Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Shadow, Bentley T-Modelle => Thema gestartet von: gerd DRB15051 am Di.15.Jun 2021/ 16:04:31
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Öffnen tut es einwandfrei!
Bevor ich mir einen Wolf suche, weiss jemand wo ich suchen muss?
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Läuft denn Motor an? Falls ja, kann es an einem der beiden Magnetventile liegen (eines ist fürs Öffnen, eines fürs Schließen).
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
GmbH & Co. KG
www.bentleyteile.de
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Danke, der Motor läuft nicht an. Ich denke, zuerst prüfe ich mal den Schalter ob hinten beim Schalten Strom ankommt.
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Genau - der Schalter ist der erste Verdächtige...
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Könnte sein, dass es morgen wieder geht :)
Ich hatte sporadisch diesen Effekt und wenn ich dann auf Fehlersuche gehen wollte, dann ging es wieder. Aber der Schalter wäre auch mein erster Ansatz gewesen.
Das Verdeck alleine schließen ist ein Kraftakt. Ich habe mich da immer auf Socken mitten auf den Rücksitz gestellt und es dann angehoben über den Punkt, an dem es nach vorne kippt. Wie Gewichtheben ist das. Zu zweit, einer links, einer rechts, geht es leichter.
Ich halte die Daumen, dass es morgen wieder geht. Und zum Trost: Das vom SL ging heute auch nicht elektrisch zu ;D
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Hallo Peter,
ich hatte das schon mal, da war der fette 12 V Anschluss des Motors nicht richtig festgezogen und es ging gar nichts. Zu zweit geht das manuelle Schliessen ganz easy und sehr schnell.
Heute war es mir zu heiss zum Nachschauen ::)
Noch was nebenbei - ich hatte doch lt. Anzeige immer vermeintliche Temperaturprobleme, die sind weg, seit ich das Armaturenbrett fertig hatte und zum Birnchenwechsel (schwache LED anstelle der Funzeln) das Instrument ausbaute, anscheinend war das ein Massefehler
Gruß
Gerd
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wie so oft bei RR - es repariert sich heimlich nachts selbst ;) Bei laufendem Motor, etwas Gas, schloss es wieder einfwandfrei.
Das Verdeck benötigt enorm viel Strom, ich nehme an bei beiden mitlaufenden Elektrolüftern (Umbau) bekommt der Motor eigentlich nicht genug. Nur mit Batterie geht es ohnehin nicht.
Werde nun mal die ganzen Anschlüsse der elektrischen Leitungen am Verdeckmotor reinigen/anschliefen und penibel festziehen.
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wie so oft bei RR - es repariert sich heimlich nachts selbst ;)
Ja, siehste - hab ich doch gleich gesagt ;D. Wobei mit Motor aus geht das sowieso ja nicht wirklich, da bringt selbst eine volle Batterie nicht genug. Also immer Motor an und etwas Gas geben!
Aber alle Masse-Punkte checken und fit machen, sollte wirklich helfen. Wobei ja von der Batterie zum Motor schon eine richtig dicke Masse-Leitung läuft. Vielleicht sollte man die auch einfach mal erneuern?
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Noch was nebenbei - ich hatte doch lt. Anzeige immer vermeintliche Temperaturprobleme, die sind weg, seit ich das Armaturenbrett fertig hatte und zum Birnchenwechsel (schwache LED anstelle der Funzeln) das Instrument ausbaute, anscheinend war das ein Massefehler
Ha, verrückt - aber das erscheint mir plausibel. Denn mir war nie klar, was da eigentlich eine denkbare Ursache für die Probleme sein sollte. Der Motorblock war ja im Zuge der Revision komplett gereinigt worden, zugesetzte Kühlkanäle oder sowas kamen damit ja nie als Ursache infrage.
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ich habe seit ner Weile das gleiche Problem, Verdeck öffnet und schließt nur wenn der Motor läuft und ich ein bisschen Gas gebe . Batterie ist aber sehr gut , genau wie der Ladestrom, alle Kontakte sind gereinigt,
es kommt hinten an der Pumpe auch genug Strom an ,....hmm
Gruß Oli
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Nur mit Batterie funktioniert es bei sehr vielen nicht. Offenbar braucht der Motor sehr viel Anlaufstrom.
