Rolls-Royce & Bentley-Forum
Rolls-Royce+Bentley-Technik => Silver Shadow, Bentley T-Modelle => Thema gestartet von: SRH4422 am Di.12.Mai 2009/ 00:15:56
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Bei der Übernahme meines Wagens hatte dieser einen Lederüberzug um das Lenkrad.
(http://www.abload.de/thumb/081218-195708-rollsroy4ln9.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=081218-195708-rollsroy4ln9.jpg)
Da mir dies überhaupt nicht gefiel und auch nicht original war, habe ich heute diesen Bezug entfernt.
Das Leder war an der Nahtstelle leider nicht vernäht, sondern war überlappend geklebt.
Leider ist dabei im Bereich der Speichen Kleber auf das Lenkrad gekommen, so dass ich heute den Bezug nicht ohne Spuren entfernen konnte.
Oberflächlich sieht es recht gut aus, aber es gibt einige Stellen, an denen Kleberreste oder auch Schaumstoffreste kleben.
(http://www.abload.de/thumb/090511-200834-lenkradoktmh.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=090511-200834-lenkradoktmh.jpg)
Für mich stellt sich jetzt die Frage, mit welchen Mitteln ich diesen Resten zu Leibe rücken kann.
Verträgt das Lenkrad Behandlungen mit Reinigungsbenzin?
Wer hat da einen guten Rat?
Oder im schlimmsten Fall ein nettes Ersatzlenkrad :)
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Tja, wenn man wüsste, welcher Kleber verwendet wurde ... . Reinigungsbenzin ist einen Versuch wert, es wird vermutlich dem Lack nichts anhaben, dennoch an der Unterseite testen. Dann die Klebereste damit gut tränken und schauen, ob sie weich werden. Aceton löst den Kleber sicherlich, aber auch den Lack, das also nicht nehmen. Im Bürohandel gibt es Etikettenlöser, auch einen versuch wert. Ebenso wie WD40 manche Kleber weich macht ...
Bei manchen Klebern tut's auch ein Fön: Warm machen und dann versuchen, die Reste abzurubbeln oder mit einem Holz-Spatel abkratzen.
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...und hinterher lässt sich das Lenkrad auch polieren.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Tja, wenn man wüsste, welcher Kleber verwendet wurde ...
Da hätte ich ja noch eine Chance das herauszufinden. Einerseits kenne ich ja den Lenkradverpackungskünstler und kann ihn fragen und zum anderen habe ich ja noch die Lederhülle, an der Kleberreste sind.
An denen kann ich wenigstens mal ausprobieren, welches Mittelchen die Reste anlöst und dann in einem zweiten Schritt an verstecketer Stelle das Lenkrad darauf testen.
Dummerweise sind die größten Kleberreste natürlich (wie sollte es anders sein) im direkten Blickfeld.
...und hinterher lässt sich das Lenkrad auch polieren.
Hmmm.... ist das Lenkrad denn lackiert oder ist das Grundmaterial einfach nur hochglanzploiert... oder gar beides?
Wenn es lackiert wäre, müsste es doch sicherlich Exemplare geben, deren Lackschicht in den letzten 40 Jahren angefangen hat abzublättern.
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Soweit ich weiß, ist es ein Kunstharz. Ich bin eigentlich immer von Bakelit ausgegangen, zumindest bei Cloud-Lenkrädern und früheren; aufgearbeitete oder nachgefertigte Lenkräder für diese älteren Modelle werden jedenfalls mit Kunstharz gefertigt.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Ich bin eigentlich immer von Bakelit ausgegangen
Das wäre auch meine Vermutung gewesen.
Es hat schon einen sehr eigenen Klang wenn man z.B. mit den Fingernägeln darauf herumklopft.
Es wirkt sehr kalt, hat was von einem Stein oder von Porzellan...
Wenn es wirklich Bekelit ist, wäre es ja recht beständig gegen Hitze und Säure...
