Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Shadow, Bentley T-Modelle => Thema gestartet von: Rollsbraten am Fr.01.Mai 2015/ 19:38:50
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Hallo,
bin ganz neu hier im Forum, falls ich irgendwelche Standesdünkel nicht sofort beherrsche möge man mich bitte darauf freundlich hinweisen, ich bin lernfähig. Ich kenne das aus Jaguar Foren wo die Neuen erst mal von chronischen Dauernörglern abhgemahnt werden.
Zu meinem Problem, ich habe eine Motorüberholung erfogreich abgeschlossen, Corniche 1 2.Serie, 86er, Vergaser, keine KAts, keine AGR, keine Lufteinblasung. Die Konstellation wird der eine oder andere jetzt nicht gklauben, ist aber so. bis auf die Einstellerei mit der Abreicherungsvorrichtung hat alles wunderbar geklappt, läuft mechanisch schön leise, springt gut an, läuft aber im Leerlauf nicht sauber. Zu hoch, ruckelt, Abgas riecht etwas streng, fahren tut er gut. Nach Sichtung einiger WHB habe ich die Zündung statisch auf 7 Grad gestellt. Aber mir ist nicht klar, wie jetzt der Rest eingestellt wird, das Prinzip mit der Abreicherung habe ich verstanden, Choke auch. Aber das Synchronisieren, den CO Wert, die Leerlaufdrehzahl usw, wie läuft das? Der Wärmefühler 14° im Einlasse war totgelegt, das Cut off Magnetventil für den weakener ist auf Zündungsplus.
In welcher Reihenfolge geht man vor, zuerst syncronisieren, oder zuerst CO oder in Schleifen? Welche Werte gelten für die Wassersäulenmessung? Wird CO über das Schwimmerkammervakuum eingestellt? Haben die Ansaugtrakte zum syncen einen Anschluss für ein U-Rohr?
Und was ich heute noch verzweifelt gesucht habe ist das Kabel zum Engine Coolant Fühler im Ausgleichstank, das war schon lange nicht mehr angeschlossen. Rote LAmpe leuchtet ständig.
Wenn ich das passende Kabel im Motorraum mit der Prüflampe antippen würde, müsste die rote LAmope doch ausgehen, tat sich aber nichts, alle KAbel angetippt. Oder ist da eine Verzögerung drin?
Danke schon mal für die Bereitschaft, bis hierhin überhaupt zu lesen.
Grüße
Wolfgang
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Boach ei! Dattis allet'n bißcken viel auf eima, ährlich.
- 7° Frühzündung bei welcher Drehzahl denn? Oder bei stehendem Motor? Das dürfte dann aber wohl nicht wahr sein, richtig ist laut Handbuch etwa 5° bei 800 rpm, kommt mir persönlich immer sehr wenig vor. Wenn die Federn an den Fliehgewichten alt und ausgeleiert sind, läßt da sowieso nichts mehr ordentlich einstellen
- synchronisieren geht z.B. mit zwei rechtwinklig gebogenen Drähten in den Vergaserdomen, die einer auf den anderen zeigen, beim Gasgeben müssen die Drähte gleichmäßig hochfahren und immer hübsch in gleicher Höhe aufeinander zeigen,
- CO-Wert ist wohl ohne Messen Glücksache, erfahrene Schrauber schaffen das mit dem Abschätzen der Reaktion des Motors, wenn man die Dome mit den seitlichen Stiften anhebt und auf die Drehzahländerung lauscht, steht im Handbuch beschrieben. Jede Viertelumdrehung beider Regulierschrauben in dieselbe Richtung ändert den CO-Wert um etwa 1%
- Wassersäule etwa 6 cm bei 2000 rpm, auch im Handbuch beschrieben
- CO und Schwimmerkammervakuum? Das macht der Weakener! Ist also nur abmagern, nicht einstellen
- Coolant-Lampe weiß ich nicht aus dem Kopf, muß ich mal probieren - aber bis dahin hat vielleicht längst einer die Lösung zur Hand
Vielleicht bringt das ja schon mal was.
Gruß - Udo
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Der Wasserstand wird über zwei Drähte überwacht, die in den Ausgleichsbehäter ragen. Solange die im Wasser hängen, fließt ein sehr geringer Strom von Draht zu Draht durch das Wasser; dieser Strom wird in einem kleinen Kästchen verstärkt:
http://shop.heavensgategarage.de/1966-80/Elektrik/Instrumente-Geber/Wasserstandsgeber-Verstaerker.html
Wenn kein Strom fließt, weil der Wasserstand zu niedrig ist, geht die Warnlampe an. Mit der Lampentestfunktion wird die Leitung zum Verstärker unterbrochen, also "zu wenig Wasser" simuliert.
Das Verstärkerkästchen geht nach dreißig Jahren schon mal kaputt, manchmaal ist aber auch einer der Drähte abgebrochen oder wegkorrodiert oder eine Leitung unterbrochen.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
www.bentleyteile.de