Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Shadow, Bentley T-Modelle => Thema gestartet von: thevet am Mi.25.Dez 2024/ 02:54:06
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Als RR-Beginner stellt sich mir gleich das erste Problem nach der Überführung. :'( Der Wagen stand nach der Überholung sehr lange und nun verliehrt das hintere H-Reservoir die Flüssigkeit , im Stand, morgens große Pfütze unterm Auto.. Der Vorbesitzer ist überzeugt, es sind die O-Ringe am Gehäuse der hinter H-Pumpe. Die Pumpe selbst wurde von ihm 2020 überholt.
Dazu muss aber die Ansaugbrücke runter und da ich es noch nie gemacht habe bitte ich um Eure Hilfe, ausf. beschreibung, ggf. Fotos oder Link zu online Turtorial. Es scheint ja alles an dieser einen Schraube zu hängen (Nr 13).
Ich habe Schraub-Erfahrungen bei verschiednen Autos, aber nicht am RR. Deshalb hift mir eine gute Beschreibung. Ein Hexenwerk scheint es ja nicht zu sein.
(In dem Zusammenhang die Frage: wo in Mittelhessen um Giessen/Fulda gibt es erfahrenen Werkstätten)
oberhessische Grüße
Sven
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Hallo Sven,
um bei der hinteren Bremspumpe die Ringe zu wechseln, muss die Ansaugbrücke nicht runter, nicht einmal der Vergaser, und nicht einmal zum Ausbauen der Pumpe.
Man muss nur den Zulaufschlauch entfernen und die Hochdruckleitung abbauen und zur Seite drehen, dazu muss man sie aber auch unten am Ventil der Druckspeicherkugel lösen, denn man darf sie nicht biegen – selbst wenn sie nicht bricht, bekommt man sie nie wieder in den richtigen Winkel...
Wenn die Leitung ab ist, kann man den großen Seegerring entfernen und dann das Pumpengehäuse abziehen; eventuell etwas hin- und her drehen, um alten Grind zu lösen.
Die O-Ringe sind speziell, denn sie müssen Bremsflüssigkeit (RR363) vertragen – hier ein Link (https://shop.heavensgategarage.de/1966-1980/Bremsen-Hydraulik/Bremspumpen/Einzelteile-Dichtungen/Dichtungen/).
Falls die Pumpe doch ausgebaut werden muss, braucht man ein Spezialwerkzeug (https://shop.heavensgategarage.de/1966-1980/Bremsen-Hydraulik/Bremspumpen/Pumpe-komplett-Dichtungssatz/Bremspumpe-Werkzeug-Mietgebuehr-pro-Woche.html), das man leihen oder kaufen kann.
In den benachbarten Rubriken findet man auch die O-Ringe für den Zulauf, falls man die starre Leitung abnehmen will oder muss.
Ich würde bei der Gelegenheit auch die Schläuche (https://shop.heavensgategarage.de/1966-1980/Bremsen-Hydraulik/Verteilsystem/Schlaeuche/) prüfen – wenn sie schwitzen, müssen sie ersetzt werden (und auch hier gilt, dass man keine normalen Öl- oder Wasserschläuche nehmen kann).
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
now retired from Heaven's Gate Garage GmbH & Co. KG
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Sehr geehrter Herr Erbrecht,
vielen Dank für Antwort!! wenn man vor diesem Motorraum steht sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht, da ist jeder Rat eine sehr große Hilfe für den ANfänger.
Habe mich in das Hydrauliksystem eingelesen, sehr clever. (Die Sache mit den Kugelsspreichern kenne ich vom Ranger Rover. Dort baut eine elektrische (inzw. in Gold aufgewogenen) Hydraulikpumpe auch 180 bar in eine Symtem mit Kugelspeicher auf um aus dem Speicher heraus das Stotterbremsung eines teschnischen frühen ABS für permanenten Allrad zuliefer, Wurde von WABCA für den Range Rover entwickelt)
Die Schläuche und Leitungen hat der Vorbesitze alle r gewechselt vor drei Jahren.
Ich hoffe die es blebt bei den O-Ringen. Es erscheint mit zumindet sehr logisch wenn, das Reservoir 2 einfach so abtropf sobald man es nachfüllt. Der Wagen stand nach der Pumpenüberholung fast zwei Jahren, dann letzten Freitag 150 zum TÜV und zurück, da da minimal in paar Tropfen festgestellt. Dann Übergabe an mich und Samstags 200 km Autobahnüberführt. Sonntag die Lache entdeckt.
Habe die O-Ringe und Bremsflüssigkeit bereits bei Ihnen bestellt. Ich weiß nicht ob Freitag was raus geht? Evtl. können Sie O-Ringe Freitag per Post schicken und die Flüssigkeit nachliefern. Dann könnte ich das WoE schon zum Schrauben nutzen.