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Habe dann doch mal eben Wikipedia bemüht und wieder was gelernt:
"Bakelit ist ein duroplastischer Kunststoff auf der Basis von Phenolharz und wurde 1907 von dem belgischen Chemiker Leo Hendrik Baekeland entdeckt und nach ihm benannt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakelit
und weiter für Phenolharz
"Phenoplaste bestehen aus Phenolharz (einem Kunstharz), das man durch die Synthese von Phenolen mit Aldehyden erhält."
http://de.wikipedia.org/wiki/Phenolharz
Also ist Bakelit ein Kunstharz....
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Ja, es ist richtig, dass Bakelit auf einer Kunstharz-Basis hergestellt wird; das Besondere an Bakelit ist aber, dass es durch Beimischung von Stoffen schwer entflammbar ist (weshalb man es heute immer noch in Schaltern usw. findet), es auch bei höheren Temperaturen nicht schmilzt und sich nicht verformt. Für Restauratoren ist diese Eigenschaft von Vorteil, denn dadurch lässt es sich gut schleifen und polieren. Bei einem duroplastischen Kunstharz muss man hier sehr viel vorsichtiger sein (z.B. keine Maschinen einsetzen).
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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Ja, es ist richtig, dass Bakelit auf einer Kunstharz-Basis hergestellt wird;
Aber innen im Lenkrad ist doch noch ein Metall-Gusskern - oder nicht?
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Ja, klar – innen ist ein Stahldraht von etwa 10 mm (Cloud) Durchmesser. Man sieht den Draht, wenn man entweder das ganze Auto oder nur das Lenkrad verbrennt. Täte man letzteres, könnte man – wenn es denn Bakelit ist – auch den typischen, leicht fischigen Geruch wahrnehmen, der beim Verschmoren dieses Materials entsteht.
Die Shadow-Lenkräder können plastisch verformt werden, ohne dass die schwarze Umhüllung des Stahlkernes bricht – ich habe das mal gemacht, als ich vor 21 Jahren versucht habe, mit einem Shadow II (SRH41242, umgebaut auf LHD – wo ist er jetzt?) eine Scheune abzureißen. Die Scheune und deren Inhalt waren stark beschädigt, der Shadow weniger (war noch voll fahrbereit). Die (reversible) Verformbarkeit spricht gegen Bakelit.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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;) Ich hab das Lenkrad mit Chromputzpolitur bearbeitet, es hatte durch lange Standzeit Fingerflecken, bzw Ansatz von Schimmel :o, jetzt sieht es aus wie neu, glänzt und hat keine Beschädigungen ( wenn nur das übrige Auto auch so wäre ) ???
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ich habe das mal gemacht, als ich vor 21 Jahren versucht habe, mit einem Shadow II (SRH41242, umgebaut auf LHD wo ist er jetzt?) eine Scheune abzureißen.
Warum macht man denn sowas? :) Dafür gibt es doch passenderes Arbeitsgerät....
Oder ist es einfach ein Problem des "Überschusses".... ein Rolls zum Fahren, einen zum Rasenmähen und einen für grobe Abrissarbeiten etc ;)
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Ich wechselte eine Cassette, unterhielt mich mit meinem Beifahrer, und als ich wieder nach vorn guckte, war mir diese Scheune in den Weg gesprungen... Das Schiebetor habe ich zu einer nach innen öffnenden, zweiflügeligen Variante umgearbeitet; zwei Hinterräder eines Traktors (deren Felgen ich auf meiner weiteren Fahrt verbogen habe), dämpften den Anprall an weitere Gegenstände. Trotzdem habe ich bei den beiden landwirtschaftlichen Anhängern, die dann kamen, die Chassis verformt, den einen gegen die 48 cm starke Außenwand geschoben und selbige nach außen gedrückt, mit dem anderen zwei jeweils 20 cm starke Pfeiler aus der Bodenverankerung gerissen und abgebrochen – dann stand ich mit dem Auto in der Scheune. 2,3 Tonnen haben bei 80 km/h schon eine ganze Menge kinetische Energie... Das Auto war, wie schon geschrieben, voll fahrbereit, nachdem ich den Spoiler ganz abgerissen hatte. Ich gab dann dem Bauern meine Anschrift und fuhr die 60 km nach Hamburg.
