Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Allgemeine technische Themen => Thema gestartet von: Joachim_C am Sa.11.Feb 2006/ 17:07:18
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Hallo,
in einem Forumsbeitrag wurde über LHD (links gesteuert) und RHD (rechts gesteuert) berichtet, bzw. über den Preisabschlag des RHD.
Mich würden nun die Erfahrungen der RHD Besitzer interessieren? Wie ist das Fahren damit, gibt es kritische Momente oder besondere Situationen? Ist es tatsächlich soviel anderes?
Ich meine also nicht die Preise, sondern die praktischen Fahrerlebnisse. Muß man sich irgendwie umgewöhnen, muß man auf etwas besonderes achten und gibt es Tricks und Kniffe, mit denen man sich weiterhelfen kann?
Grüße aus dem tief verschneiten Augsburg
Joachim
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Ich habe damit nie Probleme gehabt. Im Gegenteil. Ein englisches Auto kann RHD sein und für mich gehört das zum Fahrspaß auch dazu. Lästig sind lediglich Parkhauseinfahrten und das Ticket ziehen (aussteigen, ums Auto laufen und zurück - zumindest gut gegen mein Bäuchlein), Mautstationen in Frankreich auf der Autobahn (wie zurvor erwähnt: raus - Münze reinschmeißen - wieder zurück). Ob ich auf der Landstraße aber mal ein paar Kilometer einem Traktor hinterherfahre da ich mangels ausblick auf den Gegenverkehr nicht sofort überholen kann, das ist mir ziemlich egal: bin ja mit dem Rolli nicht unterwegs weil ich es eilig habe mal schnell die Welt retten zu müssen... Also, der Rheinländer würde sagen und das soll nun mein Wortbeitrag sein: "Is Pott wie Deckel"
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Hallo Joachim,
ich schließe mich meinem Vorredner an.
Man hat sich binnen kürzester Zeit an die andere Fahrerposition gewöhnt und empfindet sie auch nicht als lästig oder unangenehm.
Ich fahre mehrere rechtsgelenkte Engländer und kann die Worte meines Vorredners nur dahingehend ergänzen, dass man u.U. auch im Drive-Inn von Schnellrestaurants Probleme bekommt, hat man keine(n) Beifahrer(in).
Der einzige Trick besteht darin, auf der richtigen Seite einzusteigen, mehr nicht. ;)
Gruß
BentleyDriver
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Die Erfahrung aus zwei RHD Bentley und RR:
Man gewöhnt sich recht schnell an die "andere" Fahrerseite. angenehm ist, dass man von der "richtigen" nämlich der Fußwegseite einsteigen kann!!! Normale Straßen und Strecken fährt man genauso entspannt, da man ja auch etwas höher sitzt und der Aus- und Überblick über andere Fahrzeuge eher positiv ist. Auf Landstraßen und ggfs. dort nötigen Überholmanövern bleibt man etwas weiter zurück und hat dann auch den richtigen Winkel um den Überholvorgang besser beurteilen zu können. Falls ein(e) ebenfalls autoerfahrene Beifahrer(in) dabei ist, verlieren auch dieser Überholvorgang die möglichen Schrecken. ansonsten orientiert man sich am linken Fahrbahnrand, zwei Rückspiegel helfen beim Feeling die Fahrbahnmitte immer besser zu treffen und einzuschätzen.
Fazit: Keine Probleme mit RHD, man gewöhnt sich sehr schnell daran. Bei einem Kaufentscheid würde ich jedenfalls immer den in der gesamten Substanz besseren Wagen dem Vergleich LHD/RHD deutlich vorziehen.
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Stimmt genau, lieber Manfred, das mit der "Bürgersteigseite" hat auch praktische Vorteile - meine Post zum Beispiel bringe ich am liebesten mit dem Silver Spirit zum Briefkasten: Im Nachbarort steht einer so nah am Straßenrand, dass ich nun nicht einmal mehr aussteigen muß. Fenster runter, sitzen bleiben, Arm ausstrecken, Klappe hoch und schon ist die Post im Briefkasten. Auch die Frage nach dem Weg an Passanten, habe ich mich mal verfahren, ist nun wesentlich lässiger zu stellen, als bei einem LHD-Auto.... ;) Eigentlich überwiegen demnach sogar die Vorteile eines RHD Automobils
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Also das mit dem Briefkasten gefällt mir.