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komischer weise , zu Anfang hat es auch nur mit Batterie funktioniert....
das muß doch nen Grund haben :P
Gruß Oli
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Hmm, vielleicht hilft ein 1-F Kondensator aus dem Car-Hifi Bereich.
Nur halb ernst gemeint :P
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Hallo Oliver,
wie gesagt, meine Elektrikkenntnisse sind bescheiden, ich denke, es liegt am hohen Anlaufstrom, frag doch mal bei euch einen der Elektrikspezialisten, man sollte das ja durchmessen können
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Ich habe beruflich viel mit Autosattlern und Verdecken zu tun. Verdeckgestänge MÜSSEN hin und wieder geschmiert werden, werden von den Besitzern und Werkstätten aber fast NIE geschmiert. Die Folgen sind Schwergängigkeit , verbögene Gestänge, gebrochene Getriebe, gelängte Antriebswellen und gebrochene B-Säulen (a 1500 Euro) z. B. beim Porsche 911 / 993.
Deswegen gebe ich den Rat, mit einem ca. 30 cm langen Pinsel (rund, ca 1 cm Durchmesser), der vorne gekröpft ist, Öl von beiden Seiten an jedes Gelenk des Gestänges zu bringen, das Verdeck mehrfach auf und zu zu machen und dann noch einmal zu ölen.
Das kann die aktuelle "Schwergängigkeit" des Corniche-Verdecks mindern oder beseitigen, muss es aber nicht. Diese Prozedur kann nichts schaden, außer ein Dummerle setzt Sprühöl ein und nebelt damit Mikroschalter (und Verdeckstoff + Innenhimmel) an einen modernen Verdeckgestänge mit viel Elektronik ein.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Das ist 100% richtig Wolfgang, aber in dem Falle springt der E-Motor gar nicht an
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Nur mit Batterie funktioniert es bei sehr vielen nicht. Offenbar braucht der Motor sehr viel Anlaufstrom.
Also, bei "unserer" Corniche ging das zu meiner Zeit nie ohne Motor und durchaus auch etwas Gas. Erschien mir auch immer eher normal.
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evtl. braucht es ein dickeres Kabel zum Verdeckmotor. Gutes Beispiel ist eine Flex, da springen oft (zu kleine) Sicherungen raus, der Anlaufstrom ist da viel höher als der Arbeitsstrom den die Sicherung gut verträgt.
Bei vielen Elektrogeräten mit hohen Anlaufströmen gibt es deshalb Anlaufstrombegrenzer
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ich hatte noch gehört das die Verdeckmotoren wenn sie alt werden einen höheren Anlaufstrom brauchen als im
"neu" zustand, Abhilfe schafft da wohl nur ein neuer bzw. überholter Motor,.....
mit dem LichtmaschinenRegler kann das ja eigentlich nichts zu tuen haben,...oder ?
Gruß Oli
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ich hatte noch gehört das die Verdeckmotoren wenn sie alt werden einen höheren Anlaufstrom brauchen als im
"neu" zustand, Abhilfe schafft da wohl nur ein neuer bzw. überholter Motor,.....
mit dem LichtmaschinenRegler kann das ja eigentlich nichts zu tuen haben,...oder ?
Gruß Oli
nun, vielleicht hilft das Umstecken beim Regler auf max, keine Ahnung?
Einen neuen Motor würde ich mir eher bei einem Hydraulikspezialisten (für Bagger, Traktoren u.ä.) holen, die Dinger sind erheblich moderner und leistungsfähiger. Vorher muss man aber die Leistung und Drücke der Originalmotoren wissen. Einen solchen Motor baut man schon mal in als Cabrio umgebaute Autos ein. Ich habe ja noch einen 560 SEC von SGS als Cabrio in dem so was eingebaut wurde
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Also der Anlaufstrom kann hier sicher ein Problem sein. Das ganze ist analog zu den langsam laufenden Fensterhebern. Wenn der Motor laufen soll hat er wenig induktiven Widerstand, das führt zu dem hohen Anlaufstrom. Wenn die Spannung einbricht, geht der Strom auch mit und das Moment des Motors reicht nicht, die Mechanik zu betätigen, so verharrt der Motor in dem Zustand. Mit der Lichtmaschine hebt man die Spannung um 2 Volt etwa, das kann schon reichen, damit alles läuft.
Daher kam auch mein Vorschlag mit einem Kondensator. Der wird nahe am Motor platziert und kann für den Anlaufmoment die Spannung halten und dem Motor die Kraft geben loszulaufen.