Der Sachverständige meinte am nächsten Tag, ein Vermessen des Fahrzeuges sei nicht nötig, es sei ja nur ein Blechschaden... Nachdem er die Scheune gesehen hatte, änderte er seine Meinung. Es zeigte sich, dass der Längsträger an seiner Sollknickstelle, also an dem höchsten Punkt über der Radaufhängung, verformt war. Bei Verdacht auf frühere Unfallschäden sollte man diesem Bereich immer etwas Aufmerksamkeit schenken.
Schaden am Fahrzeug: 31.500 DM (weil Grill beschädigt), Schaden an der Scheune und deren Inhalt: 12.500 DM.
Danach habe ich mich in einem Rolls-Royce noch sicherer gefühlt...
Grüße aus dem Norden
Claus F.Erbrecht
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Es gibt die Möglichkeit, Lenkräder im Tauchbadverfahren mit einer Folie zu überziehen. Wird gerne gemacht, um eine Holzoptik zu erzielen. Wenn das für derlei Holz-Überzug gut ist, dann sollte auch ein reines Schwarz möglich sein. Einfach bei Ebay schauen. Dort gibt es mehrere Anbieter.
Gruß JimKnopf
edit:
Ich habe jetzt einfach wahllos einen Anbieter ausgewählt. Dort kann man nachfragen, was es kostet, ein eingeschicktes Lenkrad wieder auf Hochglanz zu bringen.
Ebay-Link (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=330329307044)
(Dieser Link funktioniert maximal 90 Tage ab Erstellung dieses Beitrags.)
Rechtliche Informationen des Anbieters:
Ayhan Tirampetci
Neuenlander Str. 7-9
28199 Bremen
Deutschland
Telefon: 0421|8492061
Fax: 0421/8492225
E-Mail: atirampetci@aol.com
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Schaden am Fahrzeug: 31.500 DM (weil Grill beschädigt), Schaden an der Scheune und deren Inhalt: 12.500 DM.
Klingt so, als hätten sie da mal richtig aufgeräumt in der Scheune :)
Fotos gibt es von der springenden Scheune aber wahrscheinlich keine, oder?
Was ist denn aus dem Shadow geworden? Haben sie den wieder aufgebaut?
Allerdings sind sie mit ihrem Vorhaben, ein Gebäude mit einem Shadow einzureissen, nicht alleine.
Herr Breschnew hat 1980 versucht, mit seinem den Kreml einzureissen.... Diente er vielleicht als Vorbild? ;)
(http://www.abload.de/thumb/rolls7orm.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=rolls7orm.jpg)
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Es gibt die Möglichkeit, Lenkräder im Tauchbadverfahren mit einer Folie zu überziehen.
Vielen Dank für diesen Hinweis!
Von diesem Verfahren wusste ich noch nichts und ich denke, es wäre eine gute Lösung, wenn mein Lenkrad beim Versuch die Kleberreste zu entfernen, Schaden nimmt.
Ich denke, dass ich bei nächster Gelegenheit mal das ein oder andere vorsichtig ausprobieren werde.
Letzten Montag hatte ich zu wenig Zeit und habe nur die Lederhülle und den Schaumstoff entfernt und eben festgestellt, dass nicht alles spurlos abging.
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Ansonsten: flying spares bietet Lenkräder für 75 BP an ... ist ja auch nicht die Welt.
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Ich habe das Auto beschädigt an den Inhaber eines Musikgeschäftes in Hamburg verkauft (hatte damals ja keine Werkstatt); der hat es reparieren lassen und dann wohl wieder verkauft.
Ich habe leider weder von der Scheune noch vom beschädigten Fahrzeug Photos – vom unbeschädigten gab es sogar welche im Hamburger Abendblatt, weil ich einen Schauspieler zur Eröffnung der Theatersaison auf Kampnagel gefahren habe.
Ich wüsste gerne, was aus dem Auto geworden ist – es war ein wirklich schönes Fahrzeug: smaragdgrün-metallic mit dunkelgrünem Vinyldach, beige Ausstattung mit Picknicktischen.
Grüße aus dem Norden
Claus F. Erbrecht
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So, der vorherige Besitzer hat mir mitgeteilt, dass er Sekundenkleber verwendet hat.