Meine Befürchtungen sind die Überholvorgänge auf Landstrassen, das Einparken und möglicherweise die Schaltvorgänge bei älteren Fahrzeugen.
An die Münzen in Parkhäuser oder Mautstationen habe ich nicht gedacht, das sind ja schon mal ein paar wertvolle Erfahrungen, Danke dafür.
Joachim
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Hallo Joachim,
...möglicherweise die Schaltvorgänge bei älteren Fahrzeugen...
Ich fahre RHD ein teilsychronisiertes Doppel-Helix Vorkriegsgetriebe: Selbst in bei steilen Alpenpässen incl. Überholmanöver ohne Schwierigkeiten.
Mach Dich nicht Bange wegen soetwas. Das ist völlig nebensächlich wenn Du in einem schönen Auto sitzt. Und wenn Du meinst nicht überholen zu können, fährst Du halt solange hinterher, bis sich eine Möglichkeit ergibt. ;)
Gruß
BentleyDriver
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Hallo zusammen,
also ich bin eine Frau und habe keinerlei Schwierigkeiten mit unserem SS II RHD zu fahren. Als wir diesen Wagen gekauft hatten, gab mein Mann mir den Schlüssel in die Hand und sagte : Sie zu wie Du Dein Geb. Geschenk nach Hause bringst ;D
Na ehrlich gesagt, etwas mulmig war mir schon zu Mute, nach kurzer Fahrt hatte ich mich an so einige Eigenheiten gewöhnt und ich fuhr mein Geschenk die 350 km unbeschadet nach Hause.
Bin auch schon im Parkhaus gewesen, ist gut wenn ein Beifahrer die Tickets einschieben kann, ansonsten raus - rum - einstecken-rum- einsteigen...
Also Fazit zum Schluß.... kein wirklicher Unterschied ob LHD oder RHD..... nur Geöhnungssache
Herzliche Grüße aus der Efel
Christine
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Uiii,
das ist aber ein alter Thread, den Christine da ausgegraben hat.
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Nach kurzer Zeit habe ich mich bestens an RHD gewöhnt und empfinde dies überhaupt nicht mehr als Behinderung. Gerade erst gestern meinte meine Frau nach ein paar rasanten Spurwechseln und Überholmanövern von mir: "Du fährst mittlerweile wie ein Henker mit dem Cloud." ;D
Auch die Parkhäuser haben mittlerweile ihren Schrecken verloren: Ich rutsche einfach auf der Sitzbank nach links, ziehe mein Ticket und bevor die Schranke ganz hoch ist, sitze ich schon wieder hinter dem Lenker. :)
Gruß
Michael
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Ich finde das gut, daß Christine das alte Thema ausgegraben hat und nicht einfach unüberlegt ein neues mit demselben Inhalt anfängt. Es gibt eben doch Leute, die die hier angesammelten Erfahrungen durchstöbern und aufgreifen.
Michaels Erfahrung kann ich nur zustimmen, auch wenn das im Shadow (der TurboR ist linksgelenkt) immer mit dem Hochklappen der Armlehnen verbunden ist. Lediglich das Überholen auf Landstraßen ist unangenehmen, man braucht viel Abstand, um nicht allzu weit nach links ausscheren und auf den möglichen Gegenverkehr blicken zu können.
Aber eine andere Sache ist (mal wieder) typisch für Spanien und so lästig wie lustig und lächerlich: Ein Rechtslenker muß auf dem Armaturenbrett einen "antevisor" installiert haben! Ein "antevisor" ist das Gegenstück zum "retrovisor", hier im Forum besser bekannt als "Rückspiegel". Schon mal einen "Vorspiegel" gesehen? Muß ich haben, steht so in der Zulassung, und jahrelang wurde ich beim TÜV (hier ITV) jedes Mal gefragt, wo denn der "antevisor" ist. Und jedes Mal aufs Neue startete die Diskussion um die Verunstaltung eines schönen Oldtimers durch so ein häßliches Monstrum auf dem schönen Toproll, und jedes Mal haben sie klein bei gegeben. Jetzt muß der Shadow nur noch alle 5 Jahre zum TÜV (wird auf Antrag für alle Fahrzeuge älter als 35 Jahre gewährt) - beim nächsten Mal wird es wieder losgehen. Die Spanier sind tendenziell Chaoten - da versuchen sie offenbar an einigen Stellen preußischer zu sein als die Preußen.
