekommst beide Zylinder nicht auf? Ich dachte, es geht nur um einen. Mal ganz ehrlich: So ein Ding würde ich aufkriegen - entweder es gibt nach oder es zerbricht dabei. Letztendlich ist es ja nur einfach eine Frage der Länge des Hebels, den Du anwendest. Aber einfach zulassen und die Zylinder wegschmeißen wäre für mich keine Alternative.
Ich hatte ein ähnliches Problem neulich bei der Überholung einer Hinterachse eines meiner alten Mercedes - eine Seite des Achsträgers wollte sich einfach nicht lösen lassen - mit einem anderthalb Meter langen Hebel ging es dann aber doch.
Manchmal brutal
Michael
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Hallo Michael,
Grundsätzlich bin ich bei Dir - selbst wenn ich neue kaufe möchte ich auf alle Fälle in die alten reinschauen - und wenn es da zur Zerstörung führt dann ist das immer noch besser als wegwerfen ohne Versuch.
Ich war gerade wieder in der Werkstatt. Mit etwas Überredung habe ich die Kolben nach vorne rausbekommen. Auf sind die Hinten aber immer noch nicht. Dabei hat sich folgendes rausgestellt: Beim 1'' Zylinder ist der Kolben so stark korridiert dass ein Polieren sicher nicht mehr für die Dichtigkeit reicht. Also hier: Schrott.
Der3/4 ist vom Kolben her ok.
Wie gesagt habe ich einen Satz gebrauchter Zylinder in besserem Zustand die ich wohl einbauen werde - ich kämpfe noch mit mir ob ich die Testeinrichtung bauen soll oder gleich rein :-\
Was ich aber sehe: Die Kolben sind zwischen den Sets unterschiedlich. die gebrauchten haben vorne 2 Rillen, die aus meinem Auto stammen nur eine (doppelt so große). Die Dichtungen sehen auch anders aus.
Frage: Kann das sein dass bei den Kolben 2 verschiedene Versionen existieren und in die mit der breiten Rille der Gummi reingehört den ich nicht zuordnen kann? Diese Kolben und Dichtungen sehen eher aus wie auf dem Bild.
Weiters:
Ich habe jetzt auf meine gebrauchten Kolben mit den 2 Rillen die Dichtung montiert die etwas konisch zuläuft (im Bild mit den Dichtungen die kleinere die im O-Ring liegt.) Das passt soweit auch und es waren auch solche Dichtungen drauf. Ich habe die so montiert dass die Breitere Seite nach vorne (also zu Öffnung bzw. Betätigungsstange hin) zeigt. So war auch montiert, ich bin mir aber nicht sicher ob der Zustand der richtige war.
Zur info noch ein Bild des defekten Kolbens
Grüße
Peter
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Hallo Peter,
ich habe keine Ahnung mehr, wie meine Kolben aussehen, aber ich habe noch ein paar Bilder von meiner Bremsenrevision gefunden:
(https://www.bentley-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=6676.0;attach=21339;image)
(https://www.bentley-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=6676.0;attach=21341;image)
Sieht für mich nach einer Rille aus.
Gruß
Michael
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Ach ja, Peter,
wenn Du Dir nicht hundertprozentig sicher bist, ob Du die richtigen Zylinder hast, dann lass es bitte bleiben und kaufe Dir neue. Die sind zwar ganz schön teuer, aber immer noch günstiger als Dein Auto vor den nächsten Baum zu setzen.
Warnend
Michael
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Hallo Michael,
danke für die Bilder.
Die Zylinder sind schon die richtigen. Und: read the fucking manual ;D 8)
Da steht es nämlich - es gibt 2 Versionen der Kolben und jedes Kit hat beide Dichtungen drin - somit das das für mich unklare Teil einfach zum wegwerfen und nicht hinter der Feder - ich brauche das das ich schon verbaut haben.
Hätt ich das mal voher gelesen >:( :-X >:D
Übrigens: deine Kolben sind wir meine originalen.
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Übrigens: deine Kolben sind wir meine originalen.
Danke für den Hinweis, Peter.
Es hätte mich auch gewundert, wenn es nicht so wäre, denn einen Zylinder habe ich bei FS ja neu kaufen müssen.
Dankbar
Michael
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Ach ja,
was mir noch eingefallen ist: Vielleicht kennst Du es schon, aber das folgende Bremsen-Seminar vom Rolls-Royce Owners' Club - Southern California Region hat mir damals sehr geholfen bei der Komplettüberholung meiner Bremsanlage:
https://www.youtube.com/watch?v=PRp4i1y3Saw (https://www.youtube.com/watch?v=PRp4i1y3Saw)
Es sind 6 einzelne Beiträge, die fast alle Arbeiten rund um die Bremsen abdecken.
Gruß
Michael
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Hallo Michael,
danke für den Hinweis - kenne ich und auch die Videos aus alter VHS Zeit vom RREC.
Ich habe nochmal die Postion der Dichtung recherchiert: die dünne Seite muss zur Öffnung - also genau anders als ich es ursächlich gedacht habe.
Letztes verbleibendes Rätsel ist dass der 1'' Zylinder klemmt wenn er ganz eingeschoben ist. Dreht man die hintere Verschraubung auch nur 1/4 Umdrehung auf dann arbeitet das einwandfrei. Mal sehen woran das liegen könnten. Wenn es sich nicht klären lässt dann gibt sicherheithalber einen neuen Zylinder.
Danke für die Unterstützung!
Peter
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Danke für die Unterstützung!
Gern geschehen, Peter,
macht ja auch Spaß, mal wieder im Cloud-Unterforum mitzuhelfen.
Gruß
Michael
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Ich denke, man kann sagen, dass Dichtungen in Brems- und Kupplungszylindern immer so eingebaut werden, dass die Öffnung (also die Dichtlippe) zur Flüssigkeit hin zeigt – dann kann bei HBZ die Flüssigkeit geschoben werden, die Lippe spreizt sich durch den Gegendruck und legt sich an die Wandungen des Zylinders. Bei Radbremszylindern ist es analog, aber anders herum: die Flüssigkeit spreizt die Dichtung, und der Kolben kann geschoben werden.
Korrosion am Kolben ist kein so großes Problem, denn der dichtet ja nicht (außer natürlich in der Nut, in der die Dichtung sitzt – die Flächen dort müssen glatt sein). Korrosion in den Zylinderwandungen führen aber dazu, dass Flüssigkeit um die Lippe herum läuft und/oder die Lippe durch die Löcher Schaden nimmt. Honen kann kleine Unebenheiten wegnehmen, aber wenn der Durchmesser vergrößert wird, braucht man eine größere Dichtung (und tendenziell einen größeren Kolben).
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
https://shop.heavensgategarage.de