Dieser scheint sich nach google Suche sowohl mit Wasser+Seife, aber noch besser mit Aceton lösen.
Ersteres war mir nicht bekannt.
Vermutlich werde ich daher einmal Lappen, die ich mit Seifenwasser angefeuchte, ums Lenkrad packen und mit einem Müllbeutel umschliessen. Schade kann dass ja nicht. Aceton ist ja schon eine Nummer heftiger.
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Sekundenkleber ist nicht wasserfest und nicht temperatur-beständig. Einweichen mit warmen Wasser ist daher ne gute Idee, und der Fön könnte auch was nutzen. Ob Bakelit auf Aceton reagiert, weiss ich nicht genau, ich vermute es aber, das dürfte u.U. Bakelit schnell auflösen ... da wäre ich also sehr vorsichtig.
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Da hat jemand ganz pragmatisch das genommen, was er gerade zur Hand, bzw. im Haushalt hatte und sich keine Gedanken um die aufgeschmissenen 'second owner' gemacht. :-)
Leder oder Lederimitat hält doch nicht wirklich mit Sekundenkleber? Ich hab das früher auch mal versucht, aber geklebt hat da nichts. Ich fürchte, das ist doch ein andere Kleber.
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Leder oder Lederimitat hält doch nicht wirklich mit Sekundenkleber?
Sagen wir mal so, es hat 5 Jahre gehalten. Aber ich konnte es sehr gut abmachen, da der Kleber nicht 100% zur Anwendung passt.
Aber da die Lederflächen großflächig überlappten, hielt es wohl.
Heute bin ich ne Runde gefahren, hatte einen Termin in der Werkstatt um die Vergaser noch mal nachstellen zu lassen. Dabei habe ich am Lenkrad nervös geknibbelt und einiges von dem fiesen Zeug abbekommen.
Später habe ich dann mal mutig den Tipp mit der Chrompolitur an einer unsichtbaren Stelle probiert. Ergebnis gefiel mir. Dann vorsichtig mit Aceton (Nagellackentferner) probiert. Reste gehen ab, Material wird leicht grau aber nach der Politur wieder wie vorher.
Ich werde die kleine Experimentalstelle jetzt mal ein wenig altern lassen und dann entscheiden, ob ich das im Grossen umsetze.
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Kurzes Update:
Die vorher behandelten Stellen blieben ansehnlich, so dass ich mir die vergangenen Abenden, die nicht mit dem Besorgen von Geschenken verplant waren, mal das Lenkrad zur Brust genommen habe.
Um es was wärmer dabei zu haben, habe ich das Lenkrad ausgebaut. Gut, das wurde auch was schwieriger, da mir die passende Nuss fehlte aber eine geliehene 30mm Nuss tat es dann.
Dann habe ich das Lenkrad schön in Seifenwasser eingelegt um den Sekundenkleben zu lösen und dann wegzuwischen... Pustekuchen :( Nur der geringste Teil ging so weg.
Also dann doch Aceton, aber diesmal reines und kein Nagellackentferner.
Pures Aceton scheint schärfer als Nagellackentferner zu sein, denn das Lenkrad wird dadurch angelöst! Es wird an der Oberfläche recht klebrig, verhärtet aber wieder, sobald das Aceton verdunstet ist.
Danach habe ich das Lenkrad an den Stellen mit Schmirgel geschliffen (Abschluss mit 2000er) und abschliessend mit Chrompolitur poliert.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es sind zwar noch Kratzer geblieben, aber die waren mir zu tief um sie wegzuschleifen und gehören auch zu meinem Wagen mit Patina :)
Es bleibt als Resumee festzuhalten, dass Aceton das Bekelitlenkrad angreift, sich aber die Beschädigungen bei vorsichtiger Anwendung wegpolieren lassen.
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Dann habe ich das Lenkrad schön in Seifenwasser eingelegt um den Sekundenkleben zu lösen und dann wegzuwischen... Pustekuchen :( Nur der geringste Teil ging so weg.