Gruß - Udo
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Michaels Erfahrung kann ich nur zustimmen, auch wenn das im Shadow (der TurboR ist linksgelenkt) immer mit dem Hochklappen der Armlehnen verbunden ist.
Hallo Udo,
nur mal aus Neugier: Muß man im Shadow dann nicht über die Mittelkonsole klettern? :o
Erstaunt
Michael
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Ja, Michael, muß oder müßte man. Aber wenn die Armlehnen hochgeklappt sind, kann man sich so weit rüberlehnen, daß man problemlos den Zettel ziehen bzw. einstecken kann. Und das Fenster kann man ja auch vom Fahrersitz aus öffnen.
Gruß - Udo
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Muß man im Shadow dann nicht über die Mittelkonsole klettern? :o
Nur bei den späteren...
Bei meinem Frühchen Shadow gibt es noch keine Mittelkonsole. Und dank des ausklappbaren Not-Mittelsitzes kann man da auch wunderbar durchrutschen.
Gruß
Michael
Nicht mein Wagen, Bild dient nur zur Veranschaulichung
(http://abload.de/img/mittlerersitzplatzvornjrfz.jpg)
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Hallo Ihr beiden,
danke für Eure Information. Jetzt weiß ich nicht nur, daß ein früher Shadow keine Mittelkonsole hat, sondern auch, daß Udo wohl so lange Arme wie ein Orang-Utan hat. ;)
Dankbar
Michael
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...Lediglich das Überholen auf Landstraßen ist unangenehmen, ...
Das Überholen betrifft Michael als 6-Zylinder-Fahrer doch nicht, oder? ;D ;D ;D
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Das Überholen betrifft Michael als 6-Zylinder-Fahrer doch nicht, oder? ;D ;D ;D
Immer diese Gemeinheiten, Andreas! ;D
Aber mal im Ernst: Mit dem Cloud überhole ich auf der Landstraße eh nur, wenn richtig viel Platz ist, darum sehe ich das überhaupt nicht als Problem. Einen flotten kleinen Sportwagen würde ich mir hingegen nie als Rechtslenker kaufen - mit dem will man ja auch die Sau rauslassen. :D
Lachend
Michael
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Michael-Odin, Du bist dooof, der andere Michael kennt mich und weiß, daß meine Arme ganz normal lang sind. Aber ich hechte mich eben über die Mittelkonsole hinweg ins offene Fenster, das geht auch mit normal langen Armen. So, damit Du's nur weißt.
Gruß - Udo
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Michael-Odin, Du bist dooof ...
:'( :'( :'(
Geknickt ;)
Michael
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Ich kenne die Rechtslenker vor allen Dingen aus der frühen Vorkriegszeit, als in der Regel alle rechts saßen. Somit ist mir die Position bei meinem T1 nicht unbekannt. Ich fühlte mich auch gleich heimisch, überholen wird so eine Sache werden...
Allerdings würde ich vermutlich etwas anders denke, wenn ich die Schaltung links von mir hätte. Da könnte ich auf Probleme stoßen. Das muß man wohl echt üben.
Bei englischen Fahrzeugen finde ich Rechtslenkung ok, man könnte sogar sagen, es gehört irgendwie dazu. Aber ich würde mir nie einen Ami oder z.B. deutsches Fahrzeug mit Rechtslenkung kaufen.
Grüße
Tom
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Aber ich würde mir nie einen Ami oder z.B. deutsches Fahrzeug mit Rechtslenkung kaufen.
Ich habe ein Renault Caravelle Cabrio als Rechtslenker – daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen... Französische Autos mit Rechtslenkung sind einfach zu skurril!
Allerdings steht das Ding nun seit etwa zehn Jahren herum und ich habe keine Zeit dafür – falls jemand Interesse hat: bitte PN...
Feiertägliche Grüße
Claus F. Erbrecht
Heaven's Gate Garage
www.bentley-teile.de
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@ Der einzige Trick besteht darin, auf der richtigen Seite einzusteigen, mehr nicht.
Es ist wirklich die größte Herausforderung, alles andere ist wunderbar.
Nachteile beim Drive-Inn sehen wir nicht, dort waren wir auch noch nicht mit LHD.