Oberhessische Grüße
Sven
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Liebe Mitlesende
So, evtl. wird auch die windschutzscheibennahe Hydraulikpumpe als die Vordere bezeichnet, für mich als Mediziner ist halt am Kopf, cranial, vorne und am Ar..., hinten, also caudal.
Auf jeden Fall geht es um die Pumpe die unter der Ansaugbrücke und neben dem Verteiler sitzt.
Ansaugbrücke ist runter und nun können die Teile kommen.
oberhessische Grüße
Sven
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Da waren wir d'accord – hinten ist hinten... und dafür muss der Vergaser, den Sie offenbar als Ansaugbrücke bezeichnen, nicht abgebaut werden. Die Ansaugbrücke (auch Ansaugspinne oder Ansaugkrümmer genannt) sitzt unter den Vergasern – ich habe auch schon erlebt, dass Schrauber diese und den Deckel darunter, in dem die beiden Pumpen eigentlich sitzen, abgebaut haben, aber das ist alles nicht nötig...
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Für mich war es so am einfachsten und nur wenige Arbeitsschritte.
Bisher ergab sich eine recht lose verschraubte Einlassleitung. Hab jetzt einfach mal weider aufgefüllt, um zu sehen ob es dicht bleibt. Ist meine Gedanke denn so richtig, dass bei nicht arbeitender Pumpe (Motor aus), ein einfaches Auslaufen des gesamten Reservoirs. (Lache unter Kupplungsglocke) nur aus dem drucklosen Pumpengehäuse stammen kann?
Thanx
Sven
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Ich denke schon, daß der Gedanke richtig ist. Der Vorratsbehälter ist höher angebracht als der Anschluß der Rohrleitung an die Pumpe. Wie soll die Flüssigkeit sonst zur Pumpe gelangen wenn nicht mit Hilfe der Schwerkraft?
Ich drücke den Schlauch zu der Pumpe, an der ich arbeite, gleich am Ausfluß aus dem Behälter immer mit so einer Klemmzange zu, dann herrscht Ruhe am Auslaß der Leitung bei der Pumpe.
Gruß - Udo
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Schlauch ? An meinem ist es eine starre Bremsleitung. Austausch durch Schlauch wäre aber eine gute Idee.
Problem hab ich leider noch nicht ganz gelöst. Zwar wurde mit dem Festziehen der Leitung der Verlust deutlich geringer, aber es kommt auch noch unter dem Seeger-Ring raus, was insofern verwundert, da dort nicht mal ne Dichtung ist. Kennt das Problem jemand ? Abhilfe ?
Thanx Sven
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Die Zulaufleitung (seitlich, schräg sitzend) hat an der Pumpe einen Rohrstutzen, der in einen Schlauch übergeht; die Druckleitung (mittig oben auf der Pumpe) ist auf ganzer Länge ein Rohr (nur bei ganz frühen Fahrzeugen war es ein Flexschlauch, was sich aber wohl nicht bewährt hat).
Wenn Flüssigkeit unter dem Seegerring herauskommt, sind die O-Ringe zwischen der Pumpe und dem Gehäuse zu ersetzen.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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@Erbrecht: loglisch, Ich hatte bei den verschiedenen O-Ringen nen Denkfehler gemacht. Danke
Aber die habe ich trotzdem richtig bestellt.
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Tut mir leid, ich habe Unfug geschrieben.
Bei meinem 74er Shadow sind das ebenfalls feste Leitungen vom Reservoir zu den Pumpen. Die Schläuche führen nach unten zu den Ventilen bei Druckspeicher (Rücklauf). Ich habe einfach schon zuviele Jahre keine Probleme mehr an dieser Stelle gehabt.
Gruß - Udo
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Bei meinem 74er Shadow sind das ebenfalls feste Leitungen vom Reservoir zu den Pumpen.
Das glaube ich nicht – das würde schon deshalb nicht funktionieren, weil der Motor sich gegenüber dem Reservoir bewegt; feste Leitungen würden schon nach sehr kurzer Zeit brechen.
Besserwisserische Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Stimmt. Selber denken wäre manchmal hilfreich. Ich werde anscheinend zu alt für diesen ganzen Kram.
Der Zulauf zur vorderen Pumpe aus dem Vorratsbehälter startet mit einem Stück Schlauch von vielleicht 30 cm Länge und geht dann in die Leitung über, die an der Pumpe verschraubt ist. Das Stückchen Schlauch wird mit so einer Klemmzange gleich beim Ölpeilstab zugedrückt, so daß nix mehr auslaufen kann.
Das Stückchen Schlauch hat das Gedrücktwerden noch nicht übelgenommen. Falls es das nicht mag, wird es bei Gelegenheit seiner Aufgabe entbunden und ausgetauscht.
Gruß - Udo