Das konnte aber auch nicht funktionieren ;). Sekundenkleber ist zwar nicht wasserfest, aber eine kurze Behandlung mit Wasser hält er aus. Man muss das dann entweder länger einweichen - sicher mehr als 24h und mit möglichst warmem Wasser, Spülmittel braucht nicht beigefügt werden, das nutzt hier nichts. Oder aber man muss das Teil z.B. in die Spülmaschine tun. Ich denke, einem Lenkrad sollte die Spülmaschine gut bekommen, zu heiss dürfte die nicht sein, nur ob es reinpasst wäre die Frage.
Also, für Sekundenkleber ist Aceton nicht notwendig ...
Weichere Klebstoffreste gehen meist mit Kriechöl (Caramba, WD40) weg, auch hier hilft satt auftragen und einwirken lassen immer ganz gut. Härtere lassen sich oft mit einem Holzspachtel grob beseitigen, danach dann mit Lösemittel oder Klebstoff-Entferner. Aceton ist dann schon ein sehr schweres Geschoss, da riskiert man Schäden. Ich gehe da immer von milde sukzessiv nach hart (Wasser/Seife -> WD40 -> Alkohol -> Wasch/Wund-Benzin -> Terpentin/Verdünner -> Aceton)
Eine gute Anlaufstelle für solche Klebe-Probleme ist btw die Verbraucherberatung von Henkel unter 01805 / 555 270. Gerade da die auch viele Industrieklebstoffe herstellen dürfte man da immer gute Ratschläge bekommen.
vG
Euer Klebeberater ;-)
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Aceton ist u.a. ein Lösungsmittel, dass man auch benutzt, um vergilbte Firnisse von Ölgemälden runter zu kriegen.
Sowas sollte man immer Fachleuten überlassen, weil ein paar Sekunden zulange einwirken, gleich unangenehme Spuren hinterlässt und dasjenige Material aufweicht, das aber unberührt bleiben sollte.
Wenn man mit einer scharfen Skalpellklinge vorsichtig etwas wegkratzt, kann man gleich rechtzeitig aufhören, wenns zuviel werden könnte.
Ansonsten kann man mit einer milderen Zahnpasta viele Schleif- und Polierarbeiten machen.
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Mit einer scharfen Klinge sollte man nie an empfindliche Flächen gehen, das geht nicht gut ...
Mit Zahnpasta kann man auch nicht gut schleifen, zumal es kaum noch welche mit Schlemmkreide gibt, die modernen Silica-Basen taugen eher nicht zum Schleifen, die Schleifkörper sind zu weich und zu fein, heben nix ab. Nicht mal die härteren Zahnbeläge, aber das macht dann ja der Zahnarzt gegen 12€ in bar :-D
Besser ein 5000er Papier und damit nass schleifen. Danach polieren mit Polierpaste, dann mit dem Dremel auf Glanz - dann wird die Oberfläche prima.
vG
Euer Zahnputzberater ;-)
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Dann habe ich das Lenkrad schön in Seifenwasser eingelegt um den Sekundenkleben zu lösen und dann wegzuwischen... Pustekuchen :( Nur der geringste Teil ging so weg.
Ok, in dem Satz von mir fehlt, dass es in dem Wäschekorb für 10 Tage rund um die Uhr lag.... da hätte sich schon was an Auflösung zeigen sollen, was aber ausblieb.
Eine gute Anlaufstelle für solche Klebe-Probleme ist btw die Verbraucherberatung von Henkel unter 01805 / 555 270.
... oder eben du :). Woher das wohl kommen mag? ;)
Zum Thema Spatel und Messer: Die kamen auch zum Einsatz, aber brachten nicht viel, da die Klebstoffreste keinen Ansatz boten. Dafür hatte der Klebstof das Lenkrad zu sehr benetzt.
Letzten Endes bin ich mit dem Ergebis zufrieden. Die Stellen sehen jetzt so aus, wie der Rest des Lenkrades :). Einige der Vorbesitzer schienen verheiratet zu gewesen zu sein und haben mir ihren Ringen Spuren hinterlassen....