Umstecken des Regler hilft vermutlich nicht, da im Leerlauf wohl schon nicht genug Spannung erzeugt werden kann. Andernfalls würde Gasgeben nichts helfen. Es ist sicher interessant einmal die Spannung der Batterie bei erhöhtem Standgas zu messen, um zu schauen wo man ist.
Saubere Kontakte überall können die Batteriespannung mit geringeren Spannungsverlusten zum Motor tragen. Im Motor können Kohlen durch Korrosionsschichten teilweise isoliert sein und so den Verlust steigern. Insgesamt wird alles zusammen kommen, sodass die Kraft nicht mehr reicht.
Ein (großer) Kondensator kann zumindest für den Anlaufstrom helfen. Für alles andere braucht man dann bessere Kontakte bis zur Batterie. Das Dach öfter zu bemühen hilft die Kohlebürsten sauber zu halten.
Wie hoch ist denn der Motor abgesichert, um abschätzen zu können von welchen Stromniveau wir hier reden?
Viele Grüße,
Michael
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Danke Michael für den kompetenten Beitrag.
Trotz Suche habe ich keine Sicherung für den Verdeckmotor gefunden, wie es aussieht, geht ein Kabel direkt von der Batterie dort hin, das erscheint mir nicht gerade sicher zu sein. Wo sollte dann so ein Kondensator angebracht werden?
Wie gesagt, mit Mechnik habe ich keinerlei Probleme, mit der Elektrik schon, da fehlt mir einfach das Grundwissen
Gruß
Gerd
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das mit dem Kondensator hört sich gut an,.. ich bin gespannt :)
Gruß Oli
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Der Verdeckmotor wird über ein Relais direkt aus der Batterie versorgt - da wird wohl ein Kondensator nichts bringen, denn die Batterie ist ja gewissermaßen ein Riesenkondensator.
Vielleicht bringt es ja etwas, das Relais (https://shop.heavensgategarage.de/1966-1980/Spezielle-Corniche-Teile/Verdeck/Anlasser-oder-Verdeckmotor-Relais.html?listtype=search&searchparam=UD15723H) zu ersetzen - die halten ja auch nicht ewig...
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
GmbH & Co. KG
www.bentleyteile.de
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Hab mal eins bei Dir bestellt, kann gut sein, da es mal geht und mal nicht
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Ja, der Kondensator muss schon groß sein, 1-2 Farad. Das könnte schon funktionieren. Eingesetzt habe ich so was, wenn ein Tieftöner Spitzenlasten gezogen hat. Bei 150 Ampere flackert sonst ganz ordentlich das Licht. Trotzdem ist das hier nur ein Beseitigen der Symptome.
Seid ihr euch sicher, dass das Leistungsrelais schaltet, wenn das Verdeck nicht will? Wenn man die Verkabelung anschaut wären das geschätzte 100 Ampere, die da fließen würden, wenn der Motor nicht losläuft.
Vielleicht liegt das Problem wirklich im Ansteuerkreis und das Leistungsrelais hat nicht genug Strom zum schalten.
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So, erledigt! habe ein neues Relais eingebaut (das alte funktioniert noch, aber ein Ersatz für den Urlaub, da es ja auch für den Starter passt, wollte ich eh)
Habe alle Kontakte sorgfältig gereinigt und angeschliffen, Kupferscheiben verbaut und das Verdeckgestänge geölt (mal offen, mal halb zu, damit man überall drankommt) Es gibt ja fast 20 Gelenke die geschmiert werden müssen. Ich habe hierzu ein sehr gut haftendes Motorrad Kettenspray verwendet.
Jetzt flutscht es auch wieder einwandfrei, sogar nur bei Batteriebetrieb, was vorher nicht ging. :)
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Die Fehlfunktion wurde eigentlich durch Metallkorrosion verursacht. An Kontakten und Gelenken. Chemisch nagt der Zahn der Zeit an der Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Na ja, Korrosion war nirgends, Vorbesitzer Peter hat das ja alles zerlegen lassen. Die Kontakte sahen alle einwandfrei aus, die Verdeckgelenke auch, waren aber trocken. Es waren wahrscheinlich eine ganze Anzahl kleiner Gründe. Alle elektrischen Kontaktflächen habe ich aufgerauht, Schrauben und U-Scheiben gegen solche aus Kupfer gewechselt.