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Ok, in dem Satz von mir fehlt, dass es in dem Wäschekorb für 10 Tage rund um die Uhr lag.... da hätte sich schon was an Auflösung zeigen sollen, was aber ausblieb.
Das kann dann nur eins bedeuten: Es war kein Sekundenkleber = Cyanacrylat, sondern irgend was anderes. Das kann man optisch nicht klar erkennen
... oder eben du :). Woher das wohl kommen mag? ;)
Ja gut ... hab da ja ein paar Jahre verbracht in der Klebstoff-Ecke ;-)
Letzten Endes bin ich mit dem Ergebis zufrieden. Die Stellen sehen jetzt so aus, wie der Rest des Lenkrades :). Einige der Vorbesitzer schienen verheiratet zu gewesen zu sein und haben mir ihren Ringen Spuren hinterlassen....
Ergebnis zählt und natürlich darf das Patina haben ...
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Ja gut ... hab da ja ein paar Jahre verbracht in der Klebstoff-Ecke ;-)
Genau das meine ich hat mir Herr oder Frau Google auch mal vor geraumer Zeit erzählt :)
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Ist ja auch nicht geheim, auf meinem Xing-Profil steht das genau so.
Erstaunlich ist und war, was es mittlerweile an Klebstoffen gibt und was man damit machen kann. In vielen Fällen muss man echt nicht mehr schrauben, dübeln, schweissen, weil Verklebungen perfekt und besser halten. Solche Werkstoffe gab es sicher noch nicht, als unsere Autos gebaut wurden, aber ich denke, man sollte sie bei Reparaturen durchaus in Erwägung ziehen.
Aber damit trage ich doch bei Dir eher Eulen nach Athen bzw. nach Köln ;)
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Klebstoffe sind ganz sicher eine Bereicherung und finden immer mehr Verwendung.
Wenn es nach den Anbietern gehen würde, würde es schon bald keine Punkt-, MIG oder MAG-Schweissungen mehr geben.
Aber bei 1800 Fahrzeugen am Tag, sind Klebstoffe (zur Zeit) noch nicht konkurrenzfähig in den Kosten......
Aber ein BMW oder VW nutzt die Technik bei seinen Hochpreis-Marken (um die es ja hier geht), insbesondere wenn es ums Fügen von unterschiedlichen Metallen geht (Aluminium an Stahl)
Zum eigentlichen Thema wollte ich noch schnell ein paar Vorher-Nachher Bilder einstellen.
VORHER:
(http://www.abload.de/thumb/091216-210600-lenkradvtqcv.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=091216-210600-lenkradvtqcv.jpg) (http://www.abload.de/thumb/091216-210604-lenkradvoqol.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=091216-210604-lenkradvoqol.jpg)
NACHHER:
(http://www.abload.de/thumb/091216-230038-lenkradnfpa5.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=091216-230038-lenkradnfpa5.jpg) (http://www.abload.de/thumb/091216-230044-lenkradnroxw.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=091216-230044-lenkradnroxw.jpg)
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oder so:
(http://img9.abload.de/img/091216-210600-lenkradvtqcv.jpg)(http://img9.abload.de/img/091216-230044-lenkradnroxw.jpg)
(http://img9.abload.de/img/091216-230038-lenkradnfpa5.jpg)(http://img9.abload.de/img/091216-210604-lenkradvoqol.jpg)
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Ach so.... eins bleibt noch nachzutragen:
Es gab Einen in meiner Familie, der es nicht gut fand, dass ich das Lenkrad hinbekommen habe und es wieder im Rolls eingebaut wurde.....
Wenn es nach ihm gegangen wäre, würde er noch heute seinen kleinen Bruder chauffieren. Man beachte, dass sein Eichhörnchen ganz vorne auf der Motorhaube thront :)
(http://img9.abload.de/img/091127-195150-autofahriqm2.jpg)
So, dann bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Ihnen/Euch ein schönes gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen.
Weihnachtliche Grüße aus dem Rheinland
Michael
P.S. @Lutz: hat geklappt, ist wiklich kein Hexenwerk. Vielen Dank für den klasse Tip!
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Da ist doch sonnenklar, wie das nächste Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk auszusehen hat! :-)
Gruß